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22. Töpfermarkt gut besucht

Rheinsberg 22. Töpfermarkt gut besucht

Der Regen hielt sich weitgehend zurück, die Besucher dafür umso weniger: auch der 22. Rheinsberger Töpfermarkt punktete mit einer riesigen Auswahl an Gebrauchs- und Zierkeramik von knapp 100 altbekannten und neuen Ausstellern, allesamt auf qualitativ und kreativ hohem Niveau. Die Besucher wissen das seit je zu schätzen und kamen in Scharen.

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Zum Schwach werden: wer angesichts des riesigen Angebotes an schönen Dingen die Börse in der Tasche ließ, musste sehr stark sein.

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. Die Scheibe dreht sich, immer wieder taucht Peter Ludwig die tonverschmierten Hände ins Wasser und zieht mit genau den richtigen Griffen das Material auf der Töpferscheibe nach oben in die gewünschte Form. Peter Ludwig stammt aus einer Töpferdynastie – seit 1746 produziert seine Familie in Görtzke Waren aus Ton. Das stellt der Keramiker nicht nur beim Schautöpfern in der Rheinsberger Rhinpassage unter Beweis, auch an seinem Töpfermarkt-Stand kann man die Resultate seiner langjährigen Tätigkeit in diesem Gewerbe bewundern.

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Das Wetter hielt sich wacker – insofern war auch der 22. Rheinsberger Töpfermarkt gut besucht. Knapp 100 Keramiker hatten ihre Stände aufgebaut – das Interesse war angesichts der bereiten Vielfalt riesig. Kaum jemand, der angesichts der dekorativen Teile für Tisch, Vitrine oder Garten nicht schwach wurde.

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Peter Ludwig ist einer von 99 Töpfern, die am Wochenende wieder dafür sorgten, dass tausende Gäste die Qual der Wahl hatten. Die Vielfalt war wie gewohnt beachtlich – dass die Qualität ebenfalls hoch ist, wissen die Besucher längst, die teils von weither anreisen, um sich mit verschiedenster Keramik einzudecken.

Immerhin bekommt nicht jeder den Zuschlag für Rheinsberg – es bewerben sich immer weit mehr Töpfer um einen Stand, als in die Innenstadt passen. Eine Jury muss ran – genauso wie beim Keramikpreis der Stadt Rheinsberg, der jedes Jahr unter einem anderen Motto ausgelobt wird. War im vergangenen Jahr Tucholskys „Bilderbuch für Verliebte“ das Thema, sind es in diesem Jahr Vasen. „In diesem Jahr haben sich 56 Keramiker am Wettbewerb beteiligt – der absolute Rekord“, sagt Christel Titze-Manigk vom Keramikhaus Rheinsberg. Die Wahl fiel – es habe lange gedauert ob des höchst kreativen Angebotes – schlussendlich auf Markus Böhm, der den Hauptpreis vor Heike Raabe und Susanne Mücke erhielt.

Schale von Kathrin Jacobs

Schale von Kathrin Jacobs.

Quelle: Regine Buddeke

Das Wetter zwingt am Sonnabend nur selten zum Schirmaufspannen, insofern ist das Schlendern zwischen den Ständen ein Vergnügen. Viele Besucher wollen es genau wissen, fragen zu den verschiedenen Techniken.

Etwa bei Kathrin Jacobs. „Ich muss am Ende immer die Perfektion brechen“, erklärt sie einer Kundin. Ihre Schalen wirken wie aus schwarzem Lavagestein, der Rand ist brüchig-rau – innen schimmern sie leuchtend-blau, mit Rissen durchzogen. „Asiatische Raku-Technik“, erklärt sie, die zwar schon oft in Netzeband, aber noch nie auf dem Rheinsberger Markt war. Und gerne, wie sie sagt, hier etwas bei den Kollegen kauft.

David Whitehead ist auch zum ersten Mal dabei – so neu, dass er nicht mal ein Zelt für seinen Stand dabei hatte. „Wir haben ihn nicht im Regen stehen lassen und ihm ein Dach überm Kopf besorgt“, so Wolfgang Titze von der Keramikgruppe Rheinsberg – der Spezialeinheit des Rheinsberger Heimatvereins, die jenen bei der Organisation des beliebten Marktes mit Rat und Tat unterstützt.

Peter Ludwig beim Schautöpfern

Peter Ludwig beim Schautöpfern.

Quelle: Regine Buddeke

„Deswegen kommen unsere Töpfer gern her, weil wir uns kümmern.“ Etwa Willibrord Börger – der Holländer bietet alles rund ums Tier an: Tränken und Nistkästen – die Idee dazu hat er vom Gemälde eines holländischen Malers bekommen.

Peter Taubert ist stolze 630 Kilometer vom Niederrhein angereist und bereut es nicht. „Ein schöner Platz“, sagt er. Er habe von Kollegen gehört, dass Rheinsberg eine gute Adresse sei. Das habe ihn neugierig gemacht. Auch Sibylle und Paul George von „Optimistische-Art“ sind neu in Rheinsberg. Bei der fünften Bewerbung habe es endlich geklappt, verrät Paul George. Die beiden Töpfer locken mit tönernen Windspielen und knallbunten Gute-Laune-Schalen, die schon von Weitem ins Auge fallen. Der Name passt zum Produkt. Und auch die Gäste haben sämtlich gute Laune. Schon deswegen, weil auch das Angebot rund um den Markt so bunt ist, wie die Keramik selbst. Um die Musiker von „Quietsch-Fiedel“ schart sich die Menge – während die Kinder tanzen, wärmen sich die Erwachsenen die Hände am Glühwein.

Die Entscheidung fällt oft schwer

Die Entscheidung fällt oft schwer.

Quelle: Regine Buddeke

„Wir sind regelmäßig hier – und sind immer wieder begeistert von der Riesenauswahl“, sagt Peter Kunte aus Flecken Zechlin, während er seine Einkäufe verstaut. Er ist mit dieser Meinung nicht allein.

Von Regine Buddeke

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