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Ostprignitz-Ruppin „3 Highligen“ gastierten in Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin „3 Highligen“ gastierten in Neuruppin
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00:17 27.01.2016
Seit mehr als 20 Jahren ein harmonisches Trio auf der Bühne (v.l.): André Herzberg, Dirk Michaelis und Dirk Zöllner sind die „3 Highligen“. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Gold, Weihrauch und Myrrhe – in Gestalt ihrer schönsten Lieder, so verspricht es die Stimme aus dem Off. Und schon stehen sie auf der Bühne – mit engelsgefiedertem Heiligenschein: André Herzberg, Dirk Michaelis und Dirk Zöllner. Seit mehr als 20 Jahren touren sie als die 3 Highligen durch die Konzertsäle – auch in Neuruppin haben sie schon Station gemacht. Das Publikum liebt sie immer noch: 250 Gäste sind am Samstagabend in die Kulturkirche gekommen. „Heiligenschein aus Phosphor“ läutet den Abend ein, der mehr auf Herz und Seele zielt, als auf die Beine.

Ihre Rollen beherrschen sie aus dem Effeff; Dirk Michaelis ist der charmante Verführer, der mal mit lausbubhaftem Grinsen auf der Bühne hüpft, mal mit sardonischem Lächeln die Augenbraue hochzieht – die Frauen lieben das. André Herzberg, der Mann für die tiefen Töne und den Blues, gibt sich nicht mehr ganz so wild wie früher, ein Hauch Renitenz haftet ihm aber immer noch an – es gibt genug, was in der Welt noch faul ist und aufs Korn genommen werden muss. Und Dirk Zöllner? Der trägt zwar bürgerliches Sakko, die langen Haare und seine schwärmerische Leidenschaft zeichnen ihn immer noch als das aus, was er ist, ein sehnsuchtsvoller Rocker, der sich allen Herzschmerz und die verlorenen Lieben von der Seele schreit, rau und glutvoll zugleich.

Duette, die Gänsehaut bewirken

Schön im Konzert: die Songs, die oft noch aus den Ostrock-Zeiten kommen, wo Michaelis bei Karussell, Herzberg bei Pankow und Zöllner bei den Zöllnern sang, von allen dreien gemeinsam gesungen werden. Hier zeigt sich die jahrelange echte musikalische Gemeinsamkeit der drei – nicht nur im Titel „Seelenverwandt“, der im Grunde gut als Motto des Abends stehen könnte. Egal, wer es geschrieben hat, die anderen tragen es mit. Da entspinnen sich zum Teil Duette, die Gänsehaut bewirken. Auch weil die drei Protagonisten im Grunde Alphatiere sind, die sich musikalisch und menschlich gut zusammengerauft haben.

„Auf der Reise“ singen die drei – neben den eigenen Gitarren, dem Keyboard, an dem sich Michaelis und Herzberg wechselweise austoben, werden sie überdies vom „Schein-Highligen“ Tobias Hillig unterstützt, der für spektakuläre Gitarrenmomente sorgt. Herzberg dagegen schmuggelt den Blues in die Balladen, seine Mundharmonika bewirkt, dass die Musik auch manchmal wilder wird. „Lieb mich noch mal“, „Du hast’n Mann“ geht es weiter. „Trau-au-aurig“, stöhnen alle in gespielter Verzweiflung, bevor der Schalk im Fremdgeh-Lied wieder durchblitzt.

Auch ein paar neue Titel haben die drei im Gepäck. „Damit ihr seht, dass wir uns weiterentwickeln und nicht nur die alten Kamellen spielen“, erklärt Michaelis und heizt die Menge an wie ein Drachenboot-Trommler, fordert das rhythmische Klatschen und Mitsingen heraus. Die Fans tun wacker mit. „Eigentlich schade, dass nicht mehr Leute da sind“, bedauern Antje Rink und Claudia Eisele. Die beiden Freundinnen hält es nicht auf den Stühlen, sie tanzen und singen vom Rand aus mit.

Es folgen noch die ganzen großen Titel: Herzbergs „Staub im Wind“, Zöllners wunderbares Liebeslied „Ich bin wie Sand“, Michaelis’ „Stilles Dorf“ – die Seele schwelgt, erste Feuerzeuge glimmen. „Lass mich nicht los“ – so voller Inbrunst, bis Zöllner die Saite reißt. Und was am Ende auch nicht fehlen darf: die Kult-Hymnen „Als ich fortging“ von Michaelis und Zöllners „Käfer auf’m Blatt.“

Von Regine Buddeke

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