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180 Menschen gedenken Unfallopfer Vanessa

Dossow 180 Menschen gedenken Unfallopfer Vanessa

Genau ein Jahr nach dem Unfall, bei dem Vanessa Fitz aus Dossow (Ostprignitz-Ruppin) ihr Leben verlor, gedachten am Montagabend rund 180 Menschen der getöteten 17-Jährigen. Ihre Eltern hatten zum Gedenken am weißen Holzkreuz aufgerufen.

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Die Eltern Silke und Thomas Fitz am weißen Holzkreuz ihrer toten Tochter.

Quelle: Björn Wagener

Dossow. Es ist still. Fackeln umsäumen das weiße Kreuz mit dem goldfarbenen Namenszug „Vanessa“. Immer wieder stehen Menschen davor, verharren einen Moment. Viele legen Blumen nieder. Mancher stützt seinen Kopf auf der Schulter des anderen. Umarmungen, Tränen, leise Worte des Trostes, Musik – es herrscht ist eine bewegende Stimmung.

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Rund 180 Menschen gedachten am Montagabend Vanessa Fitz aus Dossow. Das Mädchen starb genau vor einem Jahr an der Straße kurz vor Dossow, als sie auf ihrem Moped mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß. Sie wurde nur 17 Jahre alt. Redner Christian Dörendahl von der Kirchengemeinde sprach.

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Rund 180 Menschen kamen am Montagabend um 19.30 Uhr an der Straße in Richtung Dossow, am Abzweig nach Goldbeck, zusammen, um Vanessa Fitz zu gedenken. Sie erinnerten sich an das Mädchen aus Dossow, das genau ein Jahr zuvor an dieser Stelle und zu dieser Zeit sein Leben verlor. Die 17-Jährige war mit ihrem Moped auf dem Weg nach Hause, als sie mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß.

Zeit für Erinnerungen

„Wir wollen jetzt an die Zeit denken, die wir mit Vanessa verbracht haben“, sagte Christian Dörendahl. Der Vorsitzende des Gemeindekirchenrats Dosse-Brausebach sprach Worte des Gedenkens zu den Anwesenden – neben den Eltern Silke und Thomas Fitz Verwandte, Freunde, Bekannte, Mitschüler, Feuerwehrleute, die damals am Unfallort im Einsatz waren.

Ein Apfelbäumchen als Geschenk

„Ich habe Vanessa bei ihrer Taufe kennengelernt. Sie fand am Dranser See statt. Das hatte ich so zuvor noch nie erlebt“, sagte Christian Dörendahl. Er übergab ein Apfelbäumchen an die Eltern der Verunglückten. „Luther wurde einmal gefragt, was er tun würde, wenn die Welt untergeht. Und er sagte, er würde dann noch einen Apfelbaum pflanzen.“

Den Eltern, so Dörendahl, gehe es ganz ähnlich. Auch für sie „ist eine Welt untergegangen, denn ein lieber Mensch ist nicht mehr da. Er lebt nur noch in der Erinnerung.“ Der Baum solle diese Erinnerung wach halten.

Trotz des Schmerzes schwang in Dörendahls Worten auch Hoffnung: „Die Zeit der Trauer hat uns ergriffen. Irgendwann aber kommt ein Lichtstrahl, der die Dunkelheit ein wenig verblassen lässt.“

Von der Polizei gesichert

Der Ort des Gedenkens wurde von der Polizei gesichert. Schilder bremsten Kraftfahrer bis auf Tempo 20, um die Veranstaltung vorsichtig einspurig passieren zu können. Ein Einsatzwagen der Feuerwehr sorgte mit einem Lichtstrahler dafür, dass der Ort des Geschehens etwas erhellt wurde. Ein Triebwagen, der den nahen Bahnübergang passierte, tat das mit gedrosselter Geschwindigkeit. „Die Bahn war über die Gedenk-Veranstaltung natürlich informiert“, sagte Thomas Fitz.

Es sei nicht leicht gewesen, die nötigen Genehmigungen einzuholen. Denn der Unfallort auf der Kreisstraße befindet sich nur wenige Meter vom Bahnübergang entfernt, so dass mehrere Behörden einbezogen werden mussten. „Wir wollten das Ganze aber trotzdem am Unfallort stattfinden lassen, nicht auf dem Friedhof“, sagt Thomas Fitz, der die Wiese vorm Bahnübergang am Freitag noch selbst gemäht hatte.

Es war nicht unsere Idee

„Es war gar nicht unsere Idee, ein Gedenken am Unfallort abzuhalten“, sagt Silke Fitz. Vielmehr sei dieser Vorschlag von einer Verwandten gekommen.

„Am Nachmittag hatte ich noch etwas Angst davor, aber jetzt geht es“, sagte Thomas Fitz gegen Ende dieses bewegenden Abends im Fackelschein. Dass so viele Menschen zur Gedenkveranstaltung kamen, liege wohl auch daran, dass „Vanessa sehr beliebt war. Wenn sie zum Beispiel mit dem Hund spazieren ging, sprach sie oft auch mit älteren Leuten im Dorf“, sagt Silke Fitz.

Prozessbeginn noch immer unklar

Einen Termin für den Beginn des Prozesses gegen den Unfallfahrer gebe es auch nach einem Jahr noch immer nicht. Erst wenn er seine Strafe bekommen habe, könne sie sich vielleicht ein wenig beruhigen, meinte Silke Fitz. „Wenn er mit Bewährung davonkäme, wäre das für mich unerträglich.“

Etwa 180 Menschen gedachten der verunglückten 17-Jährigen

Etwa 180 Menschen gedachten der verunglückten 17-Jährigen.

Quelle: Björn Wagener

Von Björn Wagener

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