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Zwei Jahre Haft für Überfall auf Taxifahrer

22-Jähriger vor dem Amtsgericht Neuruppin verurteilt Zwei Jahre Haft für Überfall auf Taxifahrer

Ein 22-Jähriger ist am Dienstag vor dem Neuruppiner Amtsgericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Zudem muss er 1500 Euro zahlen. Er hatte einen Taxifahrer am Bahnhof am Rheinsberger Tor überfallen, geschlagen und von ihm Geld, Handy und Uhr gefordert.

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Der Überfall auf den Taxifahrer ereignete sich am Bahnhof Rheinsberger Tor in Neuruppin.

Quelle: dpa

Neuruppin. Seit 18 Jahren fährt Karsten F. nachts Taxi. In dieser Zeit hat er so manches erlebt, doch so etwas wie am 29. September 2014 noch nie. Der 51-Jährige wurde von einem jungen Mann am Taxistand am Rheinsberger Tor angegriffen, geschlagen und um Geld und Uhr erleichtert. Der vielfach vorbestrafte Christian R. wurde am Dienstag vom Neuruppiner Amtsgericht unter anderem wegen räuberischer Erpressung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Dass er in der Tatnacht viel Alkohol getrunken hatte und zwei Kumpel am Bahnhof abholen wollte, wusste Christian R. noch. Auch, dass es irgendwie Ärger gab.Der 22-Jährige räumte ein, dass es „so gewesen sein wird wie in der Anklage steht“. Er wolle sich auf keinen Fall als Unschuldslamm darstellen.

Als solches hat ihn Karsten F. auch nicht erlebt. Er unterhielt sich mit seinem Kollegen Thomas P., als Christian R. ankam, sich auf den Beifahrersitz setzte und sich ungefragt an Süßigkeiten bediente und den Visitenkartenständer umwarf. Er drohte Karsten F. Prügel an, als dieser ihn ganz ruhig und sachlich auf sein Benehmen hinwies. und ihn aufforderte, das Auto zu verlassen. Er selbst stieg auch aus, verschloss das Fahrzeug und rannte Richtung Bushaltestelle, Christian R. hinterher. Er schubste den Taxifahrer zu Boden und forderte Geld, Handy und Uhr. Dann ließ der Angeklagte von ihm ab, Karsten F. rappelte sich hoch. Christian R. kam zurück, haute ihn wieder zu Boden, setzte sich auf ihn und hieb auf ihn ein. In der Zwischenzeit hatte Thomas P. die Polizei informiert und den jüngeren Kollegen Kay S., der am Schulplatz stand, zu Hilfe gerufen. Eine Blutalkoholprobe bei Christian R. ergab später einen Wert von 1,85 Promille. Die Beamten, die ihn festnahmen, beschimpfte er als Affen. So wurden sie auch Stunden zuvor tituliert, als sie in die Artur-Becker-Straße gerufen worden waren. Dort waren aus dem fünften Stock Gegenstände aus dem Fenster geworfen worden, wohl von Christian R.

Dass Alkohol sein Problem ist und er betrunken Straftaten verübt, hat er eingesehen. Und sich nach seiner Haftentlassung im August 2014 auch geändert. Die guten Vorsätze hielten nicht lange, so die Bewährungshelferin. Sie stellte ihm keine günstige Sozialprognose. Dem schloss sich das Gericht an. Christian R. muss seine Strafe im Gefängnis absitzen und zudem 1500 Euro Schmerzensgeld und 125 Euro Schadensersatz an Karsten F. zahlen.

Von Dagmar Simons

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