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Oberhavel Zum Training in den Hundesportverein
Lokales Oberhavel Zum Training in den Hundesportverein
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01:26 20.08.2016
15 Mitglieder aus der gesamten Region hat der Hundesportverein Kremmen-Schwante, der bereits im Jahre 1979 gegründet wurde. Quelle: Robert Tiesler
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Kremmen

Auf Frauchen und Hund kommt ein Mann mit Kinderwagen zu. Er kreuzt dessen Weg, aber der Hund reagiert nicht, die Sache interessiert ihn nicht, er läuft ruhig weiter. Der Hund ist solche Situationen gewöhnt – aber man muss es ihm antrainieren, dass er in so einer Lage nicht unruhig wird und bellt. Darum kümmern sich die Mitglieder des Hundesportvereins Kremmen-Schwante. „Wir bieten ein Alltagstraining für Mitglieder und Gäste“, sagt die Vorsitzende Astrid Braun.

Alltagstraining heißt: Weg von einer Hundeerziehung mit Zwängen, Druck und Strafen. „Früher war es so, wenn es nicht weh getan hat, ist es richtig. Wir arbeiten heute aber über positive Verstärkung“, sagt Astrid Braun. Es gehe darum, den Hund zu belohnen, wenn es etwas richtig macht. „Setzt er sich hin, bekommt er ein kleines Leckerchen.“ Wichtig sei es auch, Grenzen zu setzen. Wer sich einen Hund anschafft, muss Zeit investieren, sich mit ihm zu beschäftigen, eine Bindung aufbauen. Die Rede ist vom „Team Mensch-Hund“. Beide müssen immer wieder ihre Hausaufgaben erledigen.

Die Vereinsmitglieder, die ihr Gelände in der Straße An der Linde in Kremmen (verlängerter Lindenweg in Schwante) haben, trainieren dort immer wieder mit ihren Tieren. Diverse Kurse finden immer am Mittwochnachmittag sowie an den Sonnabend- und Sonntagvormittagen statt. Es ist kein Drang da, kein Drill – alles verläuft spielerisch, aber eben mit feststehenden Regeln für die Hunde. Das geht über „Sitz!“ und „Platz!“ hinaus, beides müssen Hunde lernen wie „Tricks“. Und auch der Mensch müsse sich dafür immer wieder disziplinieren – zum Beispiel nicht ohne zu warten oder zu gucken, mit dem Hund über die Straße zu laufen.

15 Mitglieder hat der Verein, der bereits im Jahre 1979 gegründet worden ist. Erster Vorsitzender war Dietmar Persicke. Heute gehören vier Männer und elf Frauen dazu. Nachwuchs ist immer willkommen. „Wir sind da völlig offen, nicht rassegebunden“, sagt Astrid Braun, die erst seit Juli die neue Vorsitzende ist. Wichtig sei, dass der Hund, der an den Trainings teilnimmt, gesund, geimpft und haftpflichtversichert sei.

Fototermin mit den Hunden aus dem Verein. Quelle: Verein

Wer auf das Gelände kommt, kann an Alltagstrainings teilnehmen, außerdem an Basisausbildungen bis zur Begleithundprüfung und neuerdings immer mittwochs um 17.30 Uhr an Rally Obedience, einer lockeren Beschäftigung mit klassischen Gehorsamsübungen für den Hund und neuen Herausforderungen mit einem immer neuen Parkourverlauf.

„Wir würden Interessierte auch vor einem Hundekauf beraten“, sagt Astrid Braun. Immerhin müsse entschieden werden: Welche Rasse passt zu mir? Holt man den Hund vom Züchter? Aus dem Tierheim? Die Vereinsmitglieder machen das alles ehrenamtlich, Mitglieder zahlen einen jährlichen Beitrag, Gäste bei den Trainings nur eine kleine Gebühr. Wer ein halbes Jahr dabei ist, kann in die Gruppe eintreten. Erfolge kann der Verein mit seinen Hunden auch schon aufweisen. Im vergangenen Jahr gewann die Schäferhündin Kira mit ihrem Herrchen Dieter Pachal aus Verlorenort die Fährtenhunde-Meisterschaft in Berlin-Brandenburg (MAZ berichtete). In diesem Jahr haben sich gleich drei Hunde aus dem Kremmener Verein für das Finale im September qualifiziert: wieder Kira, die belgische Schäferhündin Jodee und der Labradormix Ayu. „Wir rechnen uns ganz gute Chancen aus“, sagt Vereinsmitglied Sonja Unruh.

Am Sonnabend, 24. September, veranstalten die Mitglieder des Hundesportvereins von 15 bis 18 Uhr auf ihrem Gelände einen „Tag der offenen Tür“. „Da wollen wir den Gästen alle Sportarten zeigen, die wir bei uns anbieten, sagt Vereinschefin Astrid Braun. Und natürlich auch die gute Stimmung vermitteln, die immer auf dem Gelände herrscht.

Von Robert Tiesler

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