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Lehnitz Zeit zum Reden

Sprechzeit am Freitagnachmittag bei der CDU-Bürgermeisterkandidatin Kerstin Kausche in Lehnitz. Dort ging es um schlechte Straßen und eine fehlende Busanbindung, aber auch darum, wie man dem Trend schließender Geschäfte in der Oranienburger Innenstadt begegnen kann.

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Mit diesen Aufklebern können Geschäftsleute die Kundschaft künftig daran erinnern, doch nicht nur fehlende Angebote zu beklagen, sondern auch vor Ort einzukaufen, damit es nicht noch weniger Geschäfte werden.

Quelle: Heike Bergt

Lehnitz. „Der Uferweg ist verkommen, inklusive des Weißen Strandes“, beklagt Jürgen Geyer. Und wenn die Eheleute per Navi ihr Grundstück an der Uferpromenade ansteuerten, dann bekämen sie den Hinweis: Achtung unbefestigt. Und ob sie da wirklich hinfahren wollten, sehen sie es mit leichtem Sarkasmus. Beide hoffen, dass sich am Straßenzustand etwas ändert und waren deshalb am Freitagnachmittag zur Sprechzeit der CDU-Bürgermeisterkandidatin Kerstin Kausche gekommen. Jeden ersten Freitag im Monat findet diese ab 17 Uhr im Café am Rondell in Lehnitz statt.

Die Geyers sprachen zudem von der Angst, dass man im Alter mit Rollator in Lehnitz keine Chance hat: „Ohne Einkaufsladen und ohne Busanbindung“. Ähnliche Sorgen brachten Heike und Thomas Peter aufs Tapet: „Manchmal würde ich gern bummel gehen, aber vieles in der Innenstadt ist nicht rollstuhlgerecht.“ Gerade der Fischerparkplatz, sagt der Oranienburger, der auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Natürlich könne die Stadt jeden Euro nur einmal ausgeben. Und angesichts des riesigen Kita- und Schulbedarfs werde es wohl auch nicht so schnell mit dem Ausbau von Anliegerstraße etwas werden, so Kausche. „Höchsten zwei bis drei Straßen werden im Jahr grundhaft ausgebaut. Aber reicht nicht gerade bei Anwohnerstraße auch eine einfache Asphaltdecke?“, fragte sie. Oder sollte man nicht auch dem Beispiel von Birkenwerderanern folgen, die ihre Straße gemeinsam selbst ausgebaut hätten?

Statt 50 000 für einen Bürgerhauhalt 2017 auszugeben, regte sie in Sachen ÖPNV an, das Geld besser in eine Testphase für verlängerte Buslinien der OVG zu investieren. „Wir sollten ausprobieren, wohin und zu welchen Zeiten es sich lohnt. Vielleicht trägt es sich und wird doch in den Nahverkehrsplan aufgenommen?“

In dieser Woche hatte Kausche auch das erste Mal ihre „Wunschboxen“ im Wahlkampf geleert, die unter anderem in der Schlossparfümerie und bei Radio-Mundt am Bötzower Platz aufgestellt sind. Die 35 Wünsche der Oranienburger reichten vom Ruf nach mehr Sozialwohnungen über den Bau von Eigentumswohnungen bis hin zu mehr Briefkästen in der Neustadt, der touristischen Erschließung des Lehnitzsees, einer Eisdiele und einem Wochenmarkt am Schloss bis zur Forderung, die Parkraumbewirtschaftung abzuschaffen. „Ein Querschnitt durch alle Oranienburger Probleme.“

Und noch ein Thema möchte sie diskutieren – mit den Geschäftsleuten. Die sich leerenden Geschäfte in der Innenstadt, auf dem Boulevard wie in der Stralsunder Straße. „Die Kunden bleiben weg, weil sie nicht parken können oder dafür bezahlen müssen.“ Was tun gegen den Leerstand, wie die Innenstadt lebendig halten? Darüber will sie mit den Händlern ins Gespräch kommen und hat für Montag, 27. März, ab 18.30 Uhr ins „Blüten-Atelier“ in der Lehnitzstraße 16 eingeladen.

Zugleich will sie aber auch den Bürgern ein wenig auf die Zehen treten und unterstützt die Aktion der Frauen-Union, mehr Bewusstsein bei den Kunden zu schaffen, dass auch sie mit ihrem Einkauf vor Ort das „Geschäftssterben“ verhindern können.

Von Heike Bergt

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