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Zweikampf ums Bürgermeisteramt

Velten Zweikampf ums Bürgermeisteramt

Um 22 Uhr lag das vorläufige Endergebnis der Bürgermeisterwahl für Velten vor, in dem Ines Hübner (SPD) mit 46,2 Prozent die Mehrheit der Stimmen vor Marcel Siegert (Pro Velten) mit 41,8 Prozent erreichte, jedoch die absolute Mehrheit knapp verpasste. So wird es am 15. Oktober eine Stichwahl zwischen Hübner und Siegert geben.

Velten. Schon mittags, als in einigen der neun Wahllokale der Stadt bereits 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten, zeichnete sich ab, dass in Velten mit hoher Wahlbeteiligung zu rechnen sei, was sich am Abend in Zahlen bestätigte: 7143 Wähler, das sind 69,8 Prozent der Wahlberechtigten ab 16 Jahren, gaben ihre Stimme zur Bürgermeisterwahl ab.

So dauerte es dementsprechend lange, bis die ersten Ergebnisse veröffentlicht wurden. So war erst nach 19 Uhr der erste Wahlbezirk, das Wahllokal am Sportplatz, ausgezählt, wo sich Amtsinhaberin Ines Hübner (SPD) und Gegenkandidat Marcel Siegert (Pro Velten) ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Das hielt den gesamten Wahlabend an. Und schnell wurde klar, dass es zwischen beiden auf eine Stichwahl, die am 15. Oktober stattfinden wird, hinauslaufen wird. Um 22 Uhr lag dann das vorläufige Endergebnis vor, in dem Ines Hübner mit 46,2 Prozent die Mehrheit der Stimmen vor Marcel Siegert mit 41,8 Prozent erreichte.

Der Verein Pro Velten feierte mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Marcel Siegert sowie Kind und Kegel  im „Alten Wilhelm“

Der Verein Pro Velten feierte mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Marcel Siegert sowie Kind und Kegel im „Alten Wilhelm“.

Quelle: privat

Abgeschlagen dahinter die anderen Bürgermeisterkandidaten Petra Künzel (Einzelbewerberin), die 6,4 Prozent der Stimmen erhielt und Robert Wolinski (NPD), für den 5,6 Prozent der Wähler votierten. Insgesamt waren 10  237 Veltenerinnen und Veltener aufgerufen gewesen, ihre Stimme abzugeben– 9 742 Bürger waren für die Bundestagswahl in der Stadt stimmberechtigt. 1468 Bürger hatten von ihrem Briefwahlrecht Gebrauch gemacht. So viele wie nie, wie Wahlleiterin Ulrike Brauer bestätigte. Ihr zur Seite hatten am Wahlsonntag 114 ehrenamtliche Wahlhelfer gestanden, die pünktlich morgens um 8 Uhr die Wahllokale geöffnet hatten, die alle barrierefrei erreichbar waren. Der Wahltag sei ruhig verlaufen, es gab keine erwähnenswerten Vorkommnisse, berichtete Marcel Ruffert, stellvertretender Wahlleiter.

Robert Wolinski (NPD) beobachtete am Wahlabend die Auszählung der Stimmen in einem Wahllokal

Robert Wolinski (NPD) beobachtete am Wahlabend die Auszählung der Stimmen in einem Wahllokal.

Quelle: privat

Zufrieden mit dem Wahlausgang war Herausforderer Marcel Siegert: „Es ist ein sehr gutes Ergebnis, das ich gegen die amtierende Bürgermeisterin, die von Linken, CDU und FWO unterstützt wird, erreicht habe.“ Heute wolle er gemeinsam mit seinem Team überlegen, welche Taktik für die Stichwahl gewählt werde, so Siegert. „Wir machen einen Schritt nach dem anderen.“

„Ich habe einen guten Wahlkampf geführt mit einem tollen Team“, so das Resümee von Ines Hübner. Sie sei viel in den Wohngebieten vor Ort gewesen und habe viele Gespräche geführt. „Ich habe alle Anregungen der Bürger aufgenommen und aufgeschrieben.“ Für die Stichwahl hat sie sich vorgenommen, mit „aller Kraft die Wähler von ihrem Konzept zu überzeugen.“

Petra Künzel (Einzelbewerberin) verbrachte den Wahlabend mit der Familie in Berlin

Petra Künzel (Einzelbewerberin) verbrachte den Wahlabend mit der Familie in Berlin.

Quelle: privat

Petra Künzel gratulierte Ines Hübner und Marcel Siegert zum Erreichen der Stichwahl.„Ich danke allen Veltenern, die ihr Vertrauen in mich gesetzt haben! Mein Mann ist glücklich, dass alles so bleibt wie es ist. Und wenn mein Mann glücklich ist, bin ich es auch“, erklärte die Unterlegene, die den Wahlabend mit Familie in Berlin verbrachte. Ein wenig enttäuscht war Künzel schon: „Mit einem zweistelligen Ergebnis hätte ich schon gerechnet.“ Doch trotz ihrer Niederlage war die Einzelbewerberin mit ihrer Art des Wahlkampfes zufrieden.

Von Ulrike Gawande

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