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Ostprignitz-Ruppin 27 Flüchtlingskinder besuchen Lindgren-Schule
Lokales Ostprignitz-Ruppin 27 Flüchtlingskinder besuchen Lindgren-Schule
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00:17 17.06.2016
Schulleiterin Birgit Kusche. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wusterhausen

Geflüchtet vor Krieg, Unterdrückung und Armut als Teil ihrer Familien aus Syrien, Albanien, Tschetschenien und dem Irak fanden sich 27 Kinder, die die Astrid-Lindgren-Grundschule besuchen, in einer gänzlich anderen Welt wieder. Ihre Heimatorte heißen jetzt Wusterhausen, Lögow und Segeletz. Besonders die Schule lehrt sie, sich zurechtzufinden in der Fremde.

„Sie sind Nehmende und Gebende“, berichtete Schulleiterin Birgit Kusche am Montagabend dem Kultur- und Sozialausschuss der Gemeindevertretung. „Sie saugen Wissen auf, lernen voneinander und bereichern unser Leben.“ Was sich so einfach anhört, ist ein schwieriges Terrain. Besonders die Sprachbarrieren erwiesen sich am Anfang – das war Januar 2015 – als schier unüberwindbar. „Wir haben uns auf Englisch, Russisch, ein paar Brocken Arabisch, vor allem aber mit Händen und Füßen verständigt“, so die Pädagogin. Der erste Deutschkurs für die Flüchtlingskinder, dem mittlerweile ein weiterer folgte, entspannte die Lage zusehends.

Schulleiterin warnt aber auch vor Überforderung der Pädagogen

Ein Erfolg: In der jetzigen 6. Klasse kommen alle mit dem Unterrichtsstoff zurecht, auch das Trio Zugezogener, das nach den Sommerferien eine weiterführende Schule besuchen wird. Vorher steht die Zeugnisausgabe. Das von Schülern von jeher ersehnt-gefürchtete Ritual gilt für alle in der Klasse. Drei gehen, neue kommen. Birgit Kusche weiß schon von sieben Schulanfängern aus fernen Ländern, die schon bald mit einheimischen Abc-Schützen eingeschult werden. Das Fazit der Schulleiterin: „Die Integration kann gelingen.“ Aber nicht im Selbstlauf. Auch das machte die Lehrerin deutlich. Sozialarbeit sei immens wichtig. Das zeige sich täglich. Die Kinder trügen einen Rucksack schlimmer Erlebnisse mit sich herum.

Mit Zuzug weiterer Familien im zweiten Schulhalbjahr sei der Deutschkurs überbelegt. Hier braucht es Entlastung. Es gebe Konflikte zwischen unterschiedlichen Ethnien, besonders syrischen und tschetschenischen Kindern. Die zu schlichten, dabei Unterrichtsstoff bei weiterhin geringen Deutschkenntnissen der Kinder zu vermitteln, „da kann eine Lehrerin schnell zerrieben werden“, warnte Kusche. Die Schule ist in die Offensive gegangen. Sie wirbt um Hilfe, zum Beispiel für die Betreuung im Hort, und bietet sich als vorübergehende Arbeitsstätte für Praktikanten an. Nach Nicklichkeiten in den Pausen wird die Aufsicht verstärkt. Eine Busbegleitung der Linie 704 nach Lögow stellte sich als erforderlich heraus, ist aber noch nicht sicher. Trotz alldem sagt Birgit Kusche: „Wir sind stolz auf das, was wir bisher geschafft haben, im Wesentlichen aus eigener Kraft.“

Von Wolfgang Hörmann

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