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200 Besucher an „Einsamer Eiche“

Nackel 200 Besucher an „Einsamer Eiche“

Seit mehr als 20 Jahren wird immer im Sommer im Luch zwischen Nackel und Damm gesellig gefeiert. Dann ist die „Einsame Eiche“, die dem Fest den Namen gibt, gar nicht mehr allein. Das Ausflugsziel lockt vor allem ältere Besucher an.

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Beliebtes Ausflugsziel: Am Sonnabend war der Platz um den Baum dicht bevölkert.

Quelle: Alexander Beckmann

Nackel/Damm. Normalerweise ist das Fleckchen mitten im Rhinluch zwischen Nackel und Damm wirklich „das letzte Ende“: Plattenwege, ein paar Äcker, Baumreihen, der Rhinkanal, viele Gräben und sonst nichts. Doch einmal im Jahr stellt der Nackeler Freundeskreis „Einsame Eiche“ das alles auf den Kopf. Dann wird an der Eiche am Ufer des Rhinkanals gefeiert.

Am Sonnabend kamen gut 200 Gäste und nahmen dabei die holperige Anfahrt und zum Teil richtig lange Wege auf sich. Da, wo sich sonst bestenfalls Fischotter und Bachstelze „Gute Nacht“ sagen, standen Tische und Bänke, Pavillons und Bierwagen. „Die Oldies“ spielten alte Lieder zu Würstchen und Kuchen. Die „Einsame Eiche“ stand mitten im dicksten Trubel.

Statt Eintritt

Statt Eintritt: Anfahrtsweg und Alter wurden erfasst – und prämiert.

Quelle: Alexander Beckmann

Das Ganze hatte dabei durchaus etwas Sportliches. Die meisten Besucher nutzten das Fest für einen Ausflug mit dem Fahrrad. Es gab sogar kleine Preise zu gewinnen: für die längste Anfahrt und für den ältesten Radler.Die meisten kamen aus Nackel, Damm, Vichel, Friesack oder auch Brunne. Aber auch aus Berlin hatte es einige ins Luch gezogen. „Ich will 100 Jahre alt werden, Dazu brauche ich Bewegung. Deshalb komme ich hierher“, stellte ein Besucher klar.

Für all dies hatten sich die 15 Mitstreiter des Freundeskreises um Monika Stoltz mal wieder ordentlich ins Zeug gelegt. Monika Stoltz hätte sogar gern noch etwas mehr geboten, meinte aber: „Aus Personalgründen mussten wir etwas kürzer treten. Drei von uns sind ja über 80.“

Freundeskreis „Einsame Eiche“ macht sich Sorgen um den Nachwuchs

Doch damit befanden sich die Organisatoren in guter Gesellschaft. Vor allem das etwas reifere Publikum nutzte die Veranstaltung. „Früher hatten wir mehr Kinder mit hier. Da hatten wir auch Spiele vorbereitet. Das brauchen wir heute gar nicht mehr zu machen“, sagte Joachim Stoltz mit sichtlichem Bedauern.

Der Freundeskreis „Einsame Eiche“ macht sich Sorgen um den Nachwuchs und damit um die Zukunft des Ausflugsziels im Luch. Ursprünglich hatte an dem Ort eine uralte Eiche gestanden, die aber vor 70 Jahren einem Blitz zum Opfer fiel. Die aktuelle „Einsame Eiche“ darf ruhig noch ein bisschen wachsen. Doch ein idyllisches Fleckchen bleibt der Platz allemal.

Von Alexander Beckmann

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