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Oberhavel Zwei Wochen keine Briefe ...
Lokales Oberhavel Zwei Wochen keine Briefe ...
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18:53 06.10.2017
Cyprian Zydek (37) ist seit 2008 in dem Bergfelder Computergeschäft tätig. Quelle: privat
Bergfelde

Seit knapp zwei Wochen hat Cyprian Zydek keine Post mehr erhalten. Für den Mitarbeiter des IT-Market24 in der Birkenwerderstraße in Bergfelde ist das eine Katastrophe. „Viele Ersatzteile wie Schrauben, Handydisplays, Akkus oder Festplatten werden als Briefpost zugestellt. Meine Kunden werden sauer, wenn sie so lange auf ihre reparierten Geräte warten müssen. Vor allen Dingen glauben sie mir gar nicht, dass die Verzögerungen nicht an mir liegen“, sagt er.

Besonders ärgerlich: In diesem Jahr waren Briefsendungen schon einmal wochenlang nicht zugestellt worden. Als Folge davon hatte sich ein Inkassobüro bei Zydek gemeldet. „Ich streite mich immer noch mit denen herum. Für eine 50-Euro-Rechnung soll ich jetzt 70 Euro Anwaltsgebühren zahlen.“

Wieder leer: der Briefkasten von Cyprian Zydek. Quelle: privat

Bereits im Juni hatte die MAZ das Thema nach Hinweisen aus der Birkenwerderstraße aufgegriffen. Auf Anfrage hatte Postsprecherin Tina Birke mitgeteilt, „dass der Krankenstand am Zustellstützpunkt Birkenwerder derzeit leider hoch ist“. Zu den erkrankten Kollegen zähle auch die Stammzustellerin, in deren Bezirk die Birkenwerderstraße liegt. Ihr Zustellbezirk sei zwischenzeitlich unter ihren Kollegen aufgeteilt worden. Aber: „Unsere Mitarbeiter dürfen die gesetzlich vorgeschriebene Höchstarbeitszeit nicht überschreiten. Deshalb ist es leider hin und wieder zu Abbrüchen gekommen.“ Das bedeutet in der Praxis, dass von erkrankten Kollegen übernommene Touren unterwegs abgebrochen werden und die Post liegen bleibt. Tagelang ist das nach den Schilderungen von Cyprian Zydek und weiteren Anrufern der Fall. Danach würden oft lediglich neue Briefe ausgetragen.

Üblich sei allerdings, dass die Arbeit dort fortgesetzt wird, wo sie abgebrochen wurde, sagt Postsprecher Martin Grundler am Freitag auf Nachfrage. So solle verhindert werden, dass die Zustellung an aufeinanderfolgenden Tagen ausfällt. Einen Ausfall von sogar zwei Wochen am Stück hält er „für sehr ungewöhnlich“. Angesichts der gegenwärtigen Grippewelle hält er ein ähnliches Szenario wie im Sommer für möglich, Konkretes müsse allerdings eine nähere Prüfung zeigen.

Mitarbeiter Torsten Antonius, der im Fahrradgeschäft vergeblich auf die Briefpost wartet. Quelle: privat

„Es ist nun schon das dritte Mal, dass wir über einen längeren Zeitraum keine Briefpost erhalten“, schimpft Torsten Antonius vom benachbarten Fahrradgeschäft (H-e-M Highend e-Mobility). Beim ersten Mal seien es fast drei Wochen gewesen. Aktuell habe das Geschäft seit fast zwei Wochen schon keine Briefpost mehr erhalten. Antonius: „Es ist für uns immens wichtig, dass uns unsere Briefpost zugestellt wird. Wir konfigurieren für unsere Kunden Fahrräder und sind davon abhängig, dass die Einzelteile pünktlich bei uns sind.“Auch bei ihm ist es schon vorgekommen, „dass wir Rechnungen nicht bezahlen konnten, weil wir diese nicht erhalten haben“. Nach Wiederaufnahme der Zustellung sei die Mahnung im Briefkasten gewesen.

„Wir bitten unsere Kunden für möglicherweise entstandene Unannehmlichkeiten um Entschuldigung“, hatte Tina Birke schon im Juni geschrieben und auf einen neuen Stammpostboten in diesem Zustellbezirk verwiesen. Gleichzeitig nannte sie die Telefonnummer des Kundenservice: 0228/4 33 31 12.

Von Helge Treichel

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