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27 neue Parkplätze am Bahnhof

Neustadt 27 neue Parkplätze am Bahnhof

In Neustadt wurden am Freitag 27 neue Parkplätze in direkter Nähe zum Bahnhof eröffnet. Mittlerweile gibt es dort insgesamt 214 Stellflächen, die zumeist von Pendlern genutzt werden. Ob sie künftig ausreichen, wird sich nächste Woche zeigen, wenn die Pendler wieder unterwegs sind.

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Neustadts Bürgermeister Karl Tedsen (2.v.l.) und Amtsdirektor Dieter Fuchs (2.v.r.) eröffneten die neuen Parkplätze.

Quelle: Sandra Bels

Neustadt. Seit Freitag gibt es 27 neue Parkplätze am Bahnhof in Neustadt direkt am alten Lokschuppen. Sie sind in einer Rekordbauzeit entstanden. So lobte Neustadts Bürgermeister Karl Tedsen beim offiziellen Banddurchschnitt die Arbeit des Kyritzer Straßenbaubetriebs Baatz. Die Arbeiten begannen Ende März dieses Jahres und kosteten 120 000 Euro. Der Bau wurde zu 100 Prozent gefördert. 90 Prozent gab es aus dem Programm Kip (kommunale Infrastruktur). Der Rest wurde über das Brandenburgische Finanzausgleichsgesetz finanziert. Dazu kam es, weil nach der Ausschreibung feststand, dass die ursprünglich geplante Summe nicht ausreichte.

Amtsdirektor Dieter Fuchs fasste die Historie des Parkplatzes kurz zusammen. Demnach wurde 2013 der erste Fördermittelantrag gestellt. Die Genehmigung traf am 6. Juni 2014 ein. Sie galt damals auch noch für Parkplätze an der Zahnarztpraxis. „Als das Geld zugesagt war, haben wir begonnen, mit der Bahn über das Grundstück zu verhandeln“, so Fuchs. Erste Gespräche habe es im Oktober 2014 gegeben. Im Januar 2015 fassten die Stadtverordneten den Beschluss, das Gelände von der DB Netz Agentur für einen symbolischen Euro zu kaufen.

Das Geld reichte nicht aus

Nun folgten Bauantragstellung und die Vereinigung mit dem davor liegenden Grundstück, auf dem sich bereits Parkplätze befanden. Nachdem am 15. März 2016 die ­Baugenehmigung eingetroffen war, erfolgte die Ausschreibung, die zeigte, dass das Geld nicht ausreicht. So bemühte sich Neustadt um die 100-prozentige Förderung, was einige Zeit in Anspruch nahm. Die Zusage kam am 1. Dezember 2016.

Bereits im August 2015 war das alte Sozialgebäude der Bahn auf dem Gelände abgerissen worden, um Baufreiheit zu schaffen. Das allein kostete schon 37 000 Euro. Inzwischen hatten sich auch die Baupreise verändert. „Aber die Firma Baatz blieb bei ihrem Angebot von 2016“, sagte Dieter Fuchs. So sei die Stadt mit der Finanzierung auf der sicheren Seite gewesen.

200 Pendler stellen täglich ihr Auto am Bahnhof ab

Insgesamt gibt es jetzt 214 Parkplätze in direkter Nähe zum Bahnhof. Ob sie ausreichen, wird sich ab der nächsten Woche zeigen, wenn die Pendler wieder unterwegs sind. Neustadt plant derzeit, auch die Stellplätze hinter der Amtsverwaltung zu erweitern. Dieter Fuchs weiß, dass gut 200 Pendler täglich einen Parkplatz in Neustadt brauchen. Das habe eine Zählung ergeben. Anhand der Autokennzeichen sei zu sehen gewesen, dass die Wagen nicht nur aus Neustadt, sondern aus allen Kleeblattkommunen kommen, sogar aus Gumtow. „Wir arbeiten derzeit an einer Lösung zusammen mit Kyritz“, so Fuchs.

Die Signale aus der Nachbarstadt sind positiv. Die Kyritzer Stadtverordneten haben bereits einen Beschluss gefasst, sich finanziell zu beteiligen. Es geht um die Schaffung von Parkplätzen auf der Kampehler Seite. Dort parken schon jetzt 30 bis 40 Autos täglich nicht auf den vorgesehen Stellflächen. So könnten noch einmal etwa 67 Parkplätze auf der Kampehler Seite entstehen, die laut Zählung viele Kleeblattpendler nutzen.

Von Sandra Bels

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