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21. Zühlener Viehmarkt gut besucht

Eine Lanze fürs Landleben 21. Zühlener Viehmarkt gut besucht

Welcher Hahn kräht am meisten? Wer wird stärkste Landfrau? Welches Kaninchen will ich haben? Diese und mehr Fragen wurden am Sonnabend beim 21. Zühlener Viehmarkt beantwortet. Neben den Tieren gab es auch jede Menge Wissenswertes zu erfahren – Spiel und Spaß inklusive: mit Tanz bis Mitternacht.

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Schwein muss man haben. Die Tierschau in Zühlen war klein aber fein.

Quelle: Regine Buddeke

Zühlen. Es kräht, muht, bellt und blökt gewaltig in Zühlen. Dazwischen dröhnen und tuckern alte und neue Trecker. Zum Viehmarkt in Zühlen wird die Lust aufs Landleben in allen Facetten und viel Spaß gefeiert. Ganz so der klassische Viehmarkt, wo sich Box an Box und Tier an Tier drängelt, ist der Zühlener zwar nicht – dass er indes am Sonnabend bereits seine 21.Auflage erlebt, spricht für den Erfolg der Veranstaltung, zu der Jahr für Jahr etliche Zühlener und Auswärtige kommen, obwohl das Ganze sogar einen Eintrittsobolus kostet. Und einiges an Tieren ist schon auch zu sehen: zum Streicheln, Staunen und Kaufen.

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Der 21. Zühlener Viehmarkt lockte am Sonnabend wieder etliche auf die große Festwiese: Hähne wetteiferten beim Dauerkrähen um die Krone, die stärkste Landffrau wurde gesucht, beim festumzug rollte alte und neue Landtechnik über die Dorfstraße. Auf dem Platz gab es ein buntes Programm aus Musik und Show, ein Märchenerzähler lockte die Kids ins Zelt und natürlich gab es auf dem Viehmarkt auch etliche Tiere: zum staunen, streicheln und natürlich zum kaufen. Am Rande hielt der Hundesportverein Rheinsberg seinen Tag der offenen Tür ab.

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Etwa die Hähne, die sich ein Kräh-Duell liefern. 14 sind am Start – Brahmas und Marans, Orloffs und Orpingtons haben die Rassegeflügelzüchtervereine aus Flecken Zechlin und Rheinsberg ins Rennen geschickt. Die große Frage: Welcher lässt in 30 Minuten die meisten „Kikeriki“ erschallen? Gekräht wird, was das Zeug hält: Da quietscht ein Zwerghuhn im Koloratursopran, während der größere Gockel daneben stark an eine Trompete erinnert. Die Kampfrichter führen Strichliste. Klarer Favorit ist ein Zwerg-Brahma der Züchterin Vanessa Wehrbein. Ganze 62 Mal schmetterte das krähfreudige Tier – fast doppelt soviel wie der Zweitplatzierte.

 Der 21

Der 21. Zühlener Viehmarkt war gut besucht.

Quelle: Buddeke

Ebenfalls zum Wettstreit traten am Nachmittag die Landfrauen um den Titel der „Stärksten“ an. Wer denkt, es ging hierbei um Milcheimer-Weitwurf, Wettmelken oder Mistgabel-Schwingen – Pustekuchen. Stärkste Landfrau wurde, wer am schnellsten eine bestimmte Anzahl Kartoffeln schält, Eier auspustet, eine Puppe wickelt und ein Glas Sekt leert. Hier setzte sich die Ex-Zühlenerin Sonja Baumann klar gegen ihre drei Konkurrentinnen durch.

Eröffnet wurde das Event bei bestem Sommerwetter mit einem Festumzug: gut 40 alte und neue Trecker – die meisten aus Zühlen und Umgebung – rollten lautstark durchs Dorf und sangen eine Hohelied aufs Landleben. Auch auf der Festwiese gab es ein buntes Programm. Die 5. Bläserklasse der Evangelischen Schule gab ein Ständchen, die Kids wurden vom Großwesir ins 1001-Nacht-Zelt gerufen und lauschten dem Märchenerzähler hingebungsvoll. Stimmungskanone Jens Hörstel, der als Jürgen von der Lippe genauso überzeugt wie als Helga Hahnemann, Horst Schlemmer und Heino, rockte sein Publikum, das gemütlich bei Kaffee, Kuchen und Erbsensuppe vor der Bühne lagerte. Hüpfburg, Kinderschminken und die Eis-Zauberei Rheinsberg wurden ebenfalls gut nachgefragt. Am Rande konnte man einige Rassetiere – Schweine, Kühe, Pferdchen, Schafe, Esel und Kaninchen bestaunen – für etliche Kids ein Grund, sich die Nase am Käfig platt zu drücken.

Alte Erntetechnik neu erlebt

Alte Erntetechnik neu erlebt.

Quelle: Buddeke

Der Landwirtschaftsbetrieb Hacker demonstrierte alte Dreschtechnik, ein paar Meter weiter zeigte ein Holzschnitzer an der Motorsäge sein Können.

Die Dierberger Feuerwehr ist mit einem modernen Löschfahrzeug vor Ort, das besichtigt werden kann. Auch die Zühlener Wehr ist mit ihrem – schon fast antiken – Einsatzfahrzeug präsent und lädt zur Probe-Spritztour ein.

Wurde der Viehmarkt in den Vorjahren noch vom Ortsvorsteher Hartmut Schliephacke organisiert, haben sich nach dessen Rückzug nunmehr andere gefunden, die die Organisation des beliebten Events im Schulterschluss mit der Stadt Rheinsberg stemmen. „Wir haben dafür extra den Verein ’Zühlen aktiv’ gegründet“, berichtet dessen Vorsitzender Jan Güntzel der mit den Besucherzahlen zufrieden ist. „Gut wie in den Vorjahren“, sagt er. Das gelte auch für den abschließenden Tanz bis zur Mitternacht.

 Zum Zühlener Viehmarkt gehört auch der Hundefreunde-Verein Rheinsberg

Zum Zühlener Viehmarkt gehört auch der Hundefreunde-Verein Rheinsberg: hier bei der Hundequadrille.

Quelle: Buddeke

Auf der angrenzenden Wiese hält der Verein „Hundesportfreunde Rheinsberg“ Hof – mit einem Tag der offenen Tür. Schon seit ihrer Gründung vor fünf Jahren arbeiten die 32 Mitglieder mit ihren Vierbeinern in Zühlen und sind traditionell Begleitpartner des Viehmarktes. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens haben die Akteure ein buntes Programm ausgetüftelt, bei dem unter anderem eine Hundequadrille gezeigt wird, dazu Shows namens „Trick-Dog“, „Agility“ und eine Welpenstunde, wo sich Hundebesitzer Tipps und Tricks holen können – genau wie auf dem kniffeligen Parcours, der für alle großen und kleinen Hunde offen ist.

Von Regine Buddeke

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