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Oranienburg bekommt sein Fahrradparkhaus

Oranienburg Oranienburg bekommt sein Fahrradparkhaus

Am Donnerstag um 10 Uhr erfolgt der erste Spatenstich für das neue Fahrradparkhaus am Bahnhof. Und der ist nicht nur symbolisch, die Bauarbeiten gehen gleich am Montag los. Ende März 2018 soll das Haus mit 1000 Stellplätzen auf zwei Etagen fertig sein.

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Grafik des Fahrradhauses und der bisherige Stellplatz links vom Bahnhof. Gestern wurde das Bauschild vis-á-vis aufgestellt.

Quelle: Stadt

Oranienburg. Bisher ist der Bahnhofsvorplatz von dem Gebäude des alten Runge-Gymnasiums, der Post und dem historischen Bahnhof selbst geprägt. Nun kommt ein neues Gebäude hinzu. Markant, modern und nur für Drahtesel. Am Donnerstag um 10 Uhr erfolgt der symbolische erste Spatenstich für das Fahrradparkhaus, das direkt an den Treppenabgang vom S-Bahnsteig andockt und sich rund 80 Meter am Bahndamm entlangziehen wird.

Ein lange geplantes Bauvorhaben der Stadt, das diese nicht allein stemmen muss: Stadt, Bund und Land übernehmen zu je einem Drittel die Baukosten nach dem Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ (ASZ). Für den Bau waren 1,6 Millionen Euro geplant. Durch die wegen des Baubooms gerade im letzten Jahr stark gestiegenen Baukosten wird es nun etwas teurer. Bisher ist nur der Rohbau (Kosten: 700 000 Euro) an Firmen vergeben. Das Innenleben wird erst im Oktober ausgeschrieben. Mit dem Spatenstich am Donnerstag geht es auch wirklich gleich los. Komplett fertig und nutzbar soll das Fahrradparkhaus Ende März 2018 sein.

Das Fahrradhaus wird dringend gebraucht. Wo man auch hinschaut: Überall lehnen Fahrräder an Zäunen, Laternen, Verkehrsschildern und Treppen und sind dort irgendwie angeschlossen. Tausende Pendler sind von Oranienburg aus nach Berlin unterwegs oder umgekehrt. Bisher gibt es nur 370 Fahrradstellplätze am Bahnhof. Bald werden es 1000 sein. Im Neubau sollen auch Fahrradanhänger Platz finden, es wird Fahrradboxen, Schließfächer für Helme und Ladegeräte und auch ein öffentliches Klo geben. Das Unterstellen der Räder ist kostenfrei.

Der Bau des Fahrradhauses ist nur der Auftakt für die Neugestaltung des gesamten Bahnhofsvorplatzes. Denn der ist überholungsbedürftig. Es fehlt zum Beispiel an überdachten Warteplätzen für Busreisende und ein Hinweissystem für Ortsfremde. Das soll sich in den kommenden zwei Jahren ändern. Die neuen Taxistände werden gegenüber der Post auf Höhe der Bushaltestellen eingerichtet. Es gibt ein neues Infosystem für Ortsunkundige. Zusätzlich ist eine Erweiterung des Park-&-Ride-Platzes Richtung Lehnitzstraße vorgesehen, um auch das Parkangebot für Autos zu verbessern. Das gesamten Bauvorhaben sollen 2019 abgeschlossen sein.

Während der Bauarbeiten wird eine Ampelanlage den Verkehr in der Stralsunder Straße regeln.

Von Heike Bergt

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