Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Zühlsdorfer Klärgruben sind bald Geschichte
Lokales Oberhavel Zühlsdorfer Klärgruben sind bald Geschichte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:55 09.08.2014
Die neuen Kanalabdeckungen werden gesäubert. Quelle: Robert Roeske
Anzeige
Zehlendorf/Zühlsdorf

Am Freitag zog der letzte Bagger aus Zühlsdorf ab. Im Ortskern liegt nun eine zentrale Abwasserleitung. In der nächsten Woche laufen nur noch Restarbeiten. „Anschließen können wir die Haushalte aber noch nicht“, sagt Matthias Kunde, Verbandsvorsteher des Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverbandes. Das Abwasser soll ins Klärwerk nach Liebenwalde gepumpt werden. Doch zu großen Teilen muss die Druckleitung neben der Strecke der Heidekrautbahn verlaufen. Alle Genehmigungen vom Betreiber, der Niederbarnimer Eisenbahn, zu bekommen, ist eine nervenaufreibende Angelegenheit.

Die Druckleitung bis Liebenwalde ist fast 14 Kilometer lang. Bis zur Abwasserdruckleitung nach Zehlendorf sind es 6,9 Kilometer. Für eine Abwasserleitung ist das eine ganz schöne Entfernung. „Aber eine spezielle Lösung für Zühlsdorf hätte viel Geld gekostet“, meint Kunde. Bestimmt genauso viel wie eine Druckleitung. Auch die Überleitung des Abwassers nach Berlin wäre nicht günstiger geworden.

Der Verbandsvorsteher ist sicher, dass der Ortskern von Zühlsdorf im September oder Oktober ans Netz geht. Dann können rund 90 Zühlsdorfer Haushalte künftig auf Abwassergruben verzichten. Dem Ortskern von Zühlsdorf folgt im zweiten Bauabschnitt die Erschließung der Steinpfuhlsiedlung, wo etwa 1000 Einwohner leben. „Dort bauen wir etwa 400 Hausanschlüsse“, sagt Kunde. Verlegt werden rund fünf Kilometer Leitungsnetz. Gebaut wird in drei Losen. „Die Leitungen bekommen wir bis zum Jahresende fertig“, so der Verbandsvorsteher. Es gibt kaum befestigte Wege. Die Hausanschlüsse dauern länger. „Aber im Frühjahr werden wir in der Steinpfuhlsiedlung fertig.“ Falls nicht ein besonders harter Winter ins Haus steht.

An der Dorfstraße/Ecke Basdorfer Straße in Zühlsdorf laufen die letzten Arbeiten zur Abwassererschließung, dann ist der Ortskern fertig. Quelle: Robert Roeske

Im nächsten Jahr geht es in dem Gebiet nördlich der Basdorfer Straße weiter. Bis Mitte 2015 sollen etwa 120 Hausanschlüsse entstehen. Dann gibt es in Zühlsdorf etwa 600 Haushalte, deren Schmutzwasser zentral, statt bisher mobil, entsorgt wird.

Im Jahr 2016 geht es in Zühlsdorf erst mal nicht weiter. „Da ziehen wir Wensickendorf vor“, erklärt der NWA-Vorsteher. Im ersten Bauabschnitt wird der Ortskern von der Kirche in der Hauptstraße bis zur Feuerwehr in der Summter Chaussee erschlossen. Der Zweckverband baut 103 Hausanschlüsse.

Im Jahr 2017 ziehen die Bauarbeiter dann wieder nach Zühlsdorf. Die Siedlung Fuchswinkel wird erschlossen.

2018 kommen in Zühlsdorf die Siedlungen Seefeld und Lubowsee ans zentrale Abwassernetz. In Wensickendorf wird der zweite Bauabschnitt in Angriff genommen. Das ist der restliche Bereich der Hauptstraße in Richtung Bahnhof.

Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband

Zuständig ist der Niederbarnimer Wasser- und Abwasserzweckverband (NWA) in Oberhavel für die Oranienburger Ortsteile Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf sowie für Zühlsdorf (Mühlenbecker Land).
Bei Schmutzwasser möchte der NWA den Anschlussgrad an das zentrale Netz von jetzt 70 Prozent bis zum Jahr 2018 auf 80 Prozent erhöhen.

Die Mengengebühr für Schmutzwasser beträgt 3,40 Euro pro Kubikmeter. Jährlich werden bis zu 780.000 m3 in Klärwerke eingeleitet, mehr als die Hälfte davon in Liebenwalde.
Die mobile Entsorgung von Fäkalien kostet im Bereich des NWA seit 2014 und bis Ende 2015 pro Kubik meter 6,10 Euro. Zuvor waren es 5,60 Euro/m3.

Bis 2018 ist das Konzept des NWA zur Schmutzwasserbeseitigung fortgeschrieben. „Und jedes Jahr investieren wir etwa zwei Millionen Euro“, sagt Matthias Kunde. „Dann haben wir etwa 80Prozent Anschlussgrad im Verbandsgebiet erreicht.“ Für 2019, wenn die Konzept fortgeschrieben wird, hat der Verband die Erschließung von Zühlslake geplant.

Das Liebenwalder Klärwerk wird die zusätzlichen Abwassermengen locker verkraften. Denn bisher haben die Zühlsdorfer und Wensickendorfer die Fäkalien aus ihren Klärgruben dort mobil entsorgt. Die Menge gleicht sich also fast aus. Durch die zentrale Entsorgung sinkt sogar der Aufwand für die Aufbereitung des Abwassers.

Wer künftig das Schmutzwasser aus seiner Grube nicht mehr abfahren lassen muss, kann Geld sparen. Denn nichts ist teurer als die mobile Entsorgung der Fäkalien. „Und die wird sicher auch noch teurer werden“, kann sich der Verbandsvorsteher vorstellen. „Die Gebühren werden deutlich steigen.“ Jetzt sind es 6,10 Euro pro Kubikmeter. Es gibt dann zwar weniger Gruben, die müssen aber mit dem gleichen Aufwand entleert werden. „Andere Verbände liegen jetzt schon bei acht bis zehn Euro pro Kubikmeter“, sagt Kunde. Bei der nächsten Ausschreibung für die Abfuhrbetriebe greift dann auch der Mindestlohn.

Von Andrea Kathert

Oberhavel Aggressiver Hund greift Terrier an - Hundeattacke in Hennigsdorf

Anfang der Woche kam es in Hennigsdorf (Oberhavel) zu einem Hundeangriff, bei dem ein Jack-Russell-Terrier mehrere tiefe Bisswunden davontrug. Den Besitzer des aggressiven Angreifers schien der Vorfall nicht zu beeindrucken. Er griff erst verzögert ein, lehnte die Übernahme der Tierarztkosten ab und ergriff die Flucht, als ihm mit der Polizei gedroht wurde.

09.08.2014
Oberhavel Alle Havelstädter können sich an den Vorbereitungen des Stadtjubiläums beteiligen - Der Countdown läuft in Zehdenick

Die heiße Planungsphase der Aktionen zum Stadtjubiläum der Havelstadt ist in vollem Gange. Die Organisatoren suchen Männer, Frauen und Kinder, die bei der Organisation des Festwochenendes vom 23. bis zum 26. Juni 2016, das ganz nach dem Motto „800 Jahre Zehdenick“ gestaltet wird, mitmachen wollen.

09.08.2014
Oberhavel Lutz Pape ist Drehorgel-Vokalist - Der Falkenthaler und sein Leierkasten

Lutz Pape arbeitet als Maurermeister für eine Stukkateurfirma, ist stellvertretender Ortsvorsteher von Falkenthal und Mitglied im Rat der Gemeinde Löwenberger Land. Und dann wäre da noch sein Heiligtum, der Leierkasten. Er spielt auf Hochzeiten und Geburtstage und ist in der Leierkasten-Szene längst ein Star.

08.08.2014
Anzeige