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12. Jobstart-Messe ein Erfolg

Neuruppin 12. Jobstart-Messe ein Erfolg

Hunderte Schüler sahen sich am Sonnabend auf der 12. Jobstart-Messe um. 86 Aussteller warben um Nachwuchs. Für die Schüler eine gute Chance auszuloten, wohin es nach der Schule gehen könnte. Die Aussteller bemühen sich, den Nachwuchs zu bekommen, den sie brauchen. „Mach es in Brandenburg“ heißt denn auch die Initiative der IHK.

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Nicht nur Schüler, auch Eltern erprobten die Polizeischutzmontur.
 

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin.  „Ich wünsche euch heute viel Erfolg“, sagt Dietmar Woidke, Brandenburgs Ministerpräsident (SPD), der am Sonnabend die „Jobstart“ besuchte – eine Berufsmesse, die alljährlich vom Wirtschaftsförderverein „Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse organisiert wird und rotierend in Kyritz, Pritzwalk, Wittstock und Neuruppin stattfindet. Woidke ist Schirmherr des nunmehr zum zwölften Mal stattfindenden Marktes der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten – den Erfolg wünscht er gleichermaßen den 86 sich präsentierenden Ausstellern, die sich um Azubis und Studenten bemühen, als auch den hunderten Schülern, die am Sonnabend – vielfach in Begleitung ihrer Eltern – auf der Suche nach Orientierung im Berufe-Dschungel sind.

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Wie gehts weiter nach der Schule? Viele haben da noch keinen genauen Plan. Und viele Betriebe haben Nachwuchssorgen. Daher ist die „Jobstart“ ein Gewinn für beide Seiten. Hunderte Schüler aus der Prignitz und dem Ruppiner Land kamen am Sonnabend allein oder mit ihren Eltern ins Neuruppiner Sportcenter, wo zum nunmehr 12. Mal die Berufemesse stattfand.

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Woidke, in Begleitung von Parteikollegin Dagmar Ziegler, OPR-Landrat Ralf Reinhardt und Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde startet seinen Besuch am Stand der Handwerkskammer und diskutiert mit Präsident Robert Wüst. „Wir wünschen uns vom Land, dass die Meisterausbildung finanziell unterstützt wird“, so Wüst. Denn im Gegensatz zum gleichgestellten Bachelor müsse eine Meisterausbildung aus eigener Tasche bezahlt werden. Der Landesherr nimmt das mit und lässt sich alsdann von zwei Schülerinnen des Neuruppiner Schinkel-Gymnasiums ein Energiesparkonzept vorstellen, das im Physikunterricht entstanden ist. Gleichzeitig mahnt Lehrerin Martina Nagel eine bessere Internet-Ausstattung der Schulen an. „Man muss sich den modernen Anforderungen der Wirtschaft stellen“, sagt sie. „Es liegen 420 Millionen Euro für Investitionen ins Breitbandnetz bereit“, verspricht Woidke.

Ministerpräsident Dietmar Woidke besuchte die Messe

Ministerpräsident Dietmar Woidke besuchte die Messe.

Quelle: Regine Buddeke

„Mach es in Brandenburg“ – so heißt die Initiative der IHK, die mit Gratis-Bewerbungsfotos an ihren Stand lockt und als Ziel auf den Fahnen hat, die künftigen Fachkräfte in der Region zu halten. Das ist das erklärte Ziel aller Akteure der Messe. Für einige der Schüler ist das durchaus ein Argument: Ariane Schulze informiert sich gerade am Stand der Waldarbeitsschule Kunsterspring. Sie würde nach ihrem Abitur am Neuruppiner OSZ gern in der Region bleiben. „Und Naturschutz ist ja ein großes Thema“, sagt sie.

Paul Schalow setzt den Fokus anders: „Ich möchte mich erst einmal orientieren“, so der junge Kyritzer. Sein Stiefvater Hendrik Janz ergänzt: „Ein Ziel zu finden, für das man sich in der Schule gern anstrengt.“ „Er ist Rettungsassistent – die Richtung wäre für mich auch interessant“, sagt der Schüler.

„Bundeswehr ist bundesweit – und es gibt zivile und militärische Ausbildungsberufe“, erklärt Thomas Götze, Karriereberater der Bundeswehr Marvin Kusch aus Wittstock, der auch noch nicht ganz sicher weiß, was er nach der Schule machen möchte. Ein Praktikum bei Eurovia hat ihm gefallen. „Aber ich suche noch Alternativen.“

Bei Swiss Krono konnte man mittels VR-Brille in die Produktionshalle  schauen

Bei Swiss Krono konnte man mittels VR-Brille in die Produktionshalle schauen.

Quelle: Regine Buddeke

Antonia Rehbein präsentiert die Wirtschaftsakademie Nord Greifswald. „Vor allem Grafikdesign und Mediengestaltung werden heute bei uns verstärkt nachgefragt“, hat sie beobachtet. Und auch Christiane Pöschel von der Zahnärztekammer kann sich über mangelndes Interesse nicht beklagen.

Am Stand der Polizei ist Gedränge. Viele Schüler und auch Eltern wollen die Schutzmontur mit Schild und Schlagstock ausprobieren. Etwa die Zwillinge Paul und Paula samt Mutter Sieglind John. „Die wiegt gute 20 Kilo“, erklärt Polizeihauptkommissar Bodo Böhlemann und steht gern Rede und Antwort. Manchmal müsse er die Eltern wegschicken, damit die Schüler ihre Fragen stellen können, sagt er augenzwinkernd. „Wir suchen immer motivierte Leute: die finden wir hier. In diesem Jahr haben wir 400 junge Leute eingestellt“, wirbt er.

Gabriele Ferner vom Orga-Team ist hochzufrieden. „Zur Halbzeit hatten wir schon 540 Besucher. Ich hoffe, das wir heute vierstellig werden.“ Und René Hoffmann von der Agentur für Arbeit berät Jugendliche auch über mögliche Tests, welcher Beruf in Frage kommt. „86 Aussteller – das ist eine gute Zahl und für die Region beachtlich. Wir haben ja alle dasselbe Ziel.“

Auch die Märkische Allgemeine Zeitung war mit einem Stand vertreten. Die Auszubildende, Josephine Mai, konnte gut ihre Erfahrungen und die Inhalte der Ausbildung zur Medienkommunikationskauffrau vermitteln. Ein weiterer Blick fiel auf die Ausbildung zum  Medientechnologen (m/w), welcher in der Pressedruck GmbH in Potsdam angeboten wird.

Ausbildungsangebote der Märkischen Allgemeinen

Und für alle Jugendlichen, die noch so gar keine Vorstellungen von ihrem künftigen Berufsweg hatten, war ein Blick in das Ausbildungsportal azubify.de eine willkommene Hilfe. Daten und Fakten zu einer Vielzahl von Berufsbildern sind in azubify.de zu finden sowie konkrete Angebote von Unternehmen aus der Region als auch aus anderen Bundesländern. Wer weiß, vielleicht zieht es ja den einen oder anderen in die Ferne.

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Von Regine Buddeke

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