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3. Drachenbootcup zog Aktive und Gäste an

Flecken Zechlin 3. Drachenbootcup zog Aktive und Gäste an

Synchron sollte es schon sein, wenn die Drachenbootsportler ihre Paddel eintauchen – dafür sorgt schon der Trommler, der den Takt anpeitscht. Dann zischt das Boot nur so durch die Gischt. Viele Besucher und Mannschaften haben sich am Sonnabend zum 3. Flecken Zechliner Drachenbootcup getroffen. Der Spaß stand klar im Vordergrund. Dafür wurde einiges geboten.

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Nass werden gehört dazu: Im Wasser wurde um jeden Zentimeter gekämpft.

Quelle: Regine Buddeke

Flecken Zechlin. Ein Chamäleon in Gummistiefeln? Dorothea Oberleiter lacht. „Das kann schon auch als Drache durchgehen. Hauptsache Glücksbringer“, sagt die Dorf Zechlinerin in ihrem bunt-getüpfelten Kostüm. „Immerhin haben wir die 200 Meter schon gewonnen, und im Vorjahr waren wir auch die Ersten“, erzählt sie und schwenkt alsbald wieder laut jubelnd ihre Dorf-Fahne. Gemeinsam mit etlichen anderen Dorf Zechlinern feuert sie am Sonnabend ihr Drachenbootteam an. Eines von acht , die allesamt beim 3. Flecken Zechliner Drachenbootcup am Start sind.

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Zehn Teams, zwei Strecken und ein Firmen-Cup: beim 3. Drachenbootcup in Flecken Zechlin wurde hart gekämpft und fröhlich gefeiert. Die Lust an der Freude war oberstes Gebot des Wettkampfes, der zum dritten Mal stattfindet und immer wieder neue Drachenbootsportler anzieht. Auch die Zuschauer durften spontan mittun.

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Daneben machen sich die gerade die Turboschnecken startbereit. Im Kreis, die Köpfe nach innen gesteckt, gibt die Coachfrau noch letzte Instruktionen. „Schnecken: Go, go, go“, erschallt der Schlachtruf, dann klettern die zwölf Frauen ins Boot. Jeweils zehn Aktive sitzen am Paddel, vorn die Trommlerin, hinten der Steuermann. Gerade laufen die Vorausscheide auf der kurzen Distanz. 100 Meter zischen die vier Drachenboote durchs Wasser, am Ende misst eine Zielkamera, welcher Drache als erstes durchs Ziel schießt. Die Turboschnecken sind es nicht – das macht aber nichts, denn der Spaß dabei zu sein, wiegt mehr als der Sieg. „Wir haben soviel Spaß“, sagt Conny Klehn, die das Team ins Leben gerufen hat. „Wir sind mehr aus einer Laune heraus zum Drachenboot gekommen“, sagt sie. „Ich hab das bissel eingerührt.“ Es war nicht leicht, eine ganze Crew zusammen zu bekommen, aber mittlerweile trainiere man sogar einmal pro Woche. „Alles Frauen rund um Flecken Zechlin. Und alle aus der reiferen Generation“, sagt sie. „Das macht unseren Charme aus“, kichert eine andere.

Der Trommler gibt die Schlagfrequenz vor

Der Trommler gibt die Schlagfrequenz vor. Synchrones Paddeln ist alles.

Quelle: Regine Buddeke

Jörg Benske ist der Mann am Mikro. „Den Job werd’ ich wohl nicht wieder los“, sagt er im nunmehr dritten Jahr. „Will ich aber auch nicht – ich hab da Freude dran.“ Besonders freut er sich, dass er in diesem Jahr ganze drei Gästeboote voll bekommen hat, darunter ein komplettes Sachsenboot. „Im Vorjahr hatten wir Mühe mit einem. Und diesmal hätte ich sogar vier gehabt.“ Das scheiterte allerdings daran, dass es insgesamt nur vier Drachenboote gibt und im vierten der Flecken Zechliner Nachwuchs gegen die Gästeboote antrat. „Sie haben das Rennen sogar gewonnen“, sagt Benske stolz.

Die Turboschnecken aus Zechlin

Die Turboschnecken aus Zechlin.

Quelle: Regine Buddeke

Auch Susanne Plazikowski und Mandy Schulz wirken zufrieden. Die beiden Flecken Zechlinerinnen mixen eifrig Mojitos und andere Drinks in der Drachenboot-Bar – einem zur Bar umfunktionierten Boot. „In nächtelanger Arbeit haben wir uns das Mixen beigebracht“, kichern die beiden. Die 200 Meter sind die beiden mit den Dragon Ladys mitgefahren – erstmals als reines Mädels-Boot. “Die 100 Meter fahren wir nicht mit – jetzt ist harte Arbeit angesagt, dass die Gäste sich wohlfühlen“, sagt Mandy Schulz und schwenkt den Shaker.

Klara Voß ist auch schon fertig mit Action. Die Pritzwalker Schülerin war in einem der Zuschauerboote an Bord. „Hat alles gut geklappt, etliche saßen nicht zum ersten Mal im Drachenboot.“ Insofern habe der Takt gestimmt.

Susanne Plazikowski und Mandy Schulz an der Drachen-Bar

Susanne Plazikowski und Mandy Schulz an der Drachen-Bar.

Quelle: Regine Buddeke

Neu dabei in Flecken Zechlin sind die Neuruppiner Teams der Stadtwerke und das des Roten Max. „Wir brauchten ein Zwischen-Rennen zwischen dem Mai-und-Hafenfest und den Septemberrennen“, sagt der Rote-Max-Mann Alex Mink. „Für unsere Neumitglieder zum Üben. Da sind so kleine Wettkämpfe angenehmer.“ Zumal man ein großes Zwanziger-Boot am Wochenende nicht voll bekommen hätte. „Wir sind eine reine Krankenhaus-Mannschaft, da arbeiten viele Schicht heute.“ „Aber es macht Spaß hier – der steht sowieso an erster Stelle. Ich denke, wir kommen wieder her“, sagt seine Mitstreiterin Carmen Vollrath. Zumal es immer ein schöner Familienausflug sei – die Kinder wachsen so ins Drachenboot praktisch mit hinein. Praktisch für die Nachwuchsarbeit. Die noch zu lütt fürs Paddel sind, vergnügen sich derweil zwischen den vielen Angeboten, die die Flecken Zechliner auf dem Festplatz aufgebaut haben. Und auch für die Erwachsenen wird ganztags etwas geboten. Gleich nach dem Firmencup und der Siegerehrung legt ein DJ auf, Bootskorso, Feuershow und Drachentanz locken zu späterer Stunde.

Von Regine Buddeke

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