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Oberhavel Zukunft von Pro Velten bleibt ungewiss
Lokales Oberhavel Zukunft von Pro Velten bleibt ungewiss
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00:20 10.11.2017
Marcel Siegert war am 15. Oktober in der Bürgermeisterstichwahl bereits zum zweiten Mal an Amtsinhaberin Ines Hübner (SPD) gescheitert. Quelle: Foto: Gawande
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Velten

„Beim besten Spiel zählt das Ergebnis.“ Mit diesem Satz fasste Marcel Siegert, Vereinsvorsitzender von Pro Velten seine, wenn auch knappe Wahlniederlage bei der Bürgermeisterwahl in Velten vor drei Wochen zusammen. Man habe das gesteckte Ziel nicht erreicht.

Am Montagabend fand eine öffentliche Sitzung des Vereins im Bürgerstübchen auf dem Marktplatz statt, um über die Zukunft von Pro Velten zu beraten. Per sozialer Netzwerke hatte man bereits im Vorfeld um neue Mitstreiter geworben. Bereits am Sonntag hatten sich die sieben Fraktionsmitglieder getroffen, um intern über die Fortsetzung der politischen Arbeit zu beraten. Das Ergebnis sei offen, da noch einiges zu recherchieren sei, erklärte Siegert den rund 60 Interessierten des Treffens. Er machte jedoch deutlich, dass es definitiv Veränderungen in der Fraktion geben werde. Auch seine eigene politische Zukunft ließ Siegert weiter offen. „Ich habe das Ergebnis noch nicht verdaut, bin damit noch nicht ganz fertig.“ Drei Kandidaten stünden noch auf der Liste von der Kommunalwahl 2014, die bei Bedarf ins Stadtparlament nachrücken könnten, erklärte der Vereinsvorsitzende.

„Die letzten Monate und Jahre sind nicht spurlos an mir vorbei gegangen, man hat viel geopfert, Engagement und Geld.“ Viel Geld sei für den Wahlkampf investiert worden, so dass das Bürgerstübchen bereits zum 30. November geschlossen werden muss. Wäre er Bürgermeister geworden, so Siegert, hätte er eine Möglichkeit der Weiterfinanzierung gefunden. Doch abgesehen von der Zeit vor der Wahl, sei die Menge der Nutzer der Räumlichkeiten bei Bürgerfrühstücken und ähnlichen Veranstaltungen sowieso eher gering gewesen, bedauert der Veltener. „Heute ist der Moment, wo am meisten Besucher da sind.“

Diese versuchten dann auch den Vereinsmitgliedern Mut zu machen, ihre Arbeit fortzusetzen. „Die Arbeit, die sie geleistet haben ist phantastisch, die Senioren lieben das Maifest“, erklärte beispielsweise Barbara Schweihofer-Ellis, die sich wünscht, dass der Verein zusammenhält und weiterarbeitet.

Auch Monika Tolk, die angab, sie spreche im Namen der evangelischen Kirchengemeinde, war bitter enttäuscht vom Wahlergebnis. „Wir wollen der Bürgermeisterin nicht auch noch den Sieg gönnen, dass Pro Velten aufgibt.“ Sie erklärte, dass man sich in Velten nicht traue, öffentlich Kritik an der „Allmachtstellung der Bürgermeisterin“ zu üben, sondern nur hinter vorgehaltener Hand spreche, weil man befürchte, Gelder gestrichen zu bekommen. Markus Schütte, Pfarrer der Kirchengemeinde, distanzierte sich jedoch am Dienstagmorgen auf Nachfrage der MAZ deutlich von Tolks Äußerungen: „Niemand wurde beauftragt, sich im Namen der Kirche öffentlich zu äußern. Es gibt von der evangelischen Kirche keine offizielle Meinungsbildung oder Stellungnahme.“

Klar wurde am Abend jedoch, dass der Verein nur weiterbestehen wird, wenn die Arbeitslast auf mehr Schultern verteilt werden wird. 60 Mitglieder hat Pro Velten, doch nur 20 gehören zum aktiven Kern. Sieben bilden die Fraktion im Stadtparlament. Doch konkret wurde nicht benannt, auch nicht auf Nachfrage von Engagierten, wo man sich einbringen könnte. Susanne Mihatsch, die klar stellte, das sie weiterhin als Stadtverordnete für die Belange der Veltener eintreten werde, wünschte sich ein größeres „Wir-Gefühl“. Besonders für Ausschusssitzungen. „Unterstützen sie uns durch Anwesenheit“, forderte auch Siegert. Es könne nicht sein, dass ein kleiner Teil sich den „Arsch aufreiße“ und der größere Teil nur hinter vorgehaltener Hand den Verein unterstütze.

„Wir dürfen denen Velten nicht überlassen“, forderte Susanne Mihatsch. Mit denen meinte sie die Stadtverordneten der SPD, Linken; FWO und CDU, die gemeinsam Ines Hübner als Bürgermeisterkandidatin unterstützt hatten. „Wir kämpfen gegen ein System“, so Siegert. Seine Mutter Helga betitelte die SPD gar als „sozialdemokratische Einheitspartei Deutschlands“. Am 22. November will man sich erneut treffen, um über konkrete Hilfewünsche des Vereins zu beraten.

Von Ulrike Gawande

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