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Ostprignitz-Ruppin Neuruppins Millionengeschäft mit dem Rummel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuruppins Millionengeschäft mit dem Rummel
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07:59 10.11.2015
Wer wollte, konnte den tollen Blick auf Neuruppin aus 60 Metern Höhe genießen. Quelle: Christian Schmettow
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Neuruppin

Andrea Voigt kann nicht klagen. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagt die Chefin der Abteilung Stadtmarketing bei der städtischen Firma Inkom: Der Martinimarkt in Neuruppin ist in diesem Jahr bestens gelaufen. Etwa 190 000 Besucher kamen auf den größten Innenstadtrummel zwischen Berlin und Ostsee, wie die Inkom die Kirmes gern bewirbt. „Im vergangenen Jahr hatten wir noch ein paar Besucher mehr“, sagt Andrea Voigt: „Aber dafür dauerte der Martinimarkt 2014 auch einen Tag länger.“

Der Bürgermeister sieht den Rummel als Wirtschaftsfaktor

Die Stimmung war ausgelassen, das Wetter herrlich, die Besucher hatten Spaß. Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde sieht den Martinimarkt aber auch als Wirtschaftsfaktor: Wenn jeder Besucher zehn Euro auf dem Rummel ausgibt, macht das in den zehn Tagen des Jahrmarkts einen Umsatz von fast zwei Millionen Euro. Vieles davon lassen die Schausteller in der Stadt, weil natürlich auch sie hier einkaufen.

Besonders beliebt war erneut der wilde Ritt auf dem X-Factor. Quelle: Pater Geisler

Ordentlich Umsatz bringt der Rummel auch für die Stadtwerke. Etwa 1,3 Millionen Watt an Leistung stellte der Stromversorger für die 100 Fahrgeschäfte und Imbissbuden bereit. Insgesamt verbrauchte der Rummel rund 120.000 Kilowattstunden in den zehn Tagen, sagt Stadtwerke-Vertriebschef Guido Gerlach. Das ist so viel Strom, wie ein Dorf wie Lichtenberg mit 80 Haushalten in einem Jahr verbraucht. Neun Trafos haben den Strom für den Rummel geliefert – auch der neue unterirdische Trafo am Braschplatz. „Aus unserer Sicht hat sie sich bewährt“, sagt Andrea Voigt. Dadurch konnten die Kosten für die bisher eigens verlegten Kabel entlang der Friedrich-Engels-Straße gespart werden.

Gut eine Woche lang drehen sich wieder die Karussells in der Neuruppiner Altstadt. Mehr als 100 Schausteller, Händler und Gastronomen sind zum 360. Neuruppiner Martinimarkt, der größten Kirmes zwischen Ostseeküste und Berlin, angereist.

Aus Sicht der Polizei blieb es auf dem Martinimarkt in diesem Jahr weitgehend friedlich. Neun Anzeigen haben die Beamten aufgenommen. Einmal stritten sich zwei Jugendliche; einmal wurde ein Kind verletzt, als der Sicherheitsbügel eines Fahrgeschäftes klemmte. Unbekannte beschmierten Wohnwagen und Autos. Schließlich legten sich zwei Neuruppiner mit Schaustellern an und einer Rummel-Besucherin wurde das Handy gestohlen.

Von Reyk Grunow

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