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Ostprignitz-Ruppin 200 000 Euro für neue Instrumente
Lokales Ostprignitz-Ruppin 200 000 Euro für neue Instrumente
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00:18 04.12.2016
Das Schlosstheater Rheinsberg soll künftig auch wieder für Veranstaltungen von Vereinen aus der Region offen stehen. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Über ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk darf sich Thomas Falk, der Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg, freuen. Denn die Musikakademie kann sich noch in diesem Jahr drei neue Flügel anschaffen – einen 75 000 Euro teuren Steinway sowie zwei je 21 000 Euro teure Flügel der Marke Yamaha.

„Die Instrumente sind die Basis der Musikakademie, die muss stimmen“, sagte der 50-Jährige am Donnerstag. Schließlich ist die Akademie eine Übungsstätte für viele junge Musiker. „Da sollten die Instrumente nicht schlechter sein als die, die die Musiker selbst zu Hause haben“, so Falk. Sonst könnte die deutschlandweite Nachfrage nach Kursen im Prinzenstädtchen schnell sinken. Diese Gefahr scheinen der Bund und das Land erkannt zu haben. Sie haben der Musikakademie außer der Reihe einen Zuschuss von 200 000 Euro gewährt. „Der Investitionsstau wurde erkannt“, freute sich Falk. Dank der Förderung können jetzt auch in die Jahre gekommene Instrumente von Experten generalüberholt werden.

Falk: Rheinsberg ist wie eine Enklave

Hingegen muss die Sanierung der 43 Zimmer mit 83 Betten im Gästehaus noch warten – und das, obwohl das Mobiliar schon recht verwohnt ist und vielfach einen morbiden Eindruck bei Besuchern hinterlässt. Immerhin hat die Musikakademie, die wie die Kammeroper zur 2014 gegründeten Musikkultur Rheinsberg gehört, jetzt wenigstens für das nächste Jahr 50 000 Euro für Investitionen in den Haushalt einstellen können. Auch das war nur möglich, weil die Förderung von Bund und Land um genau diesen Betrag erhöht wurde. „In den vergangenen Jahr stand bei Investitionen immer eine Null“, so Falk. Der Berliner, der an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Tuba studiert hat, ist erst seit September Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg. Zuvor leitete er 25 Jahre den Landesverband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg. Falks Begeisterung für seine neue Arbeitsstelle ist ungebrochen. „Rheinsberg ist wie eine Enklave. Hier ist ein konzentriertes Arbeiten möglich.“ Zudem gebe es keine Akademie, die ein eigenes Theater habe. „Das ist bundesweit einmalig.“

Falk: Die Musikakademie darf kein Elfenbeinturm sein

Falk will, dass das Theater künftig wieder mehr bespielt wird. Auch regionale Vereine sollten es nutzen können, wie der Karnevalsclub. „Die Musikakademie darf kein Elfenbeinturm sein.“ Damit Vereine aus der Region nicht so tief in die Tasche greifen müssen, könnte es Sonderkonditionen geben. Falk strebt ebenfalls eine enge Zusammenarbeit mit dem Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum an. Dieses könnte das Schlosstheater für Veranstaltungen nutzen, bei denen viele Besucher erwartet werden. Das hätte für beide Seiten Vorteile: Zum einen müssten sich Gäste nicht mehr in den engen Räumen des Literaturmuseums drängen, wie es derzeit immer mal wieder der Fall ist; zum anderen würde der Konzertkalender im Schlosstheater durch die Veranstaltungen des Museums geadelt, sagte Falk.

Neue Ideen und altbewährte Formate

Der Geschäftsführer kündigte für das nächste Jahr einige neue Ideen an, was die Veranstaltungen zu Ostern und Pfingsten betrifft – ohne allerdings Details zu verraten. Für das Jahresende wird indes auf bewährte Formate gesetzt: Das Silvesterauftaktkonzert bestreitet die Kammersymphonie Berlin. Der Silvesterball steht indes unter dem Motto „Carmen“, die Oper soll im Sommer bei der Kammeroper im Heckentheater aufgeführt werden. Deshalb werden beim Silvesterball auch Sänger von „Carmen“ auftreten. Falk versteht das als Signal, dass Kammeroper und Musikakademie auch inhaltlich fusioniert sind.

Von Andreas Vogel

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