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Oberhavel Ziel: S1 im Zehn-Minuten-Takt
Lokales Oberhavel Ziel: S1 im Zehn-Minuten-Takt
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00:44 02.03.2018
Nicole Walter-Mundt und Initiator Mario Schulz sammeln Unterschriften am Oranienburger Bahnhof. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

„Der Takt sollte doch so dicht wie möglich sein. Ich fahre gar nicht so oft S-Bahn, aber es war extrem voll in den Zügen aus Berlin-Mitte hier raus nach Oranienburg“, sagt Dr. Arnold Hückstädt, der bei Waren zu Hause ist. Den Takt zu verdichten halte er für sinnvoll – und setzt deshalb am späten Dienstagnachmittag seine Unterschrift auf die Liste von Nicole Walter-Mundt und Mario Schulz.

Auch Sabine Jansen unterschreibt: „Wenn man den Zug verpasst und es kommt nach zehn Minuten der nächste, ärgert man sich nur halb so doll. Ich finde die Initiative sehr gut“, sag die Reisende aus Schwielowsee.

Situation vor allem für Pendler nicht mehr zumutbar

„Es muss was passieren. Wir dürfen das nicht weiter widerspruchslos hinnehmen“, ist Oranienburgs CDU-Vorsitzende Nicole Walter-Mundt überzeugt. Für die Pendler aus Oberhavel sei es einfach nicht mehr zumutbar, dass die Bahnen der Linie S1 nur im 20-Minuten-Takt von und nach Berlin rollen. „Das Thema wird im Land einfach nicht ernst genug genommen“, beklagt sie. Die Bahnen müssten im Zehn-Minuten-Takt von und nach Oranienburg fahren. Etwas anderes sei einfach nicht mehr zeitgemäß.

Und deshalb unterstützt sie die Petition des Hohen Neuendorfers Mario Schulz, der seit Mitte Dezember Unterschriften sammelt. Der 42-Jährige fahre zwar selbst „eher weniger“ mit der S-Bahn, räumt er ein, „aber meine Frau ist täglich darauf angewiesen“. Und mit der Aufstellung des neuen Landesnahverkehrsplanes und der damit verbundenen Bürgerbeteiligung, fand er die Petition eine Idee, Aufmerksamkeit zu erzielen. „Jede Stimme bringt Gewicht“, begründet er seine Entscheidung, die Petition zu starten, die gestern Nachmittag 2089 Unterschriften trug. Nicole Walter-Mundt und Mario Schulz hatten sich am Dienstagnachmittag ab 16.30 Uhr für eine Stunde vorm Oranienburger Bahnhof postiert und sammelten Unterschriften.

Infrastruktur hat Nachholbedarf

Oberhavel sei gerade in den letzten zehn Jahren enorm gewachsen, es gab enormen Zuzug in den Kommunen und daraus resultiere auch Nachholbedarf in Sachen Infrastruktur. „Wir wachsen und die S-Bahn muss mitwachsen. Hier in Oranienburg gibt es absolut die größten Pendlerströme. Wir müssen einfach über das Thema reden“, so Schulz. Im Einzugsgebiet von S1 und S8 leben rund 100 000 Menschen. Gerade am Morgen und in der Rushhour am Nachmittag sind die S-Bahn-Züge extrem voll.

„Und nur, wer einen engeren Takt anbietet, kann überzeugen, vom Auto auf den Nahverkehr umzusteigen“, argumentiert Nicole Walter-Mundt.

Es gebe die Möglichkeiten, die S 8 von Birkenwerder nach Oranienburg zu verlängern und derweil dann das zweite Gleis zwischen Frohnau und Hohen Neuendorf zu bauen. „Wir könnten natürlich auch mit einem Kompromiss leben, wenn die S-Bahn-Züge zumindest in den Stoßzeiten morgens und nachmittags im Zehn-Minuten-Takt fahren. Man muss nur einfach mal einen Anfang machen“, so Schulz.

Petition läuft noch bis 9. Juni 2018

Es bleibt noch Zeit bis zum 9. Juni 2018. Bis dahin kann jeder mit seiner Unterschrift der Forderung nach einer Takt-Verdichtung der S-Bahn von und nach Oranienburg Nachdruck verleihen. Online oder auf Listen. Diese liegen in Oranienburg bei Radio-Mundt und im Friseurgeschäft Öhmke in der Koblenzer Straße aus.

Weitere Unterschriften-Sammelaktionen kündigten Walter-Mundt und Schulz in den kommenden Wochen an den S-Bahnhöfen Lehnitz und Hohen Neuendorf an. Und ab 1. März wollen die Akteure mit Plakaten auf die Petition aufmerksam machen. „Die Unterschriften werden wir dann beim Brandenburger Landtag einreichen und uns auch beim Berliner Senat Gehör verschaffen. Auch aus Berlin zählt jede Stimme“, so Mario Schulz.

Online-Petition hier zu finden:

Zu finden ist die Online-Petition unter diesem Link: www.openpetition.de/petition/online/s1-im-10-minutentakt-ab-oranienburg

Von Heike Bergt

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