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1000 schöne Dinge aus alter Zeit

Alt Ruppin 1000 schöne Dinge aus alter Zeit

Der Kornspeicher des Möbelrestaurators Manfred Neumann war am Wochenende Treffpunkt der Trödelfans. Bereits am frühen Morgen strömten sie zu Hunderten auf den Hof an der Molchower Schleuse. Zwei Tage lang hatten sie Gelegenheit alte , schöne Dinge für wenig Geld zu erstehen.

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Klavierkobold Benjamin Löffler sorgte für Unterhaltung.

Alt Ruppin. Filigrane silberne Ornamente zieren die Tasse, auf der die Blicke des 11-jährigen Jonas ruhen. Dass die Tasse früher für eine Silber-Braut bestimmt war, das weiß er nicht, dennoch findet er sie unheimlich schön und er bekommt sie schließlich auch. Die Mutter lächelt über ihren Sohn, aber sie wundert sich nicht. „Jonas trinkt auch gern aus Sekt- oder Weingläsern“, sagt sie.

Das Gewühle im Trödelzelt auf dem Hof von Manfred Neumann war am Wochenende groß. „Schon am frühen Morgen strömten ungewöhnlich viele Leute auf den Hof“, sagt der Hausherr, der für seine Trödelaktion reichlich Schätze zusammengetragen hat, um auf den Etagen in seinem Antiquitäten-Kornspeicher Platz zu schaffen. Seit mehreren Wochen hat er Bestecks, Geschirr, Bücher, Töpfe und Schüsseln zusammengetragen und in Schubladen sortiert – 1000 und mehr Teile. Nun ist alles freigegeben für die Liebhaber alter Stücke. Viele der Besucher verbringen mehrere Stunden in Neumühle. Sie durchkramen erst einmal das Zelt, bevor sie eine Etage nach der anderen erkunden. Einige suchen gezielt nach einem Schrank oder einem Tisch, andere lassen sich treiben und geben sich Erinnerungen hin. „So einen Hobel hab ich auch mal gehabt“, stellt ein älterer Herr fest.

Für die Besucher gab es viel zu entdecken – hier in einem Zelt im Hof

Für die Besucher gab es viel zu entdecken – hier in einem Zelt im Hof.

Quelle: Cornelia Felsch

In der oberen Etage angekommen, ist es Zeit für eine Pause. Dort stehen Kuchen und Torten bereit, gebacken von Gunn Stübner, nach alten Familienrezepten. Mit einem derart großen Ansturm hat allerdings auch sie nicht gerechnet. Wer am späten Nachmittag kommt, muss nehmen, was übrig geblieben ist. Gesättigt geht es auf zur nächsten Stöber-Runde – wieder durch alle Etagen auf den Hof hinunter. Dort wundern sich die jungen Damen an der Kasse, dass die Besucher zum wiederholten Mal das Zelt durchstreifen. Das Angebot, mit 1 Euro schon dabei zu sein, lockt und so nimmt manch einer noch ein Messer mehr mit, denn die alten Teile lassen sich super schleifen und sind dann besonders scharf. Auch alte Senfgläser sind heiß begehrt. Teller gehen stapelweise weg – der Sohn beginnt mit dem Studium und kann sie sicher gut gebrauchen.

Das Wetter hält sich, die Stoßgebete der Veranstalter haben Wirkung gezeigt und so können die Gäste zwischen alten Schränken auch auf dem Hof verweilen und dem Musikclown Benjamin Löffler lauschen, der die Klavier­pedale beim Spiel der 20er-Jahre- Hits mit nackten Füßen bedient.

Von Cornelia Felsch

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