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Oberhavel Ziel: Leegebruch winterfest machen
Lokales Oberhavel Ziel: Leegebruch winterfest machen
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19:03 05.10.2017
Grabenschau mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Feiler. Quelle: Foto:: Privat
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Leegebruch

Die Folgen des Starkregens im Sommer halten Leegebruch weiterhin in Atem. Jeder länger andauernde Regen sorgt dafür, dass das Schichtenwasser wieder ansteigt, und somit auch die Birkenallee weiter für den Verkehr gesperrt bleibt. „Wir verlangen den Bürgern viel ab, aber wir wollen die Infrastruktur schützen“, erklärte Bauamtsleiter Norman Kabuß.

Auf der letzten Sitzung der Gemeindevertreter erstattete der amtierende Bürgermeister Martin Rother Bericht. So sei der Großteil der Verwaltung damit beschäftigt, sich mit Schäden durch den Starkregen zu befassen, sie aufzunehmen, einzuschätzen und sich mit Versicherungen auseinanderzusetzen. „Unser Ziel ist es, den Ort winterfest zu machen, auch wenn das Aufgabenfeld von Woche zu Woche größer wird“, sagte Rother. Dabei sei das größte Problem, Firmen mit entsprechende Kapazitäten zu finden, um die dafür nötigen Arbeiten auszuführen. Viele Firmen würden dabei gar nicht zu hohe Angebote abgeben, sondern gar nicht erst antworten, so Rothers Erfahrung.

An mindestens zehn Stellen im Ort seien Pflasterarbeiten nötig, die vom Bauhof nicht zu leisten seien. Beispielsweise am Backofenberg, wo ganze Straßenplatten gebrochen sind. Aber auch am Bereich Karl-Marx-Straße/ Am Anger, wo ein Rohr eingezogen wurde, müsse eine Fachfirma ran, weil die eigentlich vorgesehenen Metallplatten einen zu großen Absatz zur übrigen Straße bilden. Auch die Ausfälle der Straßenbeleuchtung seien auf die Starkregenereignisse zurückzuführen, da in die Kabel durch undichte Muffen Feuchtigkeit eingedrungen sei. In den Häusern am Robert-Koch-Platz werden zudem noch mal alle Kriechkeller begutachtet, um nötige Maßnahmen zu bestimmen.

Rother stellte jedoch klar, dass nicht die Bebauung von Fritzens Hut Schuld an der Überschwemmung gewesen sei. „Das ist großer Quatsch. Bis zum 29. Juni waren alle stolz, wie gut sich der Ort entwickelt hat. Fritzens Hut ist ein Filetstück, die Bürger wollten, dass es entwickelt wird.“ Doch dann schränkte Rother ein, dass eine Lehre des Jahrhundertregens sei, dass die „innere Verdichtung in Leegebruch ein Ende haben muss“. Doch sei dies nur eine, aber nicht „die“ Ursache.

Kabuß informierte über Maßnahmen, die mit dem Ingenieurbüro Pein, das für den Generalentwässerungsplan zuständig ist, besprochen wurden. So soll der Hauptgraben entkrautet, Durchlässe gereinigt und Überbauungen beseitigt werden. Weiter benötige man Pumpen zu schnelleren Entwässerung und Maßnahmen, die vor allem den Bereich um Leegebruch betreffen, für die der Ort aber nicht mehr zuständig ist. Mit dem Verband „Schnelle Havel“ wurde über Entkrautung gesprochen und mit der Hohen Neuendorf wegen der Durchlässe.

Von Ulrike Gawande

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