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Ostprignitz-Ruppin 24. Brückenfest gut besucht
Lokales Ostprignitz-Ruppin 24. Brückenfest gut besucht
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18:35 13.08.2017
Hol den Gegner von der Planke – das beliebte Fischerstechen gehört zum Altfriesacker Brückenfest dazu. Quelle: Regine Buddeke
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Altfriesack

Es ist sowohl Premiere als auch Tradition: Das Altfriesacker Brückenfest wird in diesem Jahr erstmalig vom neu gegründeten Verein „Altfriesacker Dorfgemeinschaft“ organisiert. Mit so bewährten Formaten wie dem Drachenboot-Cup und dem Fischerstechen. Das hat sich bewährt und so strömen auch in diesem Jahr die Besucher ans Bollwerk und auf die Zugbrücke, um ja nichts zu verpassen. Drumherum brodelt das liebevoll organisierte Fest. Das 24. – seit 1994 die Altfriesacker zum ersten Mal die Wiederherstellung ihrer Klappbrücke feierten. Nasswerden gehört dabei zum guten Ton. „Ich finde das Brückenfest so schön, dass ich genau deshalb in den Verein eingetreten bin“, so die Altfriesackerin Andrea Natho, die beim Fest mit vielen anderen mithilft.

Sport und Spaß halten sich die Waage: Auch zum 24. Altfriesacker Brückenfest spritzte das Wasser hochauf. Sowohl beim Drachenboot-Brückencup als auch beim traditionellen Fischerstechen hatten sowohl die Akteure als auch die Zuschauer jede Menge Gaudi.

„Who goes“ hat einen Pokal zu verteidigen. Das Karwer Paddelteam tritt beim nunmehr 5. Brückencup in starker Besetzung an. In Nullkommanix paddeln die sechs das Drachenboot über die Markierung – die vier anderen Teams sind völlig machtlos gegen so viel geballte Kraft. Beim Cup – so ist es Usus, sitzen beide Teams in einem Boot und paddeln quasi gegeneinander – ähnlich wie beim Tauziehen. Wer das Boot in seine Richtung über eine kurze Strecke paddelt, gewinnt. „Nur sechs Schläge – kurz und schmerzlos“, staunt ein Zuschauer am Ufer. Da können die Old Boys – ein Rugby-Team aus Velten – noch so martialisch aussehen unter ihren Wikingerhelmen, gegen die Karwer haben sie keine Chance. Genau so wenig wie die Feuerwehr Wustrau-Altfriesack-Langen, der Fehrbelliner Motorclub und die Altfriesacker Straßenkehrer.

Wen juckts? Der Gaudi überwiegt den Stachel der Niederlage. Das Wasser spritzt hochauf, die Menge kocht und feuert an. Ein Oldboy röhrt, als wäre er in Wacken. „Klingonisch für Anfänger“, grient deren Teamchef. Alle haben Spaß. Uli Baden – langjährig bewährter Moderator aus Altfriesacks Partnergemeinde – befeuert diesen noch. „Wir sind eine gut eingespielte Freizeitmannschaft“, erklärt Norman Gröer von „Who goes“ den erneuten Sieg. Auch wenn man sich nur dann und wann zu Wettkämpfen ins Boot setze. Nur ein einziges Mal müssen sich die Karwer am Samstag geschlagen geben: zu sechst gegen ein Elfer-Team aus den Besten aller unterlegenen Mannschaften.

Das Ufer füllt sich mehr und mehr – nicht nur wegen der 40 Kuchen der Dorffrauen: die Teams des Fischerstechens machen sich warm. Für den Bootslenker eine trockene Sache, der Stecher auf der Planke trägt das größere Risiko. Es ist nicht leicht, auf dem nassen Holz das Gleichgewicht zu halten, wenn man vom Gegner attackiert wird und man seinerseits versucht, ihn von der Planke zu stürzen. Beim Team „André geht baden“ scheint es in Sachen Optimismus nicht weit her zu sein. Mit besten Haltungsnoten kippt der Kämpfer denn auch mit schöner Regelmäßigkeit ins Wasser.

„Wer hat gewonnen?“, fragt ein Altfriesacker. „Keine Ahnung“, frozzelt der Moderator. Der Fischer des Teams „Keine Ahnung“ ist zwar standfest, war aber bei der Namenswahl eher unentschlossen. Mann gegen Mann – natürlich starten auch Frauen und Kinder – geht es heiter weiter bis zu den Finals. Nicht selten stürzen beide Kämpen ins Wasser. „Dreimal baden gegangen, aber viel Erfahrung gesammelt“, sagt Paula Teresiak – klatschnass.

Auch bei dem abendlichen Bootskorso gibt es viele Schaulustige: Gewinner ist das „Altfriesacker Affentheater“, vor dem Donald-Trump-Boot. Wen wunderts.

Von Regine Buddeke

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