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30 Bilder mit filmreifer Choreografie

Abendspaziergang durch Wittstock 30 Bilder mit filmreifer Choreografie

Beim 16. Sagenhaften Abendspaziergang am Freitag in Wittstock drehte sich alles um das Thema Reisen. Das Thema lautete: „Reise und Verkehr gestern und heute.“ 190 Menschen stellten auf 30 Bildern Bahngeschichte dar. Sie schmuggelten Güter entlang der Landesgrenze nach Mecklenburg.

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Beim 16. Sagenhaften Abendspaziergang am Freitagabend in Wittstock drehte sich alles um das Motto „Reise und Verkehr gestern und heute“.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Die beiden Shetlandponys zuckeln munter vom Marktplatz bis zur Poststraße in Wittstock. Sie befördern am Freitagabend wertvolle Fracht – denn in der Postkutsche sitzen die Rosenkönigin Vivien I. und Rosenprinzessin Tanja. Mit seinem Auftritt als Kutscher erfüllt sich Sten Lange aus der Dossestadt einen lang gehegten Traum: Schon immer wollte er als Akteur beim Abendspazierganz in Wittstock mitmischen.

Völlig neue Wege schlug das Vorbereitungsteam um Petra Fastenrath vom Kulturamt der Stadt beim 16. Sagenhaften Abendspaziergang ein. Unter dem Motto „Reise und Verkehr gestern und heute“ spielte das 130-jährige Bestehen der Bahnlinie Perleberg-Wittstock die Hauptrolle. Dabei stellten sich die bis zu 190 Mitwirkenden der Herausforderung, das Motto kreativ zu gestalten. „Es war nicht einfach, das umzusetzen“, sagte Petra Fastenrath am Rande. Die 30 Bilder entlang der kilometerlangen Wanderung durch die Innenstadt bedeuten zugleich einen neuen Rekord. Positiver Nebeneffekt: Bei diesem ungewöhnlichen Motto setzten sich bislang unbeteiligte Akteure wie die Oldtimerfreunde oder Segelflieger in Szene.

Einen Schlagabtausch über die Reiseroute lieferten sich die feinen Damen am Bahnhof

Einen Schlagabtausch über die Reiseroute lieferten sich die feinen Damen am Bahnhof.

Quelle: Christamaria Ruch

Wie im Drehbuch spielte ein Postsack den sprichwörtlich roten Faden. Jörg Gehrmann nahm diesen Postsack in der Poststraße vom uniformierten Postmitarbeiter Schmidt entgegen. „Wertvolle Fracht ist das und sie muss am Bahnhof abgegeben werden“, so Schmidt. Gehrmann war nicht bange, denn an seiner Seite flankierten ihn die blaublütigen Rosenhoheiten. Nur wenig später mussten die Besucher vor dem Schmuggel entlang der Landesgrenze nach Mecklenburg in Deckung gehen. „Jetzt erlebe ich das erste Mal, wie sogar ein Bulle geschmuggelt wird“, tönte Oberzollsekretär Lemke. In diesem Moment tauchte ein Prachtexemplar eines Herfordbullen auf.

Für die detailgetreu nachgebaute Bahnhofsszene erhielt das Museumsteam Szenenapplaus

Für die detailgetreu nachgebaute Bahnhofsszene erhielt das Museumsteam Szenenapplaus.

Quelle: Christamaria Ruch

An der Laderampe vom Bahnhof entspann sich ein Schlagabtausch in einer Reisegesellschaft. „Wer will denn schon in das Kaff Freyenstein, die Fahrt geht nach Berlin“, diskutierten die Damen in historischer Kleidung. Da hatte Gehrmann schweren Stand, seinen Postsack zur Beförderung nach Berlin aufzugeben. „Die Fahrt geht auch über Ackerfelde“, sagte eine Bahnmitarbeiterin im resoluten Ton. Gerade rechtzeitig fiel ihm ein, dass er auch die Bewerbung für die Landesgartenschau (Laga) 2019 in Wittstock mit aufgeben kann. Das war das Stichwort für das nächste Schaubild – ein Reisebus mit dem Lagalogo stand abfahrbereit.

Die Kita Kinderland mit dem Lied für die Landesgartenschau

Die Kita Kinderland mit dem Lied für die Landesgartenschau.

Quelle: Christamaria Ruch

Erzieher und Kinder der Wittstocker Kita Kinderland begaben sich dabei auf einen Wandertag: „Wir schauen uns auf der Laga um, Wittstock ist dabei“, sangen sie. Szenenapplaus erntete das Museumsteam in der Alten Bischofsburg. Eine detailgetreue Bahnhofsszene lud zum Staunen ein. Doch auch das bekannte knallrote Gummiboot auf der Dosse oder eine Rakete in der Kettenstraße gehörten zu den Attraktionen des Abendspaziergangs.

Mahnende Worte schlug Jörg Gehrmann zum Auftakt des Abends wegen des Brandanschlags in Nauen (Havelland) an. Er erteilte jeglichem Gedankengut aus rechter Ecke eine Abfuhr: „Die Welt ist aus den Fugen, dennoch ist die Welt für alle Menschen da und erfordert Menschlichkeit.“

Von Christamaria Ruch

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