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Förderkreis bringt Leben ins Dorf

Zehn Jahre Kultur- und Kinderkirche in Eichstädt Förderkreis bringt Leben ins Dorf

Am Sonntag wird an der Kirche in Eichstädt gefeiert. Seit zehn Jahren gibt es den Förderkreis Kultur- und Kinderkirche. Die Mitgleider sorgen dafür, dass weiterhin Kultur ins Dorf kommt. Die Kirche wird für Konzerte und Lesungen genutzt, aber auch für die kleine Musikschule.

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Sabine Schulze und Marko Giese sind im Vorstand des Förderkreises für die Kirche.

Quelle: FOTO: Robert Tiesler

Eichstädt. In der Eichstädter Kirche ist immer was los. Am Mittwochabend zum Beispiel: Robert Bauer hat gerade einen Musikschüler bei sich zu Gast: Unterricht an der Trompete, und die Musik schallt durch das ganze Kirchenschiff.

Sabine Schulze und Marko Giese vom Förderkreis der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt huschen schnell an den beiden vorbei, die Treppe hoch auf die Empore. Auch die ist zu einem Raum umfunktioniert worden, in dem auch Musikunterricht stattfindet.

Leben in der Eichstädter Kirche

Es herrscht Leben in der Eichstädter Kirche – dafür sorgt der Förderkreis nun seit zehn Jahren. Das Jubiläum soll am Sonntag beim Sommerfest gefeiert werden.

Es war 2005, als die Kirche übernommen worden ist. Das Gebäude gehört weiterhin der Kirchengemeinde, genutzt aber wird sie vorrangig vom Förderkreis. Es gibt einen entsprechenden Nutzungsvertrag. Damals kamen die Bänke raus, eine Küche gab es noch nicht, und für die Veranstaltungen und den Unterricht wurden neue Toiletten eingebaut. Auch ist das komplette Gebälk vom Holzwurm befreit worden. „Damals wurde die Kirche relativ wenig genutzt“, erzählt Sabine Schulze vom Förderkreis. Durch die Zusammenlegung der Kirchengemeinden, und weil Vehlefanz als größte Kirche nun auch von den Eichstädtern mitgenutzt werden kann, war die neue Nutzung der Eichstädter Kirche damals möglich geworden.

Musikschule mit eigenem Kinder- und Jugendorchester

Die damalige Kantorin Gisela Semper hatte die Idee, das Haus für kirchenmusikalische Veranstaltungen, für Vorträge und für Kinderfeste zu nutzen. „Vor zehn Jahren war so eine Idee noch neu“, sagt Sabine Schulze. Die Zusammenarbeit mit der Kirche sei auch heute noch „ganz wunderbar.“

Die Musikschule hat sich ein wenig später in Eichstädt entwickelt, sie gab es nicht von Anfang an. Heute arbeiten dort fünf Musiklehrer mit 30 bis 40 Schülern. „Jeden Tag werden andere Instrumentengruppen bei uns geübt“, sagt Marko Giese. Montags kommen die Block- und Querflöten sowie das Saxofon zum Zuge, dienstags das Schlagzeug, mittwochs die Bläser, donnerstags Geige und Bratsche und freitags Gitarre und Bass. Darüber hinaus gibt es die Cookies, ein Kinder- und Jugendorchester.

Förderkreis mit 82 Mitgliedern

Der Förderkreis der Kultur- und Kinderkirche Eichstädt hat derzeit 82 Mitglieder, davon sind 20 bis 25 aktiv. „Bei Veranstaltungen sorgen sie für Büfetts und Getränke“, erzählt Sabine Schulze. „Das machen sie alle in ihrer Freizeit. Ohne sie wäre das alles gar nicht machbar.“ Sechs bis acht Konzerte finden jährlich in der Kirche statt, dazu zwei bis drei Veranstaltungen in der Reihe „Land und Leute“. Hin und wieder nutzt auch die Bibliothek Oberkrämer das Haus für Veranstaltungen.

„Wir versuchen, ein breites Spektrum abzudecken“, sagt Marko Giese. „Damit für jeden etwas dabei ist.“ Das Eventteam des Förderkreises stellt das Programm zusammen. „Am tollsten ist es natürlich, wenn die Kirche dann auch voll ist“, so Marko Giese weiter. So war die Gruppe „Mädelz“ gleich zweimal in Eichstädt, immer vor vollem Haus.

Vorbereitungen für das Sommerfest

Die Arbeit im Förderkreis in der Eichstädter Kirche mache großen Spaß. „Wir holen Kultur ins Dorf“, sagt Sabine Schulze, die in Bärenklau lebt und im Falkenseer Jobcenter arbeitet. „Das hier ist ein wirklich geniales Projekt“, findet auch Marko Giese. „Wir können das sagen, wir sind ja erst später dazugestoßen.“ Der Veltener ist Techniker für Leitstellen und Funk beid er Polizei in Berlin.

Jetzt aber laufen erst mal die Vorbereitungen für das Sommerfest am Sonntag. Dann wird auf zehn Jahre Vereinsarbeit angestoßen.

Von Robert Tiesler

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