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Oberhavel Biotonne: Bilanz eines Modellprojektes
Lokales Oberhavel Biotonne: Bilanz eines Modellprojektes
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01:15 17.06.2018
AWU-Geschäftsführer Manfred Speder sowie Renate Luthardt und Tino Christoph (v.l.) vom Vertrieb werben für die Biotonne. Quelle: Helge Treichel
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Oberhavel

Genau ein Jahr ist es her, seit die Abfallwirtschaftsunion (AWU) Oberhavel das Modellprojekt Biotonne in drei ausgewählten Oberhavel-Kommunen startete – in Birkenwerder, Hennigsdorf und Hohen Neuendorf sowie in sämtlichen Ortsteilen. Deren Bewohner haben die Möglichkeit, eine Biotonne zu kaufen oder zu mieten und für jeweils 3,25 Euro leeren zu lassen. Für diesen Preis können 120 Liter Grün- und Gartenabfälle, Brot- und Backwarenreste, Eier- und Nussschalen, Reste von Fleisch- und Milchprodukten sowie Salate und Topfpflanzen (auch mit Erde) entsorgt werden – also alles, was kompostierbar ist. „Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel“, sagt AWU-Geschäftsführer Manfred Speder.

Günstiger als alle Alternativen

Der Preis sei sogar so günstig, dass die Laubentsorgung über die Bio-Tonne günstiger sei als mit den üblichen Laubsäcken, die zwei Euro pro Stück kosten. Und günstiger als die Hausmüllentsorgung mit 4,50 Euro für die 120-Liter-Tonne sei die Biotonne ebenso, sagt der AWU-Geschäftsführer.

Renate Luthardt vom AWU-Vertrieb mit dem aktuellen Werbeflyer – nichts für die Tonne Quelle: Helge Treichel

Weil sich das noch nicht überall herumgesprochen hat, wirbt die AWU jetzt intensiv mit dieser Möglichkeit, die Hausmülltonne zu entlasten – mit einem Flyer, der in den drei Pilotkommunen an die geleerte Hausmülltonne gehängt wird. Denn bisher seien in den insgesamt 16.300  Haushalten erst 941 Biotonnen im Einsatz. „Unterm Strich sind wir nicht ganz zufrieden“, sagt Speder. „Es wird angenommen, aber wir haben uns mehr versprochen.“ Erklärtes Ziel ist es nämlich, bis zum Abschluss der Pilotphase Ende 2019 rund 3500 Biotonnen in den drei Orten aufgestellt zu haben.

In Hohen Neuendorf besonders erfolgreich

Am erfolgreichsten läuft das Projekt in Hohen Neuendorf, wo mehr als die Hälfte der Tonnen stehen (55 Prozent). Birkenwerder und Hennigsdorf kommen auf jeweils knapp ein Viertel.

Die Biotonne gibt es übrigens in ganz verschiedenen Varianten – als normale Tonne, aber auch mit einem natürlichen Geruchsfiltersystem aus Kokosfasern im Deckel. Ohne Filter kostet die 120-Liter-Tonne 19,99 Euro, zur Miete 2,50 Euro monatlich. 40 Prozent der Kunden hätten sich jedoch für die Ausführung mit Filter entschieden, die 39,99 Euro kostet. Lediglich ohne Filter ist die 240-Liter-Tonne erhältlich – für 29,99 Euro. Abgerechnet werde auch das Leeren der Biotonne über einen eingebauten Chip.

Mit diesem Logo wirbt die AWU für ihre Biotonne. Der Modellversuch läuft noch bis Ende 2019. Quelle: AWU Velten

Dass dieses Sammelsystem den Laubsäcken in jeder Hinsicht überlegen ist, macht Manfred Speder deutlich und blickt dabei auch auf den Gesundheitsschutz seiner Mitarbeiter. „Im vergangenen Jahr haben wir rund 100.000 Laubsäcke eingesammelt“, so der AWU-Geschäftsführer. Und das sei harte körperliche Arbeit.

In Grüneberg wird kompostiert

Grundlage des Modellversuchs ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie die Abfallentsorgungssatzung und die zugehörige Gebührensatzung des Landkreises Oberhavel. Tatsächlich wird das gesammelte Material vollständig kompostiert. Partner dabei ist die Umwelt- und Recycling Dienstleistungs (URD) GmbH Grüneberg. Hier werden biogene Abfälle entsorgt und Kompost hergestellt.

Wissenswertes zur Biotonne

Interessenten aus den Pilotkommunen können die Biotonne beantragen unter: www.awu-oberhavel.de/bio oder www.oberhavel.de.

Bestellt werden kann ebenso telefonisch unter 03304/37 62 02.

In die Biotonne gehören nicht: Asche, Blumentöpfe (auch biologisch abbaubare), Blumenbindedraht, Tierexkremente, Glas, Geschenkband, Gummiartikel, behandelte Holzreste, Hygieneartikel, Kehricht, Keramik, Porzellan, mineralische Tierstreu, Keramik, Porzellan, Kerzenreste, Leder, Medikamente, Papier, Pappe, Papiertaschentücher, Putzlappen, Staubsaugerbeutel, Verbandsmaterial, Wattestäbchen und Windeln.

Von Helge Treichel

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