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10. Kunsthandwerkermarkt Rheinsberg

Kunst und Handwerk am Kirchplatz 10. Kunsthandwerkermarkt Rheinsberg

Alljährlich am 3. Aprilwochenende lockt der Kunsthandwerkermarkt viele Besucher nach Rheinsberg. Töpfermeister, Korbmacher und Schmuckdesigner kommen aus verschiedenen Bundesländern, um ihre Arbeiten in der Innenstadt anzubieten.

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Die Neuruppinerin Dorle Kliesche (l.) ist auf der Suche nach einem neuen Schmuckstück.

Quelle: Foto (2): Cornelia Felsch

Rheinsberg. Mit fröhlichem Gesicht schaukeln die blau glasierten Rügenfische auf dem 10. Kunsthandwerkermarkt im märkischen Wind. Das raue Wetter scheint sie nicht zu stören, schließlich kommen sie ja von der Insel Rügen aus der Töpferei Fischkopp-Keramik.

Kati Rohde und David Schulz haben sie mit Treibholzstücken auf ein Seil gefädelt . So schaukeln sie nun als Windspiel in der Luft und nicht im Wasser. „Wir wollen, dass die Menschen zum Lächeln animiert werden“, sagt David Schulz. Und das gelingt ihm.

Dick eingemummelt sitzen viele Kunsthandwerker an diesem regnerischen Sonnabend zwischen gefilzten Kleidungsstücken, Korbmacherwaren und Keramikschüsseln. Der Wind pfeift über den Kirchplatz und mischt sich mit den Tönen einer Okarina, einer kugelartigen Tonflöte. Alljährlich am 3. Aprilwochenende lockt der Kunsthandwerkermarkt viele Besucher nach Rheinsberg. Besonders an Schmuck und Keramik gibt es ein überwältigendes Angebot. Die Hakenberger Keramikerin Susann Noeske-Heisinger ist von Anfang an dabei. Sie stellt zufrieden fest, dass die Qualität des Marktes in den vergangenen Jahren besser geworden ist. „Ich war ganz überrascht, dass so viele Kunsthandwerker gekommen sind“, sagt sie.

Auch eine Besucherin aus Gransee, Doris Haak, ist zufrieden. Sie kommt gern zum Kunsthandwerkermarkt nach Rheinsberg. „Hier ist nicht so ein Gewühle wie beim Töpfermarkt, und man findet trotzdem schöne Sachen“, sagt sie und weist auf ihren Beutel, in dem sich die neuen Bierkrüge befinden. Am Stand der Brandenburger Keramikerin Theresa Schwerin gibt es Raritäten für die Küche. einen ganz besonderen, selbstentworfenen Salzstreuer und ein Keramikbrett an dem die Hausfrau gleich noch ihre Messer schärfen kann.

Das Keramikkunstwerk, dass am Sonnabendnachmittag in der Rheinsberger Rhinpassage enthüllt wurde, hat allerdings etwas größere Ausmaße. 2,40 Meter hoch ist die Stele, die Töpfermeister aus Weimar, Görtzke und Bayern gemeinsam hergestellt haben. Im vergangenen Jahr wurde sie auf dem Rheinsberger Triangelplatz im Propangasofen gebrannt. „Es war ein besonderer Höhepunkt, als der Ofen geöffnet wurde und die glühende Skulptur zum Vorschein kam“, sagt Christel Titze-Manigk vom Keramikhaus Rheinsberg und enthüllt die Stele am Sonnabend gemeinsam mit Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau und dem Ortsvorsteher Sven Alisch. „Wir haben noch viele Ideen und hoffen auf zahlreiche Untestützer“, sagt die Unternehmerin.

Von Cornelia Felsch

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