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2019 wird Möhring auf Fontane treffen

Alt Ruppin 2019 wird Möhring auf Fontane treffen

In Alt Ruppin hat sich ein neuer verein gegründet, der an den wohl bekanntesten Sohn der einstigen Stadt erinnern will. Mit einem eigenen Projekt wird sich die neue Ferdinand-Möhring-Gesellschaft auch am Fontanejahr 2019 beteiligen. Möhring und Fontane lebten zur selben Zeit.

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Der Möhringchor aus Alt Ruppin erinnert bis heute an den einstmals bekannten und beliebten Komponisten, Kirchenmusiker und Chorleiter Ferdinand Möhring.

Quelle: Regine Buddeke/Archiv

Alt Ruppin. Fontane ist wichtig für Neuruppin – Möhring ist es aber auch. Der Schriftsteller und Journalist Theodor Fontane wurde 1819 in Neuruppin geboren, der Komponist, Kirchenmusiker und Chorleiter Ferdinand Möhring kam 1816 in Alt Ruppin zur Welt. „Beide waren Zeitgenossen“, sagt die Musikwissenschaftlerin und Landtagsabgeordnete Ulricke Liedtke. Beide Namen wieder zusammenzubringen ist für sie und ihre Mitstreiter ein großes Anliegen. Wenn es nach ihnen geht, wird Neuruppin 2019 nicht nur den 200. Geburtstag Fontanes feiern, sondern auch an Ferdinand Möhring erinnern.

„Zeitgeist, Zeitspiel, Zeitklang“ lautet der Titel des Projektes, mit dem sich die frisch gegründet Ferdinand-Möhring-Gesellschaft noch in diesem Monat um Fördermittel für ein Projekt im Neuruppiner Fontanejahr bewerben will. 16 Möhringliebhaber hatten sich am Mittwoch in der Begegnungsstätte neben der Alt Ruppiner Kirche getroffen, um den Verein zu gründen, der künftig an Alt Ruppins vielleicht bekanntesten Sohn erinnern soll. Der Verein will das Erbe Möhrings bewahren, will sein Leben und sein Werk erforschen, will die kirchenmusikalische Arbeit unterstützen, auch die Sanierung und den Bau von Orgeln, er will junge Talente fördern und noch einiges mehr.

2018 will sich der neue Verein der Kirchenmusik widmen

Zur Vorsitzenden wurde Ulrike Liedtke gewählt, Schatzmeisterin ist Alt Ruppins Ortsvorsteherin Heidemarie Ahlers, Schriftführerin die Journalistin Uta Greschner. Die drei hatten maßgeblich die Feiern Anfang 2016 organisiert, mit denen die Alt Ruppiner an Ferdinand Möhrings 200. Geburtstag erinnert haben. Neben ihnen engagieren sich aber noch mehr für Möhrings Erbe: Neuruppins Kantor Matthias Noack zum Beispiel, der pensionierte Superintendent Joachim Harder, Neuruppins frühere stellvertretende Bürgermeisterin Margarete Jungblut und der Musikwissenschaftler Martin Loeser.

Möhrings Arbeit als Kirchenmusiker wird im kommenden Jahr der erst Schwerpunkt in der Arbeit der neuen Gesellschaft sein. Matthias Noack und Martin Loeser wollen versuchen, alte Werke wiederzubeleben.

Zu seiner Zeit waren die Kompositionen von Ferdinand Möhring sehr beliebt, später gerieten sie in Vergessenheit. Felix Mendelssohn Bartholdy hat eine Sinfonie von Möhring im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt und war sehr angetan von der Musik. Die Noten der Sinfonie sind jedoch bis heute unauffindbar, genau wie die viele anderer Möhring-Werke.

Von Reyk Grunow

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