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Ostprignitz-Ruppin 250-Kilo-Bombe wird gesprengt
Lokales Ostprignitz-Ruppin 250-Kilo-Bombe wird gesprengt
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09:05 23.10.2013
Die Splittersprengbombe bei Basdorf. Quelle: Daniel Baumeier
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Eine 250-Kilo-Bombe soll am Mittwoch, 23. Oktober 2013,  auf dem einstigen Übungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide gesprengt, eine 50-Kilo-Bombe entschärft werden. „Wir haben die Bomben russischer Bauart bei Vorbereitungen für das Heideflämmen gefunden“, sagte am Montag Feuerwerker Daniel Seidel, der für die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) die Heide nach scharfer Munition absucht. Die Bima ist Eigentümerin des 12.000 Hektar großen Areals.

Die 250-Kilo-Splittersprengbombe liegt direkt an der Oberfläche, etwa 1,2 Kilometer von Basdorf entfernt. Ihr Zünder kann nicht herausgedreht werden. Deshalb wird sie am Mittwoch gesprengt. „Solche Bomben wurden damals von den russischen Streitkräften in hoher Stückzahl aus der Luft abgeworfen“, sagte Seidel. Nicht alle sind dabei explodiert. Der Waffenexperte schließt deshalb nicht aus, dass weitere dieser gefährlichen Blindgänger in der Heide liegen.

„Die Basdorfer werden den Knall und die Erschütterungen mitbekommen“, sagte Rainer Entrup von der Bima. Allerdings müssen die Basdorfer ihre Häuser nicht verlassen: Der Sicherheitskreis beträgt 1000 Meter und befindet sich damit völlig im einstigen Übungsgebiet. Wegen der Sprengung hat die Bima nicht allein die Ordnungsämter der Region informiert, sondern auch die Flugsicherung. Grund: „Die Druckwelle nach der Explosion geht nach oben. Das gibt einen Auftriebsabriss, der für kleinere Flugzeuge gefährlich werden kann“, sagte Entrup. Seitdem die Bundeswehr aus der Heide abgezogen ist, wurde der militärische Sperrbereich aufgehoben. Damit dürfen über dem einstigen Übungsplatz auch wieder zivile Flugzeuge fliegen.

Gesprengt wird sie am MIttwoch nach 13 Uhr per Fernzündung. Bis dahin soll eine etwa drei Meter tiefe Grube ausgehoben werden. Diese soll verhindern, dass die Splitter, die noch in einer Entfernung von 800 Metern für tödliche Verletzungen sorgen können, weit fliegen. Das ist bei dieser Bombe besonders wichtig. „Sie hat noch einen extra inliegenden Splittermantel“, so Seidel.

Den hat die 50-Kilo-Bombe nicht. Sie befindet sich an einem Wegesrand gut 1,5 Kilometer von Schweinrich entfernt und hat einen Zünder, der herausgedreht werden kann. Das soll morgen versucht werden. Die Experten gehen davon aus, dass das relativ unkompliziert vonstatten geht.
Probleme bereiten der Bima indes weiter die unzähligen Streuwaffen, die in der Heide vermutet werden. „Wir haben eine sehr dünne Verteilung auf einer großen Fläche“, sagte Bima-Mann Entrup. Wie groß das Gebiet im südlichen Teil der Heide ist, auf dem tödliche Kugelbomben liegen, das ist offen. „Sie wurden aus der Luft abgeworfen, die Abgrenzung ist schwierig“, so Entrup. Kugelbomben sind kleiner als Tennisbälle. In ihnen befinden sich mehr als 100 Stahlkugeln sowie Sprengstoff. Dieser sorgt dafür, dass die Stahlkugeln mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1200 Metern je Sekunde alles durchschlagen, was in ihrer Nähe ist. Vier Kugelbomben waren im vergangenen Jahr am Gadower Damm gefunden und dort gesprengt worden. Die Bima hofft, dass durch die Auswertung der geomagnetischen Untersuchungen der Bereich eingeschränkt werden kann, in dem Kugelbomben liegen.

Von Andreas Vogel

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