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Oberhavel Zwei 500-Kilo-Bomben in Oranienburg
Lokales Oberhavel Zwei 500-Kilo-Bomben in Oranienburg
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10:14 12.10.2016
Fundort der Bomben Quelle: Enrico Kugler
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Oranienburg

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) hat am Mittwochmorgen die beiden verdächtigen metalischen Gegenstände auf dem Grundstück „Am alten Hafen 13“ untersucht und kam zu dem Schluss: es handelt sich um zwei 500-Kilogramm-Bomben.

Die Experten stellten bei einem der Sprengkörper konnte bereits ein chemischer Langzeitzünder fest, sodass am Donnerstag eine Entschärfung unumgänglich ist.

Sperrung rund um den Fundort

Ab sofort ist der gefährdete Bereich im Radius von rund 100 Metern um die Fundstelle gesperrt.

Der gesamte Bahnverkehr kommt damit bis voraussichtlich Donnerstagabend zum Erliegen, es gilt Schienenersatzverkehr.

Reisende werden gebeten, sich an den Abfahrtsplänen zum Schienenersatzverkehr zu orientieren und auf den Internetseiten der Bahngesellschaften zu informieren.

Die angrenzende Wasserstraße (Oder-Havel-Kanal) ist ebenfalls für den Schiffsverkehr gesperrt.

Die Lehnitzstraße ist vom 100-Meter-Sperrkreis am Mittwoch nicht betroffen und bleibt heute noch befahrbar. Im unmittelbar gefährdeten Bereich mussten 14 Personen ihre Wohnungen zeitnah verlassen.

Sperrkreis am Donnerstag

Wie die Stadt mitteilt, erfolgen die Neutralisierung beider Bomben aus Sicherheitsgründen, trotz Einsatz von zwei Entschärfertrupps, nacheinander. Das wären die 197. und 198. Bombenneutralisierung nach der Wende.

Der Sperrkreis wird ab 8 Uhr nach außen gesichert. Bei einem regulären Ablauf kann der Sperrkreis gegen 18 Uhr aufgehoben werden. Sirenen weisen wie gewohnt darauf hin.

Der Sperrkreis umfasst einen Radius von rund 1 000 Metern um die Räumstelle, dort sind knapp 4 000 Personen gemeldet.

Folgende Einrichtungen befinden sich im Sperrkreis:

– Kita „Friedrich Fröbel“

– Kita „Falkennest“

– Kita „Kleine Fische“ und Kita „Butzelhausen“

– Kita Lehnitz

– Friedrich-Wolf-Grundschule und der Hort

– sowie der Eltern-Kind-Treff (EKT)

Die Agentur für Arbeit liegt außerhalb des Sperrkreises und kann kontaktiert werden. Zur Verdeutlichung wurde die Grenze des Sperrkreises in diesem Bereich auf die andere Straßenseite der Stralsunder Straße verlegt. Die Parkplätze an der Dr.-Heinrich-Byk-Straße liegen jedoch im Sperrkreis.

Notunterkünfte für Betroffene

Eine Anlaufstelle wird auf dem behindertengerechten Gelände des Oberhavel Bauernmarktes in Schmachtenhagen, Bauernmarkt Chaussee 10, angeboten.

Ein kostenloser Bus-Shuttle wird mit Halt in Lehnitz dorthin fahren (Fahrplan zum Herunterladen siehe unten).

Vor Ort können Speisen und Getränke erworben werden. Zudem befindet sich vor dem Haupteingang des Oberhavel Bauernmarktes eine Haltestelle der Buslinie 805.

Auch das Regine-Hildebrandt-Haus wird wieder geöffnet. Aufgrund der fußläufigen Erreichbarkeit wird jedoch kein separater Busverkehr angeboten.

Beide barrierefreien Einrichtungen sind ab 8 Uhr geöffnet.

Änderungen im Zeitplan möglich

Die Stadt Oranienburg weist darauf hin, dass der genannte Zeitplan vorläufig ist. Durch Verzögerungen bei der Sicherung des Sperrkreises oder einer nötigen Sprengung einer der Bomben könne es zu Änderungen kommen.

Damit alles reibungslos läuft, werden die betroffenen Personen im Sperrkreis gebeten, die Arbeiten des KMBD durch Befolgen der Anweisung, den Sperrkreis in jedem Falle zu verlassen, nicht zu behindern.

Der Hinweis hat einen ernsten Hintergrund: Insgesamt wurden im Kalenderjahr 2016 bereits 49 Verstöße bei Bomben-Neutralisierungen verzeichnet, die geahndet wurden – im Einzelfall mit einem Bußgeld bis zu 700 €. Neben Unmut führt dieses Verhalten zu Verschiebungen von Zeitplänen, die Tausende betreffen.

Bürgertelefon geschaltet

Die Stadt Oranienburg steht am heutigen Mittwoch ab 9 Uhr sowie am Donnerstag, 13.10.2016, den Betroffenen am Bürgerservice-Telefon unter der Nummer 03301-600 900 für Fragen zur Bomben-Entschärfung zur Verfügung.

Von MAZonline/ Stadt Oranienburg

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