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19. Fest im Neustädter Forstlehrgarten

Mini-Ameisenlehrpfad eröffnet 19. Fest im Neustädter Forstlehrgarten

Beim traditionellen Fest im Forstlehrgarten Neustadt auf dem Gelände der Oberförsterein wurde am Sonntag ein Mini-Ameisenlehrpfad eröffnet. Allerdings war es den Krabbeltieren viel zu kalt für einen großen Auftritt bei der Eröffnung. Sie verkrochen sich lieber in ihrem Hügel.

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Ameisen ließen sich nicht sehen, aber Peter Jork zeigte den Kindern, wo sie gern krabbeln, wenn es sonnig ist.

Quelle: Sandra Bels

Neustadt. Den Ameisen war es auf ihrem neuen Lehrpfad im Forstlehrgarten Neustadt am Sonntag viel zu kalt. Sie verkrochen sich lieber in ihrem Hügel. „Das ist ganz natürlich“, erklärte Peter Jork, Leiter der Oberförsterei Neustadt, den Kindern und Erwachsenen. Die Eröffnung des Mini-Ameisenlehrpfades im Forstlehrgarten war ein Programmpunkt des 19. Forstlehrgartenfestes am Sonntag.

Die Besucher erfuhren, dass eine Ameise Lasten tragen kann, die 40-mal so schwer sind wie sie selbst. Eine Königin wird 25 Jahre alt, eine Arbeitsameise sechs bis acht Jahre. Jork bat darum, den Waldameisen allergrößten Respekt und Achtung entgegenzubringen. „Sie graben Gänge unter der Erde und durchlüften damit den Waldboden“, erklärte er. Der Wald profitiere aber auch von ihrer Arbeit, weil sie Insekten fressen, die den Bäumen schaden zufügen könnten. Zu Jorks kleiner Einführung in das System eines Ameisenhügels gehörte auch die Information, dass die Mini-Krabbler am Oberkiefer kleine Zangen haben, die ganz schön zwicken können. Trotz der vielen Erklärungen und Lobe ließen sich die Ameisen nicht sehen.

Ehemaliger Waldarbeiter hilft ehrenamtlich mit

„Wir haben in diesem Jahr einen Temperaturrekord aufgestellt“, sagte Jork. So kalt wie am Sonntag war es zuvor noch nie bei einem solchen Fest. Drei Grad zeigte das Quecksilber an. Zwischendurch guckte auch mal kurz die Sonne durch die Wolken, aber der April machte seinem Namen alle Ehre. Er wusste nicht, was er will, und schickte den Forstlehrgartenbesuchern auch Hagelschauer. Mit Regenschirmen und dicken Jacken erkundeten Groß und Klein das Areal. Eine lange Schlange hatte sich beim Ponyreiten gebildet. Zwei Pferde drehten ihre Runden. Auch beim Bogenschießen herrschte zeitweise Andrang. Eher gemütlich ging es bei Jürgen Kubitza zu. Er betreute die Fühlstation. In den Kisten lagen unter anderem Steine, Zapfen und Nussschalen. Fast alles wurde von den Kindern schnell erfühlt. Jork dankte Kubitza ganz besonders für seine Hilfe. Der ehemalige Waldarbeiter schied erst kürzlich aus dem Dienst aus und ist nun Rentner. „Aber er kommt her, obwohl er eigentlich gar nicht mehr im Dienst ist“, so Jork. Er dankte aber auch den anderen Mitarbeitern der Oberförsterei, die die unterschiedlichsten Stationen auf dem Gelände betreuten. Darunter waren unter anderem Bastelstraßen, ein Baumquiz und der Lehmbackofen, aus dem Waldgeister-Chefin Marita Lukas Salamipizza und Brombeer-Blätterteigtaschen zog. Eis, Honig und Bratwurst gab es ebenfalls zu kaufen.

Eltern hatten ein riesiges Kuchenangebot vorbereitet

Ein riesiges Kuchenangebot hatte die Kita Köritz in ihrem Pavillon. Die Eltern hatten gebacken. Traditionsgemäß eröffneten die Kitakinder auch das Forstlehrgartenfest. Die Si-Sa-Singemäuse boten ein buntes Programm aus Liedern und Gedichten dar. Auf selbst gebauten Trommeln ließen sie zum Beispiel afrikanische Rhythmen erklingen, und es wurde getanzt.

Gut geschützt vor den Schauern konnte auch das Blechbläserquintett 2001 der Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin auftreten. „In Anbetracht der Wettervorhersagen habe ich kurzfristig entschieden, ein kleines Zelt aufstellen zu lassen, damit die Instrumente nicht nass werden“, so Peter Jork. Das war gut, denn gerade mittags regnete es heftig. So blieben zwar die Bänke vor der Bühne leer, aber die Besucher hatten sich trockene Plätze unter Pavillons, Schirmen und Bäumen gesucht, um der Musik zu lauschen. Leiter des Ensembles ist Harald Bölk. Zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba waren zu hören. Den Namen 2001 haben sich die Mitglieder gegeben, weil sie alle 2001 geboren wurden. Zu hören waren klassische Bläsermusiken aus Barock und Renaissance sowie Spirituals und Bearbeitungen von den Beatles. Musikalisch ging es auch nach dem Auftritt des Bläserquintetts weiter. Der Männerchor 1854 Zechlin sang für die Besucher. Zum Abschluss des Festes gab es den traditionellen Gottesdienst im grünen Klassenzimmer, wie Jork den Forstlehrgarten nannte.

Von Sandra Bels

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