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Ostprignitz-Ruppin 12-Jähriger fängt seltene Goldkarausche
Lokales Ostprignitz-Ruppin 12-Jähriger fängt seltene Goldkarausche
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17:00 13.10.2016
Mächtig stolz: Tristan Weis mit der Goldkarausche. Quelle: Privat
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Wittstock

Es begann sonderbar und endete überraschend: Der zwölfjährige Tristan Weis aus Wittstock zog eine Goldkarausche aus dem Brausebach bei Neuendorf. Damit ist ihm höchste Anerkennung in Anglerkreisen sicher. Denn diese Fischart verirrt sich nur äußerst selten an einen Angelhaken. „Es war total komisch. Ich habe den Biss kaum gemerkt. Die Pose war plötzlich ganz woanders. Dann habe ich angehauen und dachte zuerst, es wäre ein Karpfen“, erzählt der junge Angler vom Wittstocker Verein „Petri Heil“. Aber der Fang war schwerer als ein gewöhnlicher Karpfen. „Er hat schon ordentlich gezogen, aber ich habe ihn ohne Probleme herausbekommen.“ Das Ganze geschah beim Abangeln des Vereins am vergangenen Sonnabend. Die beeindruckenden Daten: Die Goldkarausche wog 2100 Gramm und war stolze 42 Zentimeter lang. Gefangen wurde sie am Stausee 3 bei Neuendorf, etwa fünf Kilometer von Wittstock entfernt.

Harald Newetzki vom Vereinsvorstand: „Ein außergewöhnlicher Fang“

Harald Newetzki, Vorstandsmitglied des Vereins, stellt klar: „Das ist ein sehr außergewöhnlicher Fang. Ich selbst hatte noch nie eine Goldkarausche an der Angel.“ Deshalb sei es auch gar nicht so einfach gewesen, den Fisch genau zu bestimmen. „Da musste ich erst mal nachschauen.“ Tristan, sagt er, sei ein leidenschaftlicher Angler und immer mit ganzem Herzen dabei. Das bestätigt auch Vater Karsten: „Er ist am glücklichsten, wenn er angeln kann. Wir brauchen gar nicht nach Mallorca zu fliegen“, schmunzelt er.

Tristan besitzt eine umfangreiche Angelausrüstung und viel Erfahrung. Quelle: Björn Wagener

Tristan ist zwar erst Zwölf, hat aber schon reichlich Angel-Erfahrung. „Ich habe mit sechs Jahren damit angefangen“, erzählt er. Damals durfte er zum ersten Mal seinen Opa beim Fischfang begleiten. „Das war total cool.“ So hatte der Junge sogleich sein Hobby für sich entdeckt. Inzwischen besitzt er eine umfangreiche Ausrüstung und mehrere Angeln, die er sich regelmäßig greift, um seiner Leidenschaft nachzugehen, am liebsten am Brausebach, aber auch an anderen Gewässern, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Normalerweise hole er dann aber Plötzen, Bleie oder Karpfen aus dem Wasser.

Karauschen gehören zur Familie der Karpfenfische und werden in der Fachliteratur als sehr scheu und vorsichtig beschrieben. Als Köder nutzen Angler Kompostwürmer, Maden, Mais oder Teig.

Die Goldkarausche hat geschmeckt

Die Goldkarausche, die Tristan aus dem Bach zog, hat sich die Familie inzwischen schmecken lassen. Den Kopf des großen Fisches abzutrennen, habe schon einige Kraft erfordert, berichtet Karsten Weis. In den Herbstferien will Tristan auf jeden Fall wieder mit der Angel losziehen – und vielleicht hat er dann ja noch einmal einen so kapitalen Burschen am Haken. Petri Heil!

Von Björn Wagener

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