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Ostprignitz-Ruppin 11,6 Mio Euro Fördermittel
Lokales Ostprignitz-Ruppin 11,6 Mio Euro Fördermittel
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19:19 07.09.2016
Staatssekretärin Ines Jesse (3.v.l.) übergab die Fördermittel. Quelle: Diederich
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Wittstock

Mit gleich drei Einzelbescheiden in einem Paket besuchte Staatssekretärin Ines Jesse vom Brandenburger Ministerium für Infrastrukturentwicklung und Landesplanung (MIL) gestern die Stadt Wittstock. Im derzeit größten innerstädtischem Sanierungsgebiet, in der Röbeler Vorstadt in Wittstock überreichte sie diesen Geldregen an Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos) mit den Worten „Wir im MIL der Brandenburger Landesregierung werden Wittstock weiter unterstützen“, und an den Bürgermeister gewandt bekräftigte sie mit dem Hinweis auf bisher Erreichtes, dass in dem Ministerium alle auf der Seite für Wittstock mitwirken werden.

In 25 Jahren 100 Millionen Euro für Städtebau

„In 25 Jahren sind in Wittstock deutlich über 100 Millionen Euro in den Städtebau für Sanierung, für die bauliche Verbesserung sozialer Komponenten und in die Baukultur investiert worden. Mit diesem Geld wurden in dem Zeitraum auch 1388 Wohnungseinheiten in Wittstock aufgewertet.

Bürgermeister Jörg Gehrmann mit den Fördermitteln. Quelle: Gerd-Peter Diederich

„Hier passiert wirklich etwas“, betonte die Staatssekretärin und verwies wegen der Erfolge auf die auch weitere aktive Unterstützung im MIL für Wittstocker Projekte. Sie überreichte anschließend einen Geldbescheid über 775 000 Euro für Bauhaben zur Daseinsvorhaben der kooperationsgemeinschaft Wittstock/Pritzwalk/Meyenburg/Heiligengrabe für eine Schulbausanierung in Meyenburg und einen Kitabau in Heiligengrabe. Ein weiterer Fördermittelbescheid über 1,45 Mio Euro ist zur Mitfinanzierung der weiteren Altstadtsanierung in Wittstock und nun für Sicherungs- und Ordnungsaufgaben in der brach stehenden Industrieruine „Alte Tuchfabrik am Dosseteich“ in Wittstock bestimmt.Diese Denkmal-Städtebauförderung kommt zur richtigen Zeit, denn gestern Abend noch hörten die Schulkonferenzen und Stadtverordnete sowie Menschen dieser Stadt vom Bürgermeister, dass dieser Industriebau zu einem modernen Schulstandort in der Perspektivplanung bis ins Jahr 2025 entwickelt und wiederbelebt werden soll.

Geld für den Bahnhof

Ihr drittes Fördermittel-Geschenk an die Stadt Wittstock umfasst ein Volumen über 5,3 Mio Euro und ist aus dem Bund-Landes-Programm „Stadtumbau“ bewilligt worden. Davon sind 4,6 Mio Euro für Investitionen in die stadteigene Bahnhofsimmobilie als öffentliche Mehrzweckeinrichtung und für die weitere Sanierungsfinanzierung in der Röbeler Vorstadt im 2.Bauabschnitt zweckbestimmt. Weitere 600 000 Euro davon als 100-Prozent-Förderung ohne Eigenmittelanteil werden für den Grundstückserwerb, die Sicherung und Sanierung eines Eckgrundstückes in der Heiliggeiststraße/Am Rosenwinkel eingesetzt.

Beim Rundgang durch die Röbeler Vorstadt. Quelle: Gerd-Peter Diederich

Geschäftsführer Hans-Jörg Löther von der Gebäude- und Wohnungsverwaltung Wittstock konnte sich gestern mitfreuen, als dem Bürgermeisteranschließend durch Stefanie Schilling von der Landesinvestitionsbank Brandenburg im Auftrag des MIL ein Fördermittelbescheid über 3,5 Mio Euro für die Fortsetzung im 2.Bauabschnitt der Stadtgebietssanierung in der Röbeler Vorstadt überreicht wurde.

Röbeler Vorstadt wird vorzeitig fertig

Jörg Gehrmann dankte für den Geldsegen, wobei er auch auf den bereitzustellenden Eigenmittelanteil hingewiesen hat. Dank der aktiven und engagierten Stadtparlamentarier werden für flüssige Mittel gesorgt, um sich die Fördermittel auch abrufen zu können. Außerdem habe sich die Stadt das Ziel gesetzt, das Umbauvorhaben der gesamten Röbeler Vorstadt mit einer spürbaren Wohnungs- und Wohnumfeldverbesserung im Jahr 2018 vorzeitig abzuschließen, um im Laga-Jahr 2019 dort keinerlei Bauaktivitäten mehr vornehmen zu müssen und eines der schönsten und erneuerten Stadtgebiete für die Lagabesucher zu empfehlen.Vom derzeitigen Umbau- und Sanierungsstand in diesem Wohngebiet überzeugte sich die Staatssekretärin und die ILB-Mitarbeiterin beim anschließenden Rundgang mit Kommunalpolitikern und den beteiligten Fachplanern.

Von Gerd-Peter Diederich

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