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Ostprignitz-Ruppin 1-Million-Euro-Kreisel kommt ins Fernsehen
Lokales Ostprignitz-Ruppin 1-Million-Euro-Kreisel kommt ins Fernsehen
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12:47 11.06.2016
Der marode Kreisel an der Neustädter Straße soll ab August umgebaut werden. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Für den Streit um den Kreisverkehr an der Neustädter Straße in Neuruppin interessiert sich jetzt auch das Fernsehen. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) schickt am nächsten Sonnabend, 18. Juni, ein Kamerateam nach Neuruppin. Die Reporter wollen von den Neuruppinern wissen, was sie davon halten, dass der Landesbetriebs für Straßenwesen den Kreisverkehr in diesem Jahr völlig umbauen und dabei deutlich verkleinern will.

In den vergangenen Monaten hatte das Projekt in Neuruppin für reichlich Wirbel gesorgt. Allen voran läuft Neuruppins früherer Tiefbauamtsleiter Manfred Krell Sturm gegen das Vorhaben der Landesplaner. Er hatte den Kreisel in seiner jetzigen Form vor rund 15 Jahren durchgesetzt und hält die geplante Verkleinerung jetzt für einen schweren Fehler.

Was ist billiger: die Sanierung oder ein kleinere Neubau?

Krell ist überzeugt, dass eine Sanierung viel weniger als ein Neubau kosten würde und hat das sogar von einem Planungsbüro durchrechnen lassen. Außerdem fürchtet er, dass ein kleinerer Kreisverkehr zu noch mehr Staus in den Heinrich-Rau-Straße und auf der B 167 führen wird. Frank Schmidt, der Chefplaner des Landesstraßenbetriebs, widerspricht vehement und verweist auf aus seiner Sicht fundierte Berechnungen und auf aktuelle Richtlinien des Bundes zum Bau von Kreisverkehren.

Der Umbau soll rund 1,2 Millionen Euro kosten und im August beginnen – finanziert mit Geld vom Bund. Die CDU hat das Projekt bereits zum wiederholten Mal zum Thema im Landtag gemacht und Krell hat inzwischen den Landes- und den Bundesrechnungshof eingeschaltet.

Am nächsten Sonnabend plant der RBB eine Sendung direkt von dem umstrittenen Kreisverkehr aus und hofft, dass um 12 Uhr viele Neuruppiner dorthin kommen, um ihre Meinung zu dem Vorhaben zu sagen.

Von Reyk Grunow

Der Kreisausschuss votiert für den Erhalt des Landkreises. Die Abgeordneten glauben indes nicht wirklich daran, dass die Kreisgebietsreform noch zu stoppen ist. Die Kosten für den Kreis werden hoch: Landrat Ralf Reinhardt rechnet mit knapp zwölf Millionen Euro. Das Land will lediglich 1,5 Millionen Euro für fusionsbedingte Anpassungen der Verwaltungen zahlen.

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