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Oder-Spree Erste Mönche seit 200 Jahren – neues Kloster geplant
Lokales Oder-Spree Erste Mönche seit 200 Jahren – neues Kloster geplant
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15:30 27.08.2018
Blick auf die Klosteranlage mit der katholischen Kirche vom Kloster in Neuzelle. Quelle: Pleul/dpa
Neuzelle

Zisterzienser-Mönche kehren nach 200 Jahren nach Neuzelle (Oder-Spree) zurück und planen dort den Neubau eines Klosters. Zunächst wollten die Mönche in das Kanzleigebäude auf der 750 Jahre alten Klosteranlage Neuzelle ziehen, sagte Kulturministerin Martina Münch (SPD), Vorsitzende der Stiftung Stift Neuzelle. Die Entscheidung sei von den Mönchen nach einem Probejahr in Neuzelle getroffen worden, sagte sie.

Am kommenden Sonntag wird offiziell das Priorat gegründet, um das klösterliche Leben fortzusetzen. Die sechs Mönche wurden vom Zisterzienserstift Heiligenkreuz (Österreich) entsandt.

Gründung von Kloster Neuzelle vor 750 Jahren

Die Klosteranlage wurde vor 750 Jahren gegründet. Vor 200 Jahren wurde das Kloster säkularisiert. Seit 1996 besteht eine Stiftung. Auf dem Gelände gibt es zahlreiche Kulturveranstaltungen.

Sie freue sich, dass die Zisterzienser-Mönche nun an eine Jahrhundertealte Tradition anknüpften, sagte Münch. Es werde aber auch Mut und Kraft bewiesen, in ein Bundesland zu kommen, wo 80 Prozent der Menschen sich keinem Glauben zugehörig fühlten.

Der Bischof des Bistums Görlitz, Wolfgang Ipolt (2.v.l), begrüßt die Mönche von Stift Heiligenkreuz aus dem Wienerwald (Österreich) am 27.08.2017 bei ihrer Ankunft am Kloster in Neuzelle (Brandenburg). 200 Jahre nach der Säkularisation wird das zum Bistum Görlitz gehörende Kloster Neuzelle wieder Heimat für eine geistliche Gemeinschaft von Zisterziensern. Vier Zisterzienser-Mönche vom Stift Heiligenkreuz zogen nach Neuzelle um. Quelle: dpa/Pleul

Pater Kilian Müller begründete die Entscheidung für den Neubau und die Suche nach einem geeigneten Grundstück mit den dann besseren Möglichkeiten. „Wir brauchen Gestaltungsfreiheit“, sagte er. Zudem würden Privatleute und institutionelle Geldgeber eher in Klostereigentum investieren, als in ein staatliches Gebäude.

Das Bistum Görlitz werde sich an dem Projekt voraussichtlich mit einer Million Euro beteiligen, sagte der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt. Nähere Angaben zum Umfang des Projektes, der Größe des Grundstücks oder dem Baubeginn wurden noch nicht gemacht.

Neuzelle ist kleinste Bistum Deutschlands

Er habe die Mönche gebeten, wieder nach Neuzelle zu kommen, sagte Ipolt. „Ich war von dem Gedanken geleitet, dass hier Menschen erstmalig oder wieder neu zu Gott finden können“, sagte er. Das neue Kloster solle ein Ort der Ruhe und Sammlung sein, wo auch Gäste willkommen seien. Das Bistum Görlitz ist mit 29 000 Katholiken das kleinste in Deutschland.

Von MAZonline

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