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Oberhavel Zwei neue Horte: Die Zeit drängt
Lokales Oberhavel Zwei neue Horte: Die Zeit drängt
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17:02 16.03.2018
Erster Plan für den Neubau in Bötzow. Quelle: Gemeindeverwaltung
Oberkrämer

Die Zeit drängt. Oberkrämer braucht dringend weitere Hortplätze. Schon im Dezember hatten die Gemeindevertreter eine Grundsatzentscheidung beschlossen, dass zwei neue Horte gebaut werden sollen.

Schon im vergangenen Herbst hatte sich andeutet, dass die Gemeinde ein großes Platzproblem bekommt. Obwohl es einen Kitabedarfsplan gab, der diese Zuwächse offenbar nicht vorhergesehen hatte. „Der ist schon hinfällig“, sagte Bürgermeister Peter Leys schon im Herbst, als der Haushalt für das Jahr 2017 geplant worden ist.

Die Anmeldezahlen für den Schulbeginn 2017/18 im September lassen schon erahnen, dass die Kita-, Hort- und Schulräume aus allen Nähten platzen werden. Schon jetzt dienen zum Beispiel die Schulen sowie die Kitas in Schwante und Bärenklau als Ausweichquartiere für den Hort.

Im Bauausschuss am Montagabend stellte Bürgermeister Peter Leys (BfO) erste Pläne für die neuen Häuser vor. Sie sollen an der Dorfaue, Ecke Schönwalder Straße in Bötzow entstehen sowie neben der Kita in Vehlefanz. In Bötzow wäre im neuen Haus Platz für etwa 120 Kinder – da allerdings schon jetzt 80 Kinder Ausweichräume nutzen müssen, werden dort effektiv 40 neue Plätze geschaffen. Das massiv gebaute Haus soll in Nachbarschaft zum künftigen Bolzplatz relativ dicht an der Landesstraße 20 stehen. „Die Gruppenräume werden aber alle auf der ruhigen Seite liegen“, so der Bürgermeister. In Vehlefanz könnte Platz für etwa 100 Kinder sein, dort soll in Modulbauweise gebaut werden – das sei nicht zwingend preiswerter, ginge aber schneller, erklärte der Bürgermeister.

Der Plan für den neuen Hort in Vehlefanz. Quelle: Gemeindeverwaltung

Bis jetzt gibt es nur Kostenschätzungen, sie liegen bei ungefähr vier bis 4,5 Millionen Euro. „So viel Geld zusätzlich auszugeben, fällt auch Oberkrämer nicht leicht“, sagte Peter Leys am Montagabend. Uta Hoffmann (SPD) wollte wissen, ob es Fördergelder für die Bauten gibt. „Das ist unwahrscheinlich“, sagte Peter Leys. Eventuell sei ein Fördermittelantrag in Bezug auf die ländliche Entwicklung möglich. „Im Rahmen des neuen Kita-Anbaus in Bötzow hatten wir das alles ja schon mal abgeklopft“, sagte der Bürgermeister. Man rechne bei den Projekten momentan ohne die Fördermittel, so Leys weiter.

Ob die Neubauten bis zum Beginn des neuen Schuljahres fertig werden, ist momentan völlig unklar. „Kaum zu schaffen", gibt Peter Leys zu, der sich auch ärgert, das Problem nicht früher erkannt zu haben.

Der Zeitplan ist entsprechend eng. Im Februar sollen die Bauvorlagen beim Landkreis eingereicht werden. Der Fördermittelantrag könnte im Frühjahr erfolgen. Und überhaupt müsse erst einmal eine konkrete Kostenberechnung vorliegen sowie eine Übersicht über die Folgekosten für die Gemeinde.

Am 2. März tagt wieder die Gemeindevertreterversammlung, davor am 16. Februar der vorbereitende Hauptausschuss. Da seien aber noch keine Beschlüsse möglich. „Wir gehen davon aus, alles im April den Gemeindevertretern vorlegen zu können“, sagte Peter Leys. Vor dem Beschluss über den Nachtragshaushalt könne auch kein Auftrag ausgelöst werden. Allerdings würde alles so weit vorbereitet, dass es dann ziemlich schnell losgehen könnte.

Von Robert Tiesler

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