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Ostprignitz-Ruppin 24 junge Segler im Trainingslager
Lokales Ostprignitz-Ruppin 24 junge Segler im Trainingslager
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16:38 19.08.2016
Die Idylle am Wasser kam trotz des Trainings nicht zu kurz. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Wenn die alten Hasen das machen sieht es ganz einfach aus. Doch in Wirklichkeit ist es eine echte Herausforderung, so ein Segelboot aus dem Hafen raus aufs offene Wasser zu manövrieren: mit der einen Hand paddeln, mit der anderen steuern, und dann ist da auch dauernd dieses Segel im Weg.

Im Hafen des Kyritzer Seglervereins „Untersee“ kam es am Freitag kurzfristig zu Stauerscheinungen. 24 Kinder machten sich wieder einmal auf den Weg raus auf den See.

Seit Montag verlebten die Acht- bis 16-Jährigen eine Ferienwoche im Trainingslager. Einige von ihnen waren aus Frankfurt am Main und sogar aus Trier angereist. Aber irgendwie haben sie alle familiäre Beziehungen zu Kyritz. „Da sind Kinder dabei, die vielleicht nicht bei uns im Verein sind, aber trotzdem segeln lernen wollen“, berichtet die Trainerin Gudrun Czeninga.

An der Hafenausfahrt kam es ab und an zu Stauerscheinungen. Quelle: Alexander Beckmann

Natürlich ging es um den Spaß am, auf und im Wasser. Aber gearbeitet wurde auch: Boote aufrüsten, zu Wasser lassen, segeln, an Land holen, zusammenpacken, aufräumen. Außerdem klappt Wassersport nur mit theoretischem Wissen. Davon gab es eine kräftige Portion. „Dann haben sie das Paddeln gelernt und dann die Anfänge vom Segeln“, sagt Gudrun Czeninga.

Das mit dem Paddeln war wohl nicht nur für die Fortbewegung im Hafen entscheidend. „Wir hatten sehr schönes Wetter“, schätzt die Trainerin ein, „aber ein bisschen wenig Wind.“ Da ist zur Not schon mal Muskelkraft gefragt. Spätestens abends um 17 Uhr sollten schließlich alle wieder sicher im Hafen sein.

Während die Kleinen zu Hause oder bei Verwandten übernachteten, verbrachten die Größeren die Nächte in Zelten auf dem Vereinsgelände. Auch das klappte offenbar ganz gut.

„Wir hatten ja viele Helfer“, sagt Gudrun Czeninga und nennt Nils Witte, Tina Behling und Anne-Katrin Schülke als Betreuer. Den Kindern fehlte es jedenfalls an nichts. Vereinsmitglieder und Eltern hatten das Trainingslager aktiv unterstützt: mit Kuchen, Obst, Getränken. „Mittagessen hatten wir ganz toll vom Waldschlösschen“, erzählen die Beteiligten. Ein andermal ging es rüber zur Inselgaststätte, oder man briet Kartoffelpuffer im Vereinshaus.

Nur mit so viel Engagement konnte sich das Trainingslager der Segler seit Jahrzehnten behaupten. Und mancher der alten Hasen von heute hat einst selbst bei dieser Traditionsveranstaltung des Vereins seine ersten vorsichtigen Manöver auf dem Wasser gewagt.

Am Wochenende veranstaltet der Seglerverein „Untersee“ zum 64. Mal die Kyritzer Regattatage. Um 10 Uhr startet die erste von vier Wettfahrten. Die verschiedensten Bootsklassen sind zugelassen. Auch die fortgeschritteneren Teilnehmer des Trainingslagers werden mit an den Start gehen und in ihren Optimisten, Cadets und 420er Jollen um die Platzierungen kämpfen. „Es ist ja wieder wenig Wind angesagt“, meint Gudrun Czeninga. Die totale Segler-Action wird also nicht geben. Aber dafür sind die Bedingungen auch für Anfänger gut beherrschbar.

Den organisierten Segelsport gibt es in Kyritz bereits seit 1950. Seit den 60er Jahren nutzten die Segler das heutige Vereinsgelände. Mitte der 70er entstand das Vereinshaus.

Details: www.segeln-in-kyritz.de

Von Alexander Beckmann

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