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Ostprignitz-Ruppin 20 Jahre Hilfe bei Rheuma
Lokales Ostprignitz-Ruppin 20 Jahre Hilfe bei Rheuma
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02:15 17.03.2017
Kritische Kommentare inklusive: Die einfachen Übungen sollen helfen, die Beweglichkeit zu erhalten und den Alltag zu meistern. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Sie treffen sich mehrmals in der Woche und das schon seit 1997. Anfang April feiert die Kyritzer Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Rheuma-Liga ihr 20-jähriges Bestehen. Die Bundestagsabgeordnete der Linken Kirsten Tackmann aus Tornow nahm das am Dienstag zum Anlass, um sich über die Arbeit der Gruppe zu informieren – und um eine Spende vorbeizubringen. Seit Jahren reichen Linken-Politiker die von ihnen abgelehnten Diätenerhöhungen des Bundestages an soziale und gesellschaftliche Projekte weiter.

Frauen klar in der Überzahl

Die 200 Euro kamen bei der Gruppe jedenfalls gut an. Sie will das Geld in gemeinsame Aktivitäten investieren. Die und vor allem Bewegung stehen ganz oben auf der Agenda der gut gelaunt wirkenden Mitglieder. Etwa 25 seien es jetzt, berichtet Ursula Mehls aus Wusterhausen, die die Gruppe seit fünf Jahren leitet. Abgesehen vom ehrenamtlichen Übungsleiter Dieter Meißner aus Breddin handelt es sich ausschließlich um Frauen. „Einen Mann hatten wir mal, aber der ist dann schnell wieder gegangen“, sagt eine von ihnen und alle lachen. Natürlich seien auch Männer willkommen. Schließlich gehe es darum, trotz einer sehr schmerzhaften chronischen Erkrankung etwas vom Leben zu haben.

Bewegung hilft – vor allem im Wasser

Zweimal im Monat trifft sich die Gruppe in Kyritz zu gymnastischen Übungen oder zum Tanz. „Das Tanzen ist für uns ganz wichtig“, sagt Ursula Mehls. Das Training soll Spaß machen. Es geht um Lebensqualität trotz Krankheit. Sogar sechsmal monatlich fahren alle zusammen zur Wassergymnastik nach Bad Wilsnack. „Wann man im Wasser ist, ist alles gut“, erzählt die Gruppenleiterin und eine ihrer Mitstreiterinnen ergänzt: „Der Schmerz bleibt, aber die Bewegung ist besser.“

Das alles kostet natürlich Geld. Manches werden von den Krankenkassen übernommen, aber das sei ein ständiger Kampf. Das berichten viele der Gruppenmitglieder. Sie sind zugleich davon überzeugt, dass ihre Aktivitäten deutlich dazu beitragen, das Leiden erträglich zu machen. „Wenn wir eine OP brauchen oder ein künstliches Gelenk ist das viel teurer als unsere Übungen hier“, sagt eine der Damen. „Eigentlich müssten die Kassen doch sagen: Das ist gut angelegtes Geld“, fand am Dienstag auch Kirsten Tackmann.

So oder so freut sich die Gruppe über jedes neue Mitglied.

Kontakt: Ursula Mehls, 033979/136 64.

Von Alexander Beckmann

Als eine junge Frau 2014 die Straße der Jugend in Kyritz befuhr, brach eine Bodenwelle auf. Durch den Aufprall löste der Airbag aus. Die Frau erlitt Schmerzen, das Fahrzeug einen Schaden von rund 3000 Euro. Die Frau verklagte die Stadt, weil sie ihrer Verkehrssicherungspflicht nicht nachgekommen sei. Das Landgericht Neuruppin wies die Klage ab.

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