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Zu Fuß und hoch zu Ross

725 Jahre Rönnebeck mit Festumzug durchs Dorf Zu Fuß und hoch zu Ross

Dieses Jubiläum ist wie ein größer Familiengeburtstag: 160 Rönnebecker feierten am Sonnabend das 725-jähriges Bestehen des Dorfes, das heute zur Gemeinde Sonnenberg gehört. Fast jeder Bewohner beteiligte sich am Festumzug, der einer der Höhepunkte war.

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Jung und Alt, Groß und Klein beteiligten sich am Festumzug durch Rönnebeck.
 

Quelle: Jürgen Rammelt

Rönnebeck.  Die Rönnebecker lieben ihren Ort. Das spürten die Besucher, die am Sonnabend zum Dorffest in das zur Gemeinde Sonnenberg gehörende Dorf gekommen waren. In diesem Jahr gab es sogar einen besonderen Anlass, um zünftig zu feiern: Die 160 Einwohner können auf das 725-jährige Bestehen ihres Ortes stolz sein.

Erstmals wurde Rönnebeck 1290 als „Rennebeke“ urkundlich erwähnt. Es waren meist arme Landarbeiter, die hier ansiedelten und nach und nach ihre Höfe errichteten. Es gab gute und schlechte Jahre, ergiebige Ernten und Dürreperioden, Friedenszeiten und Räubereien, wie 1422, als das Dorf von mecklenburgischen Raubrittern überfallen wurde. Rönnebeck gehörte bis 1541 zum Kloster Lindow, danach bis 1764 zum Amt Lindow und bis 1872 zum Amt Alt Ruppin.

Rönnebeck in Oberhavel hat sich am Sonnabend selbst übertroffen. Mit historischen Kostümen und zahlreichen Schaubildern vor den eigenen Grundstücken feierten die 160 Einwohner das 725-jährige Bestehen ihres Dorfes - und das richtig groß! Wir haben einige Eindrücke mitgebracht.

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An die Besiedelung und Geschichte des Ortes erinnert vor allem die aus dem 13. Jahrhundert stammende Feldsteinkirche, die im 17. Jahrhundert umgebaut und teilweise erweitert wurde.

Mit einem Gottesdienst begann am Sonnabend auch das Dorffest. Dazu ging es allerdings nicht in die Kirche, in der am Sonnabend eine Ausstellung mit Bildern des Malers Paul Haack zu sehen war.

Ein Höhepunkt war zweifelsohne der Festumzug, an dem sich fast das ganze Dorf beteiligte. Hoch zu Ross und zu Fuß, als Grafen, Tagelöhner, Bauern, Mönche, Handwerker und Flüchtlinge gekleidet, erinnerten die Rönnebecker an die unterschiedlichen Geschichtsepochen, die den Ort prägten. Aber auch alte Feuerwehr- und Landtechnik sowie historische Erntemaschinen und Traktoren konnten bestaunt werden.

Fast vor jedem Grundstück erinnerten Schaubilder an die Geschichte des Ortes, als es im Dorf noch einen Fleischer, Zimmermann, einen Schmied und einen Friseur gab. Aber auch bäuerliches Leben, ein Kolonialwarenladen und die alte Post konnten bestaunt werden.

Mit zünftigen Melodien unterhielt am Nachmittag das Feuerwehrblasorchester aus Gransee die rund 300 Gäste. Es gab Spiele für die jüngsten Festbesucher, Kinderschminken, Ponyreiten, Fahrten mit Traktoren durch den Ort und eine Hüpfburg. Aufmerksamkeit fand auch das Schafscheren, und wer sich für Feuerwehrtechnik interessierte, dem zeigten die Kameraden der einheimischen Wehr, welche Möglichkeiten es heute gibt, um Brände zu löschen oder Menschen aus Notsituationen zu bergen. Wer wollte, konnte sogar aus 29 Meter Höhe einen Blick auf das Festgelände wagen.

Ein absoluter Knüller war am späten Nachmittag das Programm der Rönnebecker Spaßmannschaft, bevor die Bewohner des Dorfes trotz eines Regenschauers den Festtag am Abend mit Musik und Tanz ausklingen ließen.

Von Jürgen Rammelt

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