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Ostprignitz-Ruppin 3. MAZ-Kochstudio war ein Erfolg
Lokales Ostprignitz-Ruppin 3. MAZ-Kochstudio war ein Erfolg
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16:06 28.10.2016
Leere Teller bedeuten: es hat geschmeckt. Das Team des 3. MAZ-Kochstudios war am Ende rundum begeistert. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Lehrreich – lustig – lecker! So in etwa empfanden es am Ende alle Teilnehmer des nunmehr dritten MAZ-Kochstudios. Zwölf MAZ-Leser wurden per Los aus den rund 50 Bewerbungen gezogen – sie hatten das Glück, am Donnerstagabend gemeinsam mit den Organisatoren, darunter der Geschäftsführer des MAZ-Regionalverlags Prignitz-Ruppin, Christian Koletzki, und dem Team von MM-Küchen zu kochen – wie gewohnt in der Vorführküche von MM-Küchen und bewährterweise betreut von Theo’s-Küchenchef Lars Schröter, dem die Teilnehmer den ein oder anderen Trick abschauen wollten. Dazu hatten sie reichlich Gelegenheit – bis der letzte Happen gegessen war, vergingen immerhin vier Stunden.

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Wie könnte Kochen mehr Spaß machen als in netter Gesellschaft? Und unter fachkundiger Leitung. Erneut hat die MAZ zum Kochstudio eingeladen – zwölf Leser durften am Donnerstag gemeinsam mit den Organisatoren ein Drei-Gänge-Menü zaubern und anschließend verputzen. Und überdies Küchenchef Lars Schröter noch jede Menge Tricks und Tipps entlocken.

18.25 Uhr: Die Küche blitzt und auf den beiden Tischen strahlen die Gläser, Besteck und Kerzenleuchter schimmern matt auf den von Andrea Weber liebevoll dekorierten Tischen, die mit viel Orange, Schaum- und Fledermäusen an das nahende Halloween erinnern. Der Blick in die Speisekarte an jedem Platz lässt schon vorab das Wasser im Munde zusammenlaufen. Inzwischen sind fast alle Teilnehmer eingetroffen. „Freude pur“, sagt die Wulkowerin Kerstin Gielsdorf, als sie ihre Bekannte Annegret Galle im Team entdeckt. Beide freuen sich, dabei sein zu dürfen, die eine hat in diesem Jahr schon in Sarah Wieners Restaurant kochen dürfen, die andere war bei einer Tim-Mälzer-Show dabei. Und nun Lars Schröter? „Wir haben einen guten Koch“, sind sich beide einig. „Es soll ein geselliger schöner Abend werden. Mit vielen Anregungen.“ Das hofft auch Stephan Erdmann. „Ich bin ja eher der Griller. Aber ein guter Handlanger in der Küche“, sagt der Neuruppiner schmunzelnd. Uwe Siebert dagegen ist ein leidenschaftlicher Hobbykoch. Auch er wünscht sich einen schönen Abend mit viel Inspiration. „Kochen ist für mich Entspannung“, so der Kyritzer.

18.45 Uhr: Lars Schröter erläutert das Drei-Gänge-Menü – saisonal und regional selbstredend – Biokonsum, Hafleg, Preußenquelle und das Weinhaus am Neuen Markt steuerten die Zutaten bei für ein Hokkaido-Cremesüppchen mit Kokos, Garnelen und Lammpraliné, für Hakenberger Mini-Rinderrouladen in drei Gustos – klassisch, mediterran und griechisch – das Ganze mit Rosenkohllaub, getrüffeltem Erdapfelpüree, Kräutersaitlingen und als Topping einer Creme Brulee aus Roter Bete. Als Dessert lockt Kaiserschmarrn mit karamellisierten Früchten. Anspruchsvoll, aber schaffbar. Schnell sind die Teams eingeteilt. Rezepte gibt es keine, die verspricht der Maitre de cuisine für hinterher: „Wenns allen geschmeckt hat.“ Ansonsten gilt: „Ich koche heute nicht. Aber stehe für alle Fragen parat“, so Schröter. „Wenn es nicht schmeckt, sind Sie schuld.“ Gelächter dann beginnt das große Schnippeln.

19.05 Uhr: „Haste Angst?“, fragt ein Teilnehmer seine Nachbarin, die ein riesiges Messer in der Hand hält. Nein, hat sie nicht und schnippelt munter los. Und sie ist es auch nicht, die wenig später das erste Pflaster von MM-Küchenchef Carsten Halecker geklebt bekommt. Nur ein Wehwehchen – ordentlich rot wird es eher beim Rote Bete schälen. „Nehmen Sie Handschuhe“, mahnt Schröter. „Was für ne Fummelarbeit“, sagt Wolf Naumann, der Blatt für Blatt den Rosenkohl zerpflückt. „Das ist Kochen mit Herz. Und ein Stück weit Meditation.“ Jörg Schlösser klopft derweil unermüdlich Rouladen platt, während Gattin Ramona – beide haben übrigens die Gläser fürs Event gestiftet – die klassische Füllung vorbereitet. Nebenan blubbert der Hokkaido in der Brühe vor sich hin. Das Obst mariniert.

19.15 Uhr: „Wir machen jetzt das Lamm-Praline“, verkündet Schröter, der es dann doch nicht lassen kann, dann und wann mit Hand anzulegen – vor allem wenn es um das Würzen mit scharfen Chilis geht. „Das kann sonst schnell versaut sein“, erklärt er, zeigt, wie man Nocken aus der Fleischfarce formt. Wenig später simmern sie leise vor sich hin. Die Rouladen verzögern sich – es gibt nur einen Fleischklopfer? Egal, eine Kasserolle tut es auch – Not macht erfinderisch.

20 Uhr: akuter Pfannen-Notstand – um welche freizubekommen, müssen diverse Saucen in Töpfe evakuiert werden.

20.05 Uhr: Eine Sicherung knallt, weil infolge der wachsenden Rouladenberge noch ein zweiter Backofen in Betrieb genommen werden ist. Schröter wird ein wenig nervös. Viele Köche sind nicht das Problem – nur zu viele Töpfe. „Lassen Sie sich nie erzählen, Garnelen seien frisch – die sind immer nur frisch aufgetaut“, plaudert Schröter Küchenlatein und hackt gekonnt Kräuter. „Das allein ist schon ne Schau“, staunt Jörg Schlösser.

20.30 Uhr: Die Suppe wird serviert. Andächtiges Schweigen am Tisch, dann angeregtes Geplauder.

21.15 Uhr: „Das Fleisch braucht noch 30 Minuten, wir machen jetzt die Rote-Bete-Brulee“, verkündet Schröter, während er Butter, Trüffel und Milch aufkocht. „Sind die nicht teuer?“, fragt einer. „Ein Kilo weißer Trüffel 4000 Euro“, weiß der Chefkoch und rät: „Nehmen Sie einfach Trüffelöl.“

22 Uhr: „Das muss schneller gehen“, mahnt Schröter die Köche, die gerade alles auf Tellern verteilen. „Auch bei 350 Personen muss alles warm bleiben“, sagt er. Dann wird geschlemmt, der süffige Rote geschlürft, geschwatzt. Die Stimmung ist prächtig.

22.40 Uhr: „Herr Schröter wartet auf sein Personal“, schallt es aus der Küche. Ja, auch das Dessert bedarf noch einiger Handgriffe. Auch wenn der Chefkoch nun das meiste selber macht – die Zeit pressiert. Wolf Naumann trennt zum ersten mal in seinem Leben ein Ei. „Er war stets bemüht“, frozzelt einer. „Ich verzichte auf Backpulver“, verrät Schröter. Ein Schluck Sahne macht den Kaiserschmarrn viel fluffiger. Und was die Obstsaucen betrifft: „Kräftig reduzieren ist das A und O“, so Schröter.

22.30 Uhr: Alles ist gegessen – alle sind pappsatt. „Es war köstlich“, schwärmt Claudia Naumann-Deppe. „So viele neue Ideen, mal was anderes zu kochen“, bedankt auch sie sich am Ende bei den Organisatoren für den gelungenen Abend. Da sage noch einer, viele Köche verderben den Brei.

Von Regine Buddeke

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