Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Zweckverband: Helmut Jilg nimmt Abschied

Kremmen Zweckverband: Helmut Jilg nimmt Abschied

Zehn Jahre lang war Helmut Jilg (74) Geschäftsführer des Zweckverbandes Kremmen. Dabei war er aber schon von Anfang an, seit 1992. Am Dienstagmorgen nahm er Abschied von seinen Kollegen und den Bürgermeistern von Kremmen und Oberkrämer. Im Januar tritt der Nachfolger seinen Dienst an.

Voriger Artikel
Bommert attackiert Gossmann-Reetz
Nächster Artikel
DHL-Fahrer und Lkw-Fahrer prügeln sich

Zum Abschied gab es Helmut Jilg einen neuen Sessel.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. Zum Abschied konnte Helmut Jilg, der Geschäftsführer des Kremmener Zweckverbandes, am Dienstag noch eine gute Nachricht verkünden. Die Gebühren für die zentrale Schmutzwasserbeseitigung sinken kräftig – von 4,35 Euro pro Kubikmeter auf 3,94 Euro. Möglich sei dies durch weniger Abschreibungen, Umschuldungen und niedrige Personalkosten. Dass die Gebühren unter die Vier-Euro-Marke fallen, sei ein großer Erfolg, so Jilg weiter.

Es sind seine letzten Tage im Zweckverband. Zum Jahresende gibt der 74-jährige Bärenklauer seinen Job auf und an seinen Nachfolger Stefan Lux ab. Am Dienstagmorgen feierte er mit einem Frühstück seinen Ausstand mit Kollegen, Geschäftspartnern sowie mit den Bürgermeistern Sebastian Busse (CDU) aus Kremmen und Peter Leys (BfO) aus Oberkrämer sowie dessen Stellvertreter Peter Matschke.

Zehn Jahre lang war Helmut Jilg Geschäftsführer des Zweckverbandes, wie er gestern erzählte. Aber schon seit der Gründung 1992 war er mit dabei. „Ich denke, es gab viele Turbulenzen“, sagte er. „Es gab Havarien, die passiert sind.“ Entscheidend sei aber, dass das Team im Zweckverband gut zusammengearbeitet habe. Ein Zweckverband, über den man öffentlich nicht mehr rede, sei ein gutes Zeichen dafür, dass alles funktioniere, sagte Helmut Jilg gestern. So ganz störungsfrei verlief die Arbeit in Kremmen jedoch nicht. Noch bis vor wenigen Monaten gab es Streit um die Preise für die Entsorgung von Schmutzwasser bei Grundstücken, die nicht ans Abwassernetz angeschlossen sind oder wo die Gruben zu klein für den neuen Abfahr-Rhythmus waren. Man könne aber immer mit dem Zweckverband reden, so sagte es Helmut Jilg am Dienstag. „Wir sind durch alle Höhen und Tiefen gegangen, und manchmal hat es auch Tränen gekostet“, gab er zu. Wenn es zum Beispiel um Ordnungsverfügungen ging, sei das hin und wieder hart gewesen. „Dennoch können wir stolz auf uns sein, und das macht mich froh und lässt das Scheiden leichter fallen.“ Er versprach, dass er ab und zu noch in Kremmen vorbeischauen wird. „Ich drücke die Daumen, dass es so weitergeht.“

„Helmut Jilg ist nicht aus der Welt“, sagte dann auch Peter Leys, der Bürgermeister von Oberkrämer. Die Gemeinde ist Mitglied im Zweckverband. „Wir sind zufrieden darüber, dass es so ist wie es ist“, so Leys weiter. Jilg habe dafür gesorgt, dass in einem großen Teil Oberkrämers das Wasser entsorgt werde.

Sebastian Busse lobte die Teamfähigkeit im Zweckverband. Die positiven Zahlen seien gut für die Bürger. Busse wünschte Helmut Jilg eine angemessene ruhige Zeit – und sagte ihm voraus, dass er auch im Ruhestand nur wenig davon haben wird. „Die wird immer ganz schnell vergehen“, so Sebastian Busse mit einem Schmunzeln.

Von Robert Tiesler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg