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Ostprignitz-Ruppin 23. Töpfermarkt bestens besucht
Lokales Ostprignitz-Ruppin 23. Töpfermarkt bestens besucht
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14:24 15.10.2017
Welcher ist der schönste? Im Zweifelsfall am besten beide kaufen. Die Händler sehen es gerne. Quelle: Regine Buddeke
Rheinsberg

„Solch ein Gewimmel möcht ich sehn“ – Goethes Wort passt haargenau auf das, was am Wochenende in Rheinsberg los war. Zum nunmehr 23. Töpfermarkt strömten Himmel und Menschen zusammen. „Ich habe an einem Töpfermarkts-Sonnabend noch nie so viele Menschen hier gesehen“, sagte der Vorsitzende des Heimatvereins Robert Franck, der im Schulterschluss mit dem Keramik-FörderVerein den Markt organisiert. Der in diesem Jahr den krönenden Abschluss der ersten Internationalen Keramiktage bildet.

Viel Volk, viel Keramik. Gute Keramik. Die Qualität des Töpfermarktes ist hoch. Jahr für Jahr bewerben sich weit mehr Händler, als in Rheinsbergs Innenstadt passen. Für die Kunden bedeutet das ein breites Angebot für jeden Geschmack und Geldbeutel.

Die Woche sei gut verlaufen, so Christel Titze-Manigk vom Verein, die am Sonnabend in der Remise die Einzelausstellung des Katalanen Pep Gomez eröffnet. Der Keramiker ist seit vielen Jahren beim Töpfermarkt dabei. „Wir wollten gern auch mal seine großen Arbeiten zeigen.“ In der Carstens-Manufaktur läuft am Wochenende das Schaudrehen – wie in jedem Jahr ein Publikumsmagnet. Und ebenfalls in der Rhinpassage ist die Sonderausstellung der Keramiker zu sehen, die sich unter dem Motto „In Bewegung“ um den Preis der Stadt bemühen. Der Preis ist heiß: Die besten Teilnehmer dürfen im nächsten Jahr ohne Bewerbung am Töpfermarkt teilnehmen. Das lockt. Denn die Plätze – 100 sind es – sind mittlerweile begehrt. Die Keramiker wissen, dass der Umsatz stimmt. „Der Markt hat eine Qualität bekommen, die über einen reinen Gefäßmarkt hinausgeht“, freut sich Titze-Manigk, die vermehrt Sammler wahrnimmt.

Keramik kann auch lustig sein: und der Winter kommt bald. Quelle: Regine Buddeke

„Ich hab von Ihnen schon ... und brauche noch ...“, so hört man es am Wochenende häufig. Torsten und Kerstin Decker aus Lindow etwa sind Fans der Keramik von Katrin Otolski. „Unser Lieblingsstand. Diesmal haben wir zwei Weinkelche nachgekauft“, sagt Kerstin Becker. Marion Ludwig kommt dafür sogar eigens aus dem Chiemgau. „Ich kenn sie noch von bayrischen Märkten. Jetzt, wo sie nicht mehr zu uns kommt, fahre ich eben nach Rheinsberg.“ Für die Gerühmte eine Freude. „Rheinsberg ist einfach ein toller Markt. Tolles Flair, super Umsätze. Es ist schwer, hier einen Stand zu bekommen.“ Otolski nimmt jedes Jahr an der Sonderausstellung teil. „Ich spekuliere da jedes Jahr drauf“, sagt sie. Was an Rheinsberg ebenfalls wunderbar sei: „Kollegen aus dem Ausland zu treffen, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Das ist auch für uns Aussteller spannend.“

Manja Götzes Keramik schimmert in einer Frühlingssinfonie aus changierendem Blau-Grün. Ihr Markenzeichen, genau wie die Pusteblume und das obenauf prangende Gold-Krönchen. Die Berlinerin ist schon zum vierten Mal dabei: „Sehr gutes Publikum“, sagt sie.

Quietschfidel spielt immer auf, wenn Töpfermarkt ist. Quelle: Regine Buddeke

Jeder Stand ist eine Klasse für sich – die Arten der Keramik sind so vielfältig wie der Geschmack der Besucher: Ob schlicht oder üppig verziert, bemalt oder durchbrochen, zum füllen oder hinstellen, grafisch oder geblümt, Tiere und Menschen – die Vielfalt ist unglaublich. Da blitzen goldene Äuglein aus einer unscheinbaren Kröte, Gesichter erscheinen aus Liniengeflechten einer Vase, Oberflächen sind aufwendig in Muster geritzt. Wie bei Margret Ewert, die so ihr „ganz normales“ Steinzeug aufpeppt. Es gibt Wellen und Falten, Goldrandbecher und Tassen mit einem Dutzend ineinander verschlungener Henkel. Die Fantasie ist grenzenlos.

Tatjana und Andreas Kießig feiern gerade Hochzeitstag an ihrem Stand. „Wir haben uns immer wieder beworben, und freuen uns total, dass es schon zum zweiten Mal geklappt hat“, strahlen beide. Der Franzose Yvon Gauchot fachsimpelt ein paar Meter weiter mit Pep Gomez, der auch in Frankreich lebt. Nicht nur die Keramik, auch die menschen auf dem Markt ziehen Blick auf sich. Etwa Sylke Konieczny und Susi Johl. Die beiden Potsdamerinnen haben sich erst einmal am Filzstand ausgetobt. Beide tragen – Mut zum Hut – augenfällige Kreationen. „Jetzt können wir auch nach Keramik gucken“, sagt Susi Johl.

Von Regine Buddeke

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