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13 000 Besucher beim Festivalsommer

Rheinsberg 13 000 Besucher beim Festivalsommer

Die Bilanz des Festivalsommers der Kammeroper Schloss Rheinsberg zeigt einen deutlichen Anstieg von Zuschauern im Vergleich zum Vorjahr. Zwei Monate lang gingen dort Konzerte und Aufführungen über die Bühne, die eine stimmgewaltige Vielfalt talentierter junger Künstler bündelten.

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Stimmungsvoller Auftakt: Die diesjährige Operngala mit jungen internationalen Künstlern im Schlosshof Rheinsberg Anfang Juli.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Mit Georges Bizets Oper „Carmen“ am vergangenen Sonntag ist unter freiem Himmel im Heckentheater der 27. Festivalsommer der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu Ende gegangen. Die Inszenierung von Regisseur und Choreograph Giorgio Madia, die jungen Sänger und die Musiker der Jungen Kammerphilharmonie Berlin mit ihrem Dirigenten Aurélien Bello bekamen vom Publikum großen Beifall. Thomas Falk, Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg, sagte: „Zum Erfolg dieser acht Aufführungen trugen auch die Tänzer der Berliner Schule für Darstellende und Bildende Künste „Die Etage“ bei, die wir für Carmen engagiert haben.“

Der Festivalsommer verzeichnete in diesem Jahr insgesamt über 13 000 Besucher bei den Aufführungen und Konzerten – im Vorjahr waren es 2500 weniger gewesen. Die Zuschauer erlebten 40 junge Sängerinnen und Sänger aus 18 verschiedenen Ländern, die Preisträger des dem Festival vorausgegangenen, internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper. Das Festival war dabei nicht nur auf Rheinsberg als Ort beschränkt: Für Konzerte waren die Landesvertretung Brandenburg in Berlin, zu Ostern und Pfingsten Rheinsberg sowie die traditionellen Tour-Orte Bergsdorf, Wandlitz und Läsikow Gastgeber des Festivalsommers.

Rheinsberger Uraufführung von „Tucholskys Spiegel“

Die Attraktivität des Festivals sei auch durch das neue Angebot erhöht worden, mit den Festivaltickets Schloss Rheinsberg sowohl am Gültigkeitstag und dem darauf folgenden Tag besuchen zu können, ist sich Thomas Falk sicher. Das werde auch zur Stärkung der Region beitragen.

Die mit vielen Höhepunkten gespickte Saison 2017 begann mit einer Uraufführung: „Tucholskys Spiegel“ von Christoph Klimke (Text) und James Reynolds (Musik), gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, gezeigt am 21. Juli im Schlosstheater .

„Angenommen von Kritik und Publikum, diskutiert und wieder gehört – in meinen Augen ein Zeichen für zeitgenössische Oper“, betont Frank Matthus, künstlerischer Direktor des Festivals. „Frank Matthus hat ein Format entwickelt, das Rheinsberg zu einem Ort macht, wo künftig kulturpolitische Akzente gesetzt werden“, ergänzt Geschäftsführer Thomas Falk.

Bereits drei Inszenierungen für 2018 geplant

Am 19. August geht das Festival mit dem Konzert der Jungen Philharmonie Brandenburg im Rheinsberger Schlosshof noch einmal in die Verlängerung: Als Solistin ist Nadezhda Orlova – die gefeierte Micaela in den „Carmen“-Aufführungen – zu hören. Die Kammeroper und die Junge Philharmonie führen damit ihre im Frühjahr begonnene künstlerische Zusammenarbeit weiter.

Für das Jahr 2018 wird die Kammeroper ihre Serie von Uraufführungen mit „A Bad Man’ s Life“ fortsetzen. Idee, Konzeption und Libretto stammen von Frank Matthus. Mit C. M. Webers „Freischütz“ bleibt es im Heckentheater romantisch. Und am Schlosshof soll es mit Mozarts „Cosí fan tutte“ eine dritte Opernproduktion geben. Die Festspielsaison 2018 beginnt am 22. Juni und endet am 12. August.

Nach der Saison 2018 wird Frank Matthus die Kammeroper verlassen. Bisher gibt es noch keine Ausführungen dazu, wie es dann mit der Kammeroper in zwei Jahren weitergehen wird.

Von Christina Koormann

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