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Zwei Mark Trinkgeld

Hennigsdorf Zwei Mark Trinkgeld

Die Hennigsdorfer Friseurin Melanie Drenske bekam kürzlich von einem Kunden ein Zwei-Mark-Stück und eine schwedische Münze als Trinkgeld. Das sei ihr in 25 Berufsjahren noch nicht passiert, sagt die 41-Jährige. Doch sie nimmt es mit Humor, die beiden Münzen haben nun eine ganz besondere Bedeutung für Drenske.

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Melanie Drenske staunte nicht schlecht, als sie zwei Mark und eine Kronen-Münze fand.

Quelle: Foto: MP

Hennigsdorf. Als Melanie Drenske kürzlich das Sparschwein neben ihrer Kasse leerte, konnte die Friseurin es kaum fassen: Einer der Kunden hatte ein Zwei-Mark-Stück und eine Kronen-Münze aus Schweden hineingeworfen. „Sowas habe ich in 25 Berufsjahren noch nicht erlebt. Ich bin schon sehr verwundert“, sagt die 41-Jährige. Sie hat erst Anfang des Jahres ihren eigenen Salon in der Clara-Schabbel-Straße eröffnet, vorher war Drenske lange Jahre in einem Hermsdorfer Salon angestellt. Welcher Kunde sich den üblen Scherz erlaubt hat, kann sie nur vermuten. „Ich habe einen Verdacht, aber den verrate ich nicht.“ Sie ist auch deshalb so verwundert, weil es ja keine Pflicht sei, Trinkgeld zu geben. Der Kunde dürfte nicht aus Geldmangel gehandelt haben.

Rolf Reinicke, der sich bei Melanie Drenske gerade die Haare schneiden lässt, verwundert das D-Mark-Trinkgeld nicht. „In der Kirche werden manchmal Hosenknöpfe oder Spielchips gespendet, das ist leider nichts Außergewöhnliches“, sagt der Hennigsdorfer. Dann steht er auf, geht zum Tresen und bezahlt. Trinkgeld gibt der Kunde auch. In Euro, versteht sich.

Generell sei es so, dass Kunden um die zehn Prozent Trinkgeld geben. Manche geben aber auch nichts. Damit kann Melanie Drenske leben. „Die Hennigsdorfer sind da mitunter preisbewusster als die Berliner“, sagt die Friseurin und lacht. Sie muss es wissen, Melanie Drenske ist in Hennigsdorf aufgewachsen. Die Sache mit dem falschen Trinkgeld sieht sie nun positiv. „Die beiden Münzen sind ab sofort meine Glücksbringer.“

Von Marco Paetzel

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