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25 Seifenkisten und Spaß für Groß und Klein

Wuthenow (Ostprignitz-Ruppin) 25 Seifenkisten und Spaß für Groß und Klein

Rund 300 Besucher strömten zum 9. Seifenkistenrennen ins beschauliche Wuthenow. Mehr als 25 „Piloten“ machten die schnellste und die weiteste Fahrt unter sich aus. Das Familienfest wird vom örtlichen Sport- und Kulturverein organisiert und hat sich zu einer festen Instanz in dem Neuruppiner Ortsteil entwickelt.

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Die „Wuthenower Molly“ war zwar nicht die Schnellste, wurde aber von der Jury zur Schönheitskönigin gekürt.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Dicke Rauchschwaden stiegen – einer echten Dampflokomotive gleich – aus dem Schornstein empor. Sekunden später rollte „Molly“ die steile Rampe auf die Wuthenower Dorfstraße herab, beäugt von rund 100 Zuschauern.

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Das alljährliche Seifenkistenrennen ist zum festen Bestandteil des Dorflebens in Wuthenow geworden. Bereits zum neunten Mal hat der Sport- und Kulturverein das Spektakel für jung und alt organisiert. Längst steigen nicht nur Kinder in die flotten Flitzer.

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Um die schnellste Zeit würde das behäbige Vehikel von Marvin Kilian beim neunten Wuthenower Seifenkistenrennen nicht mitfahren. Am Ende aber kürte die Jury „Molly“ zur Schönheitskönigin und ehrte ihren Erbauer mit dem ersten Platz in der Kategorie Kreativität.

Viele Besucher trotz durchwachsenem Wetter

Rund 300 Gäste kamen im Verlauf des Sonnabends nach Wu­thenow zum neunten Seifenkistenrennen und Kinderfest an der Integrationskita Sonnenland des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen in diesem Jahr rund 20 selbstgebaute Seifenkisten. 25 Fahrer und Teams waren um die schnellste Zeit und die weiteste Fahrt an den Start gegangen. Eine Jury kürte die Schönste unter den Kisten im beispielsweise Lokomotiv-, Pokemon- und Kuhdesign. Doch nicht nur das Auge sollte sich erfreuen dürfen. Grillfleisch, Bier, Kaffee und Kuchen füllten die Bäuche der Besucher. Beim Backwettbewerb bewiesen etliche Teilnehmer ihr handwerkliches Geschick. Der Kuchen „Muttern zum Futtern“ sah tatsächlich einer Schraubenmutter zum Verwechseln ähnlich. Die Jury wählte Anke Neumanns originelle Idee daher auf den ersten Platz.

Für Familien mit kleinen Kindern war die Kita Sonnenland mit ihrem Spielplatz Anlaufpunkt Nummer eins. Während sich die Eltern bei Kaffee und Kuchen einem Schwätzchen hingaben, verwandelten die Mitarbeiterinnen der Kita die Gesichter der Kinder mit Schminke in bunte Tiere. Und so manches Kind konnte sich nur schwer von der großen Hüpfburg trennen.

Ein buntes Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein

Zwar musste das Seifenkistenrennen kurzzeitig wegen Regens unterbrochen werden, aber nach rund zwei Stunden standen wie von den Organisatoren geplant die Sieger fest. Die Pause bis zur Übergabe der Urkunden überbrückte die Einlage einer Kindertanzgruppe der Neuruppiner Jugendkunstschule. Im Anschluss bespielten Cindy und lngsen van Knudsen von der ABC-Show mit ihrem „Dinosaurierprogramm“ die kleine Open-Air-Bühne und sicherten sich vor allem die Lacher der jüngeren Zuschauer.

Trotz des durchwachsenen Wetters waren die Veranstalter zufrieden. „Es ist alles so gekommen, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt Christian Wenger-Rosenau. Was vor neun Jahren als Idee einer Hand voll ortsansässiger Familien begann, hat sich mit der Zeit zu einer festen Institution entwickelt. „Bei der ersten Ausgabe des Seifenkistenrennens waren vielleicht ein paar Dutzend Leute dabei und jetzt haben wir jedes Jahr mehrere Hundert Besucher. Die Dorfgemeinschaft ist stark und viele Hände packen mit an, das ist wirklich toll“, so Christian Wenger-Rosenau. „Besonders schön finde ich, dass beim Bau einer Seifenkiste Generationen zusammenkommen, wie bei der Molly. Oma Kilian arbeitet bei der Bahn, daher kam wohl auch die Idee, der Opa hat seine handwerkliche Erfahrung mit einfließen lassen und die Kinder haben die Kiste angemalt.“ Erfreulich findet Wenger-Rosenau, dass etliche Teilnehmer und Helfer wieder auch aus den umliegenden Dörfern kamen. „Die Lichtschranke zur Zeitnahme haben unsere Freunde aus Karwe gestellt.“

Eine starke Dorfgemeinschaft macht es möglich

Die gebürtige Berlinerin Juliane Stockhammer wohnt seit rund fünf Jahren in Wuthenow. „Ich bin selber Mutter. Als ich das erste Mal beim Seifenkistenrennen war, war ich sehr gerührt darüber, dass Leute so viel Liebe und Engagement zeigen, um für Kinder so ein Fest zu organisieren. Deshalb sind wir auch so gerne Teil dieser Dorfgemeinschaft.“

Im kommenden Jahr feiert das Wuthenower Seifenkistenrennen zehnten Jahrestag – Grund ür eine besondere Überraschung, findet auch Christian Wenger-Rosenau. „Was das sein könnte, kann ich aber jetzt noch nicht sagen. Fest steht nur, dass sich der Verein in nicht allzu ferner Zukunft zusammenfinden wird, um die zehnte Ausgabe zu planen.“ Während das nächste Seifenkistenrennen noch Zukunftsmusik ist, stehen für das Sportfest im August schon die Macher des nächsten Wuthenower Großereignis in den Startlöchern.

Von Jan Philipp Stoffers

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