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Ostprignitz-Ruppin 20 Minuten Knistern und Knallen
Lokales Ostprignitz-Ruppin 20 Minuten Knistern und Knallen
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17:00 01.01.2018
Auf dem Wittstocker Amtshof versammelten sich Hunderte zum Familienfeuerwerk. Quelle: Christian Bark
Wittstock

In Scharen waren die Wittstocker und ihre Gäste am Silvesterabend wieder zum Amtshof der alten Bischofsburg gekommen. Dort startete um 17 Uhr das große Familienfeuerwerk. Das ließen sich auch Gundula Roos und ihr Mann Eberhard aus Randow nicht entgehen. Sie waren sogar mit dem Fahrrad nach Wittstock gekommen. „Super, dass die Stadt das hier jedes Jahr organisiert“, lobte Gundula Roos.

Bei Glühwein und Grillfleisch schauten sich Hunderte Wittstocker und Gäste das große Familienfeuerwerk auf dem Amtshof an. Der Platz an der Bischofsburg ist schon seit Jahren am Silvesterabend ein beliebter Treffpunkt, vor allem für Familien.

Aus Potsdam waren Mirko Al­brecht, seine Freundin Margarita Meyhöfer und ihr Sohn Elias gekommen. „In Potsdam findet so ein Feuerwerk nicht statt“, sagte Mirko Albrecht, der ursprünglich aus Wittstock stammte. Gut 20 Minuten folgte für die Besucher dann eine Feuershow, die zeitweise den gesamten Amtshof erleuchtete.

„Wichtig ist zu Beginn das Bodenfeuerwerk“, erklärte Pyrotechniker Heinz Bergande. Das bringe vor allem die Kinder in die richtige Stimmung. Danach gehe es weiter in Richtung Nachthimmel. Gemeinsam mit dem Hausmeister des Amtshofes und der Diesterweg-Grundschule, Jürgen Haack, beaufsichtigte Heinz Bergande sein Feuerwerk. Er passte auch auf, dass die Zuschauer nicht das Sperrband überschritten. Mit dem Familienfeuerwerk stellt Wittstock brandenburgweit eine Ausnahme dar. „Ein so großes Feuerwerk nimmt auch die Gefahr, dass die Leute privat zuviel anzünden“, erklärte der Pyrotechniker. Denn nach der Show werde oft innerhalb der Familie im kleinen Rahmen weitergefeiert.

Seit sieben Jahren für das Feuerwerk zuständig

Seit sieben Jahren ist der Tangermünder für das Familienfeuerwerk in Wittstock zuständig. „Nachher geht es noch nach Havelberg und um Mitternacht mache ich das Feuerwerk in Tangermünde“, sagte Heinz Bergande.

Über 2000 Zuschauer waren nach Schätzung des Pyrotechnikers sowie der Kulturamtsmitarbeiterin Petra Fastenrath am Sonntagabend zum Amtshof gekommen, um das Feuerwerk zu sehen. Seit zwölf Jahren organisiere die Stadt das Familienfeuerwerk. 2005 sei es durch einen Gewinn einer RBB-Weihnachtsbaum-Aktion möglich geworden. „Damals hatten die Wittstocker den schönsten Weihnachtsbaum im Land geschmückt“, blickte Petra Fastenrath zurück. Das frühe Feuerwerk sei so gut angenommen worden, dass es die Stadt seitdem jedes Jahr für die Familien zu einer nicht allzu späten Uhrzeit krachen lässt. Die Kosten dafür liegen jedes Jahr im hohen dreistelligen Bereich, wie es aus der Stadtverwaltung heißt. Sie hätten sich in den vergangenen Jahren gesteigert.

„Das Material wird teuerer und mein Mitarbeiter bekommt nun einen höheren Stundenlohn“, erklärte Heinz Bergande. „Klar steigen da die Kosten.“ Allerdings halte es sich im Rahmen, wie Petra Fastenrath sagte. Die Hauptsache sei es doch, den Leuten einen schönen Jahresausgang zu bieten.

Von Christian Bark

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