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Oberhavel Ziegeleipark auf Millionenkurs
Lokales Oberhavel Ziegeleipark auf Millionenkurs
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18:12 07.09.2016
Ludger Weskamp überreicht dem Jubiläumsgast Tommy van Loyen (r.) die Regio-Kiste. Quelle: Cindy Lüderitz
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Mildenberg

Zur Million fehlt nicht mehr viel: mit Tommy van Loyen durchschritt am Mittwoch der 750000. Besucher das Portal zum Ziegeleipark in Mildenberg. Auf ihn und seine Familie wartete um kurz nach 11 Uhr schon ein Empfangskomitee mit Landrat, Amtsdirektor, Bürgermeister, Winto-Geschäftsführer und anderen Gästen aus Wirtschaft und Tourismus.

„Wir genießen die letzte Ferienwoche und erkunden die Region“, sagte der überraschte Familienvater aus Heiningen in Baden-Württemberg. Den Tipp zum Museumsbesuch bekamen die Eltern am Tag zuvor in der Touristinformation in Neuglobsow. Ihren Urlaub verbringen sie in einer Ferienwohnung in Himmelpfort. Neben der Regio-Kiste und kleinen Aufmerksamkeiten für die Kinder bekamen die Jubiläumsgäste auch das Familienticket für diesen Tag spendiert. „Für einen Schwaben ist das bestimmt in Ordnung“, scherzte Egmont Hamelow. Der Vize-Landrat bezeichnete den gestrigen Empfang zugleich als Aufgalopp für das Jubiläumsjahr 2017. Dann feiert das Museum in Mildenberg 20-jähriges Bestehen. Hinter dieser Zahl steckt für viele Beteiligte ein ungeheurer Kraftakt. Wer das Gelände der ehemaligen Ziegelei Anfang der 1990er Jahre betrat, hätte sich das, was heute ist, nicht ausmalen können. „Ich dachte, ich wäre in Klein-Russland. Die begrünte Tonhalde war damals ein Schotterberg und vieles andere lag brach. Kaum noch vorstellbar, unter welchen Bedingungen hier gearbeitet worden ist“, sagte Ziegeleiparkchef Roy Lepschies über seine ersten Tage auf der „Baustelle“. Er war vier Wochen nach seinem damaligen Chef Frank Stege gekommen.

Der heutige Amtsdirektor von Gransee war der erste Leiter und laut Lepschies wäre das Projekt ohne dessen Enthusiasmus nicht in die Gänge gekommen. Großen Anteil an der Entwicklung des Parks habe auch der Förderverein, der sich damals zum Ziel setzte, die Ziegeleigeschichte der Region nicht dem Verfall preis zu geben. Ohne die finanzielle Unterstützung des Landkreises, der Mildenberg frühzeitig zum touristischen Ankerpunkt im Nordkreis erklärte, hätte das Museum vermutlich nicht überlebt. Landrat Ludger Weskamp erneuerte in diesem Zusammenhang das „klare Bekenntnis“ zum Ziegeleipark und betonte, dass dies Konsens im Kreistag sei. Von einst mehr als 50 Ziegeleien im Revier Zehdenick sei Mildenberg das einzige noch in dieser Form und Größe erhaltene Zeugnis einer für die Region so wichtigen Epoche.

Fast 20 Jahre hat es gebraucht, das Museum mit dem 42 Hektar großen früheren Industriegelände räumlich und inhaltlich so zu entwickeln, wie es Gäste heute vorfinden. „Umso älter der Ziegeleipark wird, umso wertvoller wird er“, betonte Hamelow. Das bestätigten auch die Besucherzahlen, die sich nach einem Tief deutlich erhöht hätten. Der Rekord von 2015 ist noch frisch. Und auch ohne den Chaos-Computer-Club, der dem Museums mit seinem Sommercamp im vergangenen Jahr allein 5000 Gäste bescherte, werde die Einrichtung die Saison 2016 mit mehr als 50 000 Besuchern abschließen können. „Wir hatten sicher auch Glück mit dem Museumswetter in diesem Sommer“, so der CDU-Politiker. Zur künftigen Ausrichtung des Museums sagte Hamelow, dass der Kreis weitere Patenschaften schließen wolle, wie es sie beispielsweise mit den Betreibern der Marina, dem Freecamper-Verleih oder dem Pächter des Alten Hafens gäbe. „Mit diesen Kooperationen und den Investitionen, die die Touristiker angehen wollen, erhöhen wir die Identität des Parks.“

Am Programm für das Jubiläumsjahr wird laut Roy Lepschies noch gearbeitet. Voraussichtlich im Sommer werde es eine große Feier mit Besuchern geben und zum Saisonauftakt im Frühjahr soll der Marketingtag des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland im Ziegeleipark spielen – dann mit abendlicher Gala.

Von Cindy Lüderitz

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