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Oberhavel Zugfahrt mit Tempo 160 in Richtung Küste
Lokales Oberhavel Zugfahrt mit Tempo 160 in Richtung Küste
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12:59 01.02.2014
Brücke am Fichtengrund in Oranienburg. Ab 2018 sollen die Züge schneller von Berlin über Oranienburg nach Rostock rollen. Quelle: Robert Roeske
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Sachsenhausen

"Wir bauen hier keine komplett neue Strecke, sondern wollen die Geschwindigkeit auf 160 km/h erhöhen und die Radsatzlast auf 25 Tonnen erweitern", sagte Bahn-Projektleiter Frank von Oppenkowski bei einer Inforunde am Donnerstagabend in der Jean-Clermont-Schule in Sachsenhausen.

Jedoch hat es die "Ertüchtigung der Strecke", so das Bahn-Vokabular, in sich. Um die Fahrzeit zwischen Spree und Ostsee in Zukunft zu verkürzen, müssen die Trassen für die höhere Geschwindigkeit fit gemacht werden. Zudem werden die Oberleitungen erneuert und die Bahnsteige am Bahnhof Sachsenhausen barrierefrei gestaltet. Die Fußgängerunterführung am Bahnübergang Fichtengrund wird abgerissen und die Brücke erneuert. Dies führt zwangsweise zu einer Streckensperrung am Oranienburger Weg. Sechs bis acht Monate sind dafür eingeplant. Auch eine Streckensperrung zwischen Oranienburg und Nassenheide wird es dadurch geben. "Hier müssen wir zwei Wochen lang die Schienen sperren, um die Bauarbeiten schneller voranzubringen", erklärte von Oppenkowski. Ziel der Streckenertüchtigung ist es, die Strecke Berlin-Rostock in Zukunft häufiger zu befahren. Derzeit rollt ein ICE von Rostock nach Berlin und einer von Berlin in Richtung Rostock pro Tag. Geht es nach der Bahn, wird diese Zahl bis 2025 auf acht pro Tag erhöht. Durch die Erhöhung auf 160 km/h würde es ein ICE dann in knapp zwei Stunden an die Küste schaffen.

Während die Projektleiter der Bahn Rede und Antwort zu den Bauarbeiten standen, gab es zu den wichtigsten Informationen für die Sachsenhausener Anwohner keine konkreten Aussagen, wie hoch die Lärmbelästigung durch die schnelleren Züge künftig sei. Ebenso schuldig blieben die Planer die Antwort auf die Erschütterung durch die Züge. "Über den Anspruch auf Schallschutz kann noch keine Aussagen getroffen werden, da der Abschluss der schalltechnischen Untersuchung noch aussteht", sagte Karl-Heinz Steuber, der verantwortliche Projektingenieur für den Abschnitt.

Nun geht es für die Planung in die heiße Phase. Im Planfeststellungsverfahren können auch die Anwohner ihre Sorgen und Bedenken äußern. Diese werden in Einzelfällen von der Bahn geprüft. Erst wenn das Eisenbahnbundesamt das Verfahren abschließt, können die Bauarbeiten im Detail geplant werden. Baubeginn auf der Strecke soll im August 2016 sein, die Fertigstellung im Mai 2018 erfolgen. Die Hauptarbeiten auf der Baustelle sollen im Jahr 2017 stattfinden.

Die Kosten auf dem rund vier Kilometer langen Abschnitt betragen 20 Millionen Euro, die die Bahn alleine aufwenden muss. Von Bund oder Kommune gibt es keine Unterstützung.

Von Marcel Jarjour

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