Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel pH-Wert und Nitratgehalt im Wasser messen
Lokales Oberhavel pH-Wert und Nitratgehalt im Wasser messen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:35 23.03.2018
Kann man das Wasser aus dem eigenen Brunnen trinken? Heike Schölzke (l.) prüft die Probe von Löwenbergerin Karina Bath. Quelle: Foto: Uwe Halling
Löwenberger Land

„Ich habe es schon schwappen gehört“, sagt Heike Schölzke, Beraterin der Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie (AfU) Mittweida. Der erste Gast hat das glucksende „Material“, um das es geht, in eine Flasche gefüllt und in einem Stoffbeutel mitgebracht.

Der Naturschutzverein AfU hat gestern in der Gemeindeverwaltung des Löwenberger Landes die Möglichkeit angeboten, sich über Wasser- und Bodenqualität und Wasseraufbereitung zu informieren. Wer wollte, konnte seine Proben zu einer Analyse des eigenen Wassers oder Bodens untersuchen lassen.

„Hier kann ich direkt den pH-Wert und den Nitratgehalt der Proben ermitteln“, sagt Schölzke, die seit zwei Jahren in Brandenburg, Thüringen und Sachsen für die AfU im Einsatz ist. Einzelbestimmungen wie Wasserhärte, bakteriologische Untersuchungen oder eine Betrachtung auf Schwermetalle können zusätzlich in einem Labor vorgenommen werden.

„Top-Werte“ in der Region

„Hier in der Region sind die Werte zu 75 bis 80 Prozent top“, sagt Schölzke, die sich dabei in erster Linie auf Brunnenwasserbestände bezieht. „Top“ ist, wenn nicht mehr als 50 Milligramm Nitrat pro Liter gemessen werden und der pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 liegt.

Im Löwenberger Land stößt das Angebot auf Interesse: Aus Stechlin, Oranienburg, Hoppenrade und Neuendorf sind Menschen mit ihren Wasserproben zu Heike Schölzkes „Sprechstunde“ gekommen. „Wir schleppen unser Trinkwasser kistenweise aus dem Supermarkt“, sagt der Oranienburger Roland Schneider. Jetzt will er wissen, ob das Wasser aus seinem Brunnen nicht auch trinkbar ist.

Leitungswasser ist sehr gut kontrolliertes Lebensmittel

„Mir fällt öfter auf, dass unser Leitungswasser sehr milchig ist“, sagt Astrid Schrage aus Neuendorf. „Das kann am Kalk liegen“, sagt Beraterin Schölzke, „oder, wenn es riecht, auch an zugegebenem Chlor.“ Eine Wasseranalyse durch die AfU sei gut für die eigene Sicherheit, meint Schölzke. „Aber gerade bei Leitungswasser muss man sich bewusst machen, dass es zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln gehört.“

Von Christina Koormann

Oberhavel Kriminalitätslage am 20. März 2018 - Polizeiüberblick: Fußgängerin erfasst

Eine umgefahrene Fußgängerin in Fürstenberg, ein Unfall mit Sommerreifen im Veltener Schnee, ein zu langes Schiff in der Lehnitzer Schleuse – diese und weitere Meldungen der Polizei in Oberhavel lesen Sie im Polizeibericht vom 20. März.

20.03.2018

Die Polizei bittet bei der Suche nach einem Handydieb die Bevölkerung um Mithilfe. Der Diebstahl ereignete sich bereits im Oktober in der Friedrich-Wolf-Straße in Oranienburg.

20.03.2018

Es gilt als das größte Autobahnprojekt in Brandenburg. Auf 65 Kilometern wird die A10 zwischen den Dreiecken Pankow und Havelland auf sechs Spuren erweitert sowie die A24 bis Neuruppin komplett erneuert. Die Havellandautobahn GmbH soll die Arbeiten bis Ende 2022 abgeschlossen haben und die Autobahn bis 2048 betreiben.

23.03.2018