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Ostprignitz-Ruppin 33. Oldiebasar mit 10 000 Besuchern
Lokales Ostprignitz-Ruppin 33. Oldiebasar mit 10 000 Besuchern
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00:17 09.11.2016
Sieht aus wie Sperrmüll – ist aber eine Schatzgrube für alle Hobbyschrauber. Quelle: Peter Geisler
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Wulkow

Ob Regen oder nicht – Schraubern ist jedes Wetter recht, wenn es darum geht, begehrte Ersatzteile für die Schätzchen in der Garage zu bekommen. Und so war es kaum verwunderlich, dass auch in diesem Jahr wieder 10 000 Besucher zwischen den Ständen des inzwischen 33. Oldiebasar unter der Federführung der Entwicklungs- und Arbeitsfördergesellschaft (EAN) herumschlenderten und fleißig stöberten, feilschten, kauften.

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Ronny Hensel aus Neuruppin mit seinem Barkas 901-2, Baujahr 1957, auch als „Framo“ bekannt.

Die Superschnäppchen gingen zumeist schon am Donnerstag und Freitag über den Tisch – obwohl der Markt am Donnerstag noch gar nicht offiziell geöffnet war. Die EAN-Chefin Monika Goldschmidt erklärt: „Am Donnerstag ist eigentlich nur für die anreisenden Händler geöffnet. Aber viele Besucher haben draußen darauf nur gewartet.“ Also wurden auch am Donnerstag schon Tickets verkauft – die EAN fördert mit den Einnahmen ihre gemeinnützigen Projekte. Insofern sei sie mehr als zufrieden mit dem Besucheransturm. Bis auf zwei Taschendiebstähle habe es keine bösen Vorkommnisse gegeben – auch das ein Grund zur Freude – immerhin waren 100 Leute für die EAN im Einsatz, auch Abiturienten der beiden Neuruppiner Gymnasien, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Die Autoströme in beide Richtungen rissen nicht ab.

Auf dem Oldiemarkt gibt es fast alles zu kaufen – auch Trödel. Quelle: Peter Geisler

Zwischendurch wälzte sich die Karawane derer, die mit vollbepackten Schultern, Trolleys, Bollerwagen, Anhängern oder Taschen vom Gelände kamen – Glück in den Gesichtern. Robert Haubenthal etwa, der sich auf dem Gelände gleich einen Rodelschlitten gekauft hat, um sein Schnäppchen, einen Bootsmotor abtransportieren zu können. „Ich bin zufrieden. Ich habe alles bekommen, was ich wollte. Und auch Sachen, die ich vorher nicht wollte“, sagt der Hohenbrucher lachend.

Die Schrauberkumpels aus Zechlin und Kagar hatten am Sonnabend ebenfalls ihren Spaß, wenn auch weniger Beute auf den Karren. „Am Sonnabend reisen ja viele Händler schon wieder ab – die guten Geschäfte werden am Freitag gemacht. Aber da müssen wir arbeiten“, bedauern Johannes Weger, Normen Seeger, Lars Witthuhn und Christian Seelig. Das scheint vielen so zu gehen. Trotzdem hat Oliver Rebel auch noch zu später Stunde einen Schatz ergattert. „Ich bin mit dem Limit 100 Euro hierher gekommen“, sagt der Berliner. Bei der Simson „Spatz“, Baujahr 1965, allerdings hat er die guten Vorsätze gern über den Haufen geworfen. „Sie war kein Schnäppchen, aber der Preis war okay.“ Da er auf „alte Sachen mit Patina“ steht und sonst spritintensive Oldtimer fährt, sei das „kleine süße DDR-Miststück“ schon eine tolle Sache. Da werde das Fahren günstiger. Zumal das Schätzchen fahrtüchtig, zugelassen und außerdem noch im Originalzustand sei: „Da wurde nie dran rumrestauriert“, strahlt er. Und was das allerbeste sei: Die neue Tasche vom Flohmarkt passe darauf, wie sonstwas. Keine Frage, dass er im nächsten Jahr wieder nach Wulkow kommen will.

Voll beladen gehts vom Platz. Quelle: Peter Geisler

Der Verkäufer Uwe Lindner hört das gern – er hat ja noch die passende Simson „Star“. „Für uns lohnt es sich hier immer, weil wir wegen dem Spaß hier sind“, sagt der Berliner. Jahrelang sei er mit Kumpels als Kunde gekommen, seit 13 Jahren aber nun als Hobby-Händler. Es sei das erste Mal, dass er hier selber nichts gekauft habe. „Ich sammle Vorkriegsautos – da kriegt man hier kaum noch Teile. Aber übers Internet mache es eben lange nicht so viel Spaß wie hier: „Das menschliche macht den Reiz“, sagt er. Aber auch ihm ist aufgefallen, dass etliche Besucher nicht ganz glücklich sind, dass viele Schnäppchen schon vor dem Sonnabend über den Tisch gehen. „Da wird nachts mit Taschenlampe gewühlt, um nur ja nix zu verpassen“, ist ihm aufgefallen. „Aber das war in den Jahren davor auch schon so.“

Für die Ostblock-Freunde aus Neubukow hat es sich trotzdem gelohnt – ihre Wagen sind gut gefüllt. „Wir kommen immer am Sonnabend und finden genug.“

Von Regine Buddeke

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